Prozessbeginn Polizistenmord bei Kusel: Version von Hauptangeklagtem Andreas S. wirkt wenig glaubwürdig

Andreas S. vor Gericht
Polizistenmord vor Gericht: Der 39-jährige Hauptangeklagte Andreas S. betritt den Verhandlungssaal des Landgerichts Kaiserslautern
© Uwe Anspach/ / Picture Alliance / DPA
Seit heute steht Andreas S. vor Gericht, weil er zwei Polizeibeamte erschossen haben soll. Er versucht die Schuld auf seinen mutmaßlichen Komplizen zu schieben. Doch die bekannten Fakten sprechen gegen ihn.

Auch für einen Mann, der zwei Menschen erschossen haben soll, gilt in Deutschland natürlich die Unschuldsvermutung. Auch wenn er sie – so kann man es der Anklage entnehmen, die heute während des Prozessauftakts zu den Polizistenmorden bei Kusel verlesen worden ist – regelrecht hingerichtet haben soll, unter anderem mit Kopfschüssen aus nächster Nähe und das alles nur, um seine Jagdwilderei zu vertuschen. Die Unschuldsvermutung gilt auch dann. Das darf man nicht vergessen. Gleichwohl wirkt die Strategie, die der Hauptangeklagte Andreas S. und sein Verteidiger heute offenbarten, wie ein letzter Versuch, irgendwie noch aus einer Sache herauszukommen, aus der es keinen Ausweg mehr gibt.   


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