Vorfall auf Flugreise
Passagier verbrüht sich Genitalien im Flugzeug und zieht vor Gericht

Kaffee im Flugzeug
Ein heißer Kaffee im Flugzeug wurde einem britischen Passagier zum Verhängnis
© 5m3photos / Getty Images

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Plötzlich kippte ihm der heiße Kaffee im Flugzeug über den Schoß: Ein Brite hat sich dabei nach eigenen Aussagen schwere Verletzungen zugezogen. Jetzt klagt er.

Ein verschütteter Kaffee an Bord eines Flugzeugs steht im Mittelpunkt einer Klage eines britischen Passagiers. Dem 41-Jährigen war während eines Fluges von Las Vegas nach London das Heißgetränk serviert worden, berichtet die britische BBC. Offenbar ohne Deckel auf einem bereits überfüllten, leicht schrägen Klapptisch.

Dann soll es zum Unglück gekommen sein, schildert der Brite: Der Kaffee kippte ihm über den Schoß, die heiße Flüssigkeit bereitete ihm „unerträgliche“ Schmerzen. Der Vorfall hat nach seiner Aussage langfristige Auswirkungen: Er habe sich schwere Verbrennungen im Intimbereich zugezogen, die bis heute nachwirken.

Er habe wegen des heruntergeklappten Tischs und seiner starken Schmerzen nicht selbst aufstehen können, auch das Personal der Fluggesellschaft Virgin Atlanic Airlines habe sich zunächst nicht um ihn gekümmert. Erst nach 20 Minuten habe man ihm eine Wasserflasche gebracht. Eine Stunde habe es gedauert, bis sein Penis mit Creme und einem Verband versorgt worden sei.

Von den Flugbegleitern bekam er nach eigener Aussage Paracetamol und eine weite Hose zur Verfügung gestellt. Das Versprechen, man werde sich nach der Landung medizinisch um ihn kümmern, sei aber nicht eingehalten worden. „Zu diesem Zeitpunkt war mein Penis mit Blasen übersät, und der angelegte Verband war abgefallen“, sagte der Brite der BBC.

Unfall im Flugzeug hat langfristige Folgen

Neben den körperlichen Verletzungen berichtet er auch von mentalen Problemen. Das sei ein „großes, großes Problem“. Sein Selbstbewusstsein habe stark gelitten, er und seine Partnerin hätten Probleme, ein Kind zu zeugen, berichtete er in der Sendung „Good Morning Britain“. 

Sein Anwalt nannte das Erlebnis einen „extremen Fall“ und verwies auf die steigende Zahl solcher Vorfälle. Die Fluggesellschaft entschuldigte sich, verwies aber darauf, dass das Personal an Bord bei Heißgetränken Becher nie bis zum Rand fülle und bei Turbulenzen auf das Ausschenken verzichtet.

epp

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