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Keine vermeldete Schwangerschaft Schwedische Forscher erproben erfolgreich Verhütungsgel für den Mann

Schwedische Forscher erproben erfolgreich Verhütungsgel für den Mann.
Die Antibabypille wird immer wieder wegen ihrer Nebenwirkungen kritisiert. Nun haben Forscher aus Schweden ein Verhütungsgel getestet, das vom Mann angewendet wird. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend.

Dieser Beitrag erschien zuerst an dieser Stelle auf RTL.de

Seit nunmehr 60 Jahren ist die Antibabypille bereits auf dem Markt. Während das Präparat zu seiner Entstehungszeit als Sensation galt, steht es heute teils massiv in der Kritik. Denn die Einnahme von Hormonen bringt Nebenwirkungen und ein erhöhtes Thromboserisiko mit sich. Das wollen viele Frauen nicht mehr in Kauf nehmen und fordern bessere Verhütungsmethoden, auch für ihn. Forscher aus Schweden haben nun Zwischenergebnisse zu einem Verhütungsgel für den Mann präsentiert.

In den USA und auch in Schweden wird schon länger an Verhütungsgels für den Mann geforscht. Die schwedischen Forscher um WHO-Beraterin und Professorin Kristina Gemzell Danielsson haben nun ein Zwischenergebnis präsentiert, berichtet der schwedischen TV-Sender SVT. 420 Paare nahmen weltweit an der Erprobung des Verhütungsgels teil. Es wird auf Schultern und Oberarmen aufgetragen und enthält die Hormone Nestoron und Testosteron. Nestoron soll die Spermienproduktion stoppen, das Testosteron dafür sorgen, dass der Mann nicht die Lust verliert. Das Ergebnis nach fast einem Jahr: keine ungewollten Schwangerschaften.

Verhütungsgel: Studien in Bezug auf Sicherheit und Nebenwirkung bereits abgeschlossen

Studienleiterin Danielsson sagte dem Sender: "Wir haben bereits Studien in Bezug auf Sicherheit und Nebenwirkungen durchgeführt, aber jetzt möchten wir wirklich sehen, dass es als Verhütungsmittel wirkt, wenn es im wirklichen Leben angewendet wird."

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Die Entwicklung eines neuen Verhütungsmittels für Männer wird in ihren Augen durch die Tatsache erschwert, dass im Falle einer ungewollten Schwangerschaft nicht der Mann in erster Linie für die Folgen verantwortlich ist. "Bei Methoden für Frauen reicht es aus, dass die Frau in die Studie einbezogen wird. Aber wenn es um Methoden für Männer geht, muss das Paar einbezogen werden, denn wenn es fehlschlägt, wird die Frau schwanger", sagte Gynäkologin.

RTL.de

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