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Royaler Nacktskandal: "Dirty Harry" und die PR-Pleite der Queen

Weil Nacktbilder von ihm im Internet auftauchten, sperren die Royals den Prinzen vorsorglich in ein Schloss. Das Fußvolk steht zu Harry. Tausende bekunden Solidarität mit dem Königsspross - weltweit.

Von Sophie Albers

Auf gewisse Weise haben Angela Merkel und Prinz Harry eine fundamentale Gemeinsamkeit: Während das Establishment sich empört, fließt das Volk über vor Liebe. Während die Kanzlerin höchste Beliebtheitswerte genießen kann (was sie aber natürlich nicht zeigt), ist das Internet-Echo auf Prinz Harrys "Vegas-Gate" überwältigend. Mehr als 22.000 Menschen haben auf der Facebookseite "Support Prince Harry with a naked Salute" (Unterstützt Harry mit einem nackten Gruß) Solidarität mit dem nackten Prinzen bekundet, der vergangene Woche in Las Vegas beim Strip-Poker offensichtlich nicht nur eine Pechsträhne, sondern auch einen illoyalen Begleiter mit Handy-Kamera mit dabei hatte.

Nachdem die blanken Bilder im Netz auftauchten, wurde "Dirty Harry", der die vergangenen Jahre hart daran gearbeitet hatte, das "Dirty" loszuwerden, flugs ins schottische Schloss der Königsfamilie nach Balmoral verfrachtet. Er darf nicht wie geplant an der feierlichen Eröffnung der Paralympics in London teilnehmen und wird auch demnächst wohl erstmal nicht mehr über Los gehen. Online kann das schwarze Schaf der britischen Königsfamilie jedoch bewundern, wie Hunderte Briten - aber auch Deutsche, Israelis oder Japaner - die Hüllen fallen lassen, das Intimste mit Flaggen, Militärabzeichen oder einem Strumpf verdecken, auf den Auslöser drücken und sich in ganzer Pracht online stellen. Daheim auf dem Sofa, im Garten, auf dem Kasernenhof oder auch im Wüstensand an der Front. Dort hat die Welle der nackten Zuneigungsbekundung nämlich ihren Ausgang genommen. Und dort hat der "Harryismus" auch schon jahrelang Tradition.

"Harry wird darüber leise lächeln"

"Ich denke, Harry wird darüber leise lächeln", sagte Jordan Wylie, der den Facebook-Support ins Leben gerufen hat, der britischen Zeitung "Independent". Der Prinz sei "vielleicht ein Royal, aber er ist auch ein hart arbeitender Apache-Helikopter-Pilot, der ein bisschen Spaß haben will". Es sei ein Skandal, dass der Prinz für sein Treiben in Vegas kritisiert werde. "Er ist einer von uns", so der 29-Jährige.

Tatsächlich hat Harry trotz seines berüchtigt-wilden Lebenswandels ("Party-Prinz") einen gewaltigen Stein im Brett der einfachen Soldaten und Bevölkerung. Als erstes Mitglied der Königsfamilie seit Prinz Andrew - der im Falklandkrieg Helikopter flog - hat der mittlerweile 27-Jährige in einem Kriegsgebiet gedient. Von Mitte Dezember 2007 bis Ende Februar 2008 war der Prinz an der afghanischen Front in der berüchtigten Helmand-Provinz stationiert. Denn während seiner erfolgreichen Ausbildung in der Militärakademie Sandhurst hatte Harry gedroht, die Armee zu verlassen, wenn er nicht mit seinem Regiment gehen könne: "Auf gar keinen Fall werde ich Sandhurst absolvieren und dann zuhause meinen Arsch plattsitzen, während meine Jungs da draußen für ihr Land kämpfen."

Schon damals hatten seine Kollegen ihn mit einer aufsehenerregenden Aktion unterstützt: Eigentlich sollte Harry nach Irak, doch das Königshaus fürchtete, der Prinz sei dort ob seiner Funktion besonders gefährdet. Plötzlich tauchten Fotos von britischen Soldaten im Irak auf, die T-Shirts mit der Aufschrift: "Ich bin Harry!" trugen. Die Aktion zitiert Stanley Kubricks "Spartacus"-Film, in dem die Sklaven ihrem Anführer Solidarität bekunden, indem sie sich den römischen Soldaten mit dem Ruf "Ich bin Spartacus!" als Zielscheibe anbieten.

Eine Armee-Quelle ließ sich damals mit den Worten zitieren, dass "Prinz Harry unter seinen Kameraden größten Respekt genießt - als Offizier und für das, was er für die Armee tut". Den Afghanistan-Einsatz musste er trotzdem früher als geplant beenden, weil Klatschblätter den Standort seines Regiments verrieten.

"Keep calm & leave Harry alone"

Während das Königshaus nun also Schadensbegrenzung versucht, wo es keine gibt - angeblich ist auch ein Video des nackten Prinzen aufgetaucht - und die Militäroberen vergeblich versuchen, die eigenen Soldaten und deren Ehefrauen zur Räson zu bringen, führen die stolzen "Harrys" der Facebook-Seite "Support Prince Harry with a naked Salute" die ganze Situation ad absurdum. Die mehr als 22.000 Unterstützer stehen für das Motto "Keep calm & leave Harry alone". Und "Tausende Anfragen warten", vermeldet Jordan Wylie am Mittwochnachmittag. Die Reaktionen seien "unglaublich" und "völlig global" gegangen.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.