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Öffentlichkeitsfahndung Nach Brandanschlag auf Robert-Koch-Institut: Polizei sucht mit Fotos nach Verdächtigem

Gebäude des Robert-Koch-Instituts; Fahndungsfoto der Berliner Polizei
Durch den Brandanschlag entstand Sachschaden am Gebäude des Robert-Koch-Instituts in Berlin. Der von der Polizei gesuchte Mann soll Absender einer Bekenner-E-Mail sein
© Annette Riedl / DPA, Polizei Berlin
Er soll die Bekenner-E-Mail abgeschickt haben: Nach einem Brandanschlag auf das Robert-Koch-Institut (RKI) im vergangenen Jahr sucht die Berliner Polizei mit Fotos nach einem der Verdächtigen.

Die Berliner Polizei fahndet mit Bildern aus Überwachungskameras eines Internetcafés nach einem Mann, der in einen Brandschlag auf das Robert-Koch-Institut (RKI) im Herbst verwickelt sein soll.

In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober des vergangenen Jahres wurden mehrere Brandsätze auf eine Gebäude der Bundesbehörde in der General-Pape-Straße im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg geworfen. Es war Sachschaden entstanden. Nach Angaben der Polizei hatte ein Wachmann mehrere bislang unbekannte Personen bei der Tat beobachtet und die Flammen löschen können (der stern berichtete).

Berliner Polizei sucht nach Anschlag auf Robert-Koch-Institut Täter

Nach dem Brandanschlag war den Ermittlern zufolge ein Bekennerschreiben aufgetaucht. "Bei dem auf den Fotos abgebildeten Mann handelt es sich nach dem derzeitigen Erkenntnisstand um den Absender dieser E-Mail", hieß es von der Polizei. Über Inhalt und Adressat(en) des Schreibens ist nichts bekannt.

Die Aufnahmen der Überwachungskameras stammen aus dem Internetcafé "Kant Tele Café" in der Kantstraße 108 in Berlin-Charlottenburg und entstanden am 30. Oktober 2020 zwischen 19 und 20 Uhr.

Die Bilder zeigen den Verdächtigen in einem Internetcafé in Berlin-Charlottenburg
Die Bilder zeigen den Verdächtigen in einem Internetcafé in Berlin-Charlottenburg
© Polizei Berlin

Bei der Aufklärung des Falls und der Fahndung nach dem Verdächtigen und seinen mutmaßlichen Komplizen bittet der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes nun um die Mithilfe der Bevölkerung und die Beantwortung folgender Fragen:

  • Wer kann Angaben zur Identität und/oder dem Aufenthaltsort des Gesuchten machen?
  • Wer hat die Tatverdächtigen vor, bei oder nach der Tatbegehung gesehen?
  • Wer kann weitere sachdienliche Hinweise zur Tat, den Tatverdächtigen und/oder dem Gesuchten geben?

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer (030) 4664953528 oder per E-Mail an LKA-535-hinweis@polizei.berlin.de entgegen.

Die Polizei geht von einer politisch motivierten Tat aus. Das Robert-Koch-Institut ist die deutsche Seuchenbehörde, die eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie spielt.

In den vergangenen Monaten wurden Politiker, Amtsträgerinnen, Wissenschaftler, Journalistinnen und andere Personen des öffentlichen Lebens immer wieder Opfer von verbalen oder tätlichen Angriffen aus der Szene der Coronavirus-Leugnerinnen und -Leugner, von Gegnerinnen und Gegnern der Infektionsschutzmaßnahmen oder Verschwörungsideologinnen und -ideologen. Die Bewegung ist inzwischen ins Blickfeld der Verfassungsschutzämter in mehreren Bundesländern geraten.

Quellen: Polizei Berlin, Nachrichtenagentur DPA

wue

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