HOME

Radikaler Salafistenprediger: Hessen schiebt Mohamed M. ab

In Hessen ist ein radikalislamischer Salafistenprediger ausgewiesen worden: Mohamed M. soll in seinen Reden zu Gewalt und dem Heiligen Krieg aufgerufen haben. Er muss innerhalb eines Monats das Land verlassen.

Das Bundesland Hessen weist einen Hauptakteur der radikalislamischen Salafisten aus. Der Mann mit österreichischem Pass müsse Deutschland binnen eines Monats verlassen und dürfe nicht wieder einreisen, sagte der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden. Mohamed M. habe sich in der Vergangenheit zum militanten Heiligen Krieg bekannt. Bei dem Mann bestehe weiter die Gefahr, dass er "mit erheblicher Intensität zu Gewalttaten aufruft und damit die öffentliche Sicherheit und Ordnung in Deutschland gefährdet".

Das Rhein-Main-Gebiet ist nach Rheins Einschätzung ein Schwerpunkt der Salafisten in Deutschland. Sie fordern von allen Muslimen ein vermeintlich traditionelles, buchstabengetreues Befolgen des Korans. Salafisten hatten zuletzt in deutschen Städten kostenlos Koran-Exemplare verteilt und mit ihrer Missionierungs-Aktion "Lies!" eine heftige Debatte ausgelöst.

liri/DPA / DPA