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Sommerwetter: Deutschland steuert auf die 30 Grad zu

Jetzt wird es sommerlich: Deutschland darf sich auf einen deutlichen Temperatursprung freuen. Bis zu 30 Grad sollen es kommende Woche werden. In Südosteuropa wüten dagegen seit Tagen schwere Unwetter.

Die Eisheiligen sind überstanden, jetzt kommt der Sommer: Subtropische Luft aus Südwesten treibt die Temperaturen nach oben. "Am Mittwoch kann sogar erstmals in diesem Jahr vereinzelt die 30-Grad-Marke geknackt werden", sagte Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Freitag. Am wärmsten dürfte es voraussichtlich im Osten des Landes werden.

Schon am Wochenende wird es deutlich wärmer als in den vergangenen Tagen. Am meisten Sonne gibt es im Westen. Dort bleibt es bei Temperaturen bis 20 Grad auch meist trocken. Der Wind weht zunächst noch aus Nordosten.

Tief "Yvette", den Osten und Südosten Europas mit schweren Unwettern überzogen hat, ziehe unter deutlicher Abschwächung näher, sagte Herold. Zwar werde es im Osten am Wochenende ziemlich verregnet sein, aber Unwetter seien nicht zu erwarten. Vor allem im Nordstau des Erzgebirges werde es kräftig regnen, dort könnten 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen: "Aber das kann die Elbe ab", sagte Herold.

Die neue Woche beginnt dann mit einer ganz neuen Wetterlage: Ein Tief lenke dann sehr warme Luft nach Deutschland, sagte Herold. "Allerdings hat das Sommerwetter ein paar Schönheitsfehler." Es werde schwül, die Gewitterneigung steige.

Tief "Yvette" wütet in Südosteuropa

Mit schweren Niederschlägen, die "Yvette" im Gepäck hatte, kämpfen die Menschen im Osten und Südosten Europas bereits seit etlichen Tagen. In Serbien brachten die Rettungsmannschaften am Freitag Tausende Menschen vor den Fluten in Sicherheit. Unzählige Bürger mussten ohne Strom und Wasserversorgung auskommen. Zahlreiche Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten und warteten auf Hilfe aus der Luft. Fünf Menschen kamen ums Leben.

Hochwasseralarm in Polen

Auch im benachbarten Bosnien-Herzegowina starben zwei Menschen. Die Lage blieb kritisch. Während im Gebirge mehr als ein halber Meter Neuschnee fiel, waren viele Städte von Überflutungen betroffen. Die Behörden warnten vor Schlimmerem: Erst in den nächsten Tagen würden die beiden mit Abstand größten Flüsse der Region - die Donau und die Save - ihre Höchststände erreichen.

In der Slowakei richteten orkanartige Stürme und Dauerregen ein Verkehrschaos und schwere Schäden an. Umgestürzte Bäume und von den Häusern gerissene Dächer beschädigten Autos und blockierten Straßen und Eisenbahnstrecken vor allem im Osten und Norden des Landes. In der Region Banska Bystrica waren mehr als 50.000 Haushalte schon den zweiten Tag ohne Strom.

In Polen waren sogar 60.000 Haushalte ohne Strom. Starker Regen und Sturm kosteten dort zwei Menschen das Leben. In 51 Bezirken besteht Hochwasseralarm. Besondes stark ist der Süden des Landes betroffen. In Südostpolen entspannte sich die Hochwasserlage am Freitag dagegen leicht.

kis/DPA / DPA