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26 Autos bei Lübeck: Hochzeitskorso eskaliert auf Autobahn - Insassen schießen aus Fenstern

Kuriose Szenen auf einer Autobahn bei Lübeck am Samstagabend: Eine Hochzeitsgesellschaft schlägt mit einem 26 Fahrzeuge starken Autokorso völlig über die Stränge. Ein 21-Jähriger blockiert mit seinem Wagen die Fahrbahn, andere schießen in die Luft.

Blaulicht Polizei Nachrichten

Die Polizei beschlagnahmte sechs Schusswaffen, augenscheinlich Schreckschusspistolen (Symbolbild)

DPA

Eine Hochzeitsgesellschaft bei Lübeck hat am Samstagabend für einen Polizeieinsatz gesorgt. Auf der Autobahn 226 fuhren die Feiernden mit 26 Fahrzeugen gen Süden, ehe ein 21-Jähriger seinen Wagen quer auf die Fahrbahn stellte und so den nachfolgenden Verkehr blockierte, wie die Polizei berichtet. Aus mehreren der Fahrzeugen wurde laut Zeugen zudem geschossen, wohl mit Schreckschusswaffen. Nach Informationen der "Hamburger Morgenpost" stoppte der komplette Konvoi auf der Autobahn für eine Weile.

Wenig später trafen auch schon die am entsprechenden Abschnitt der Autobahn ein. Mit "Einsatzkräften, welche von einem Demonstrationseinsatz auf dem Rückweg nach Scharbeutz waren, und weiteren Streifenwagen aus dem Lübecker Bereich" sei es dann gelungen, die 26 Autos auf einen nahegelegenen Parkplatz zu lenken. Dort habe die Polizei alle Fahrzeugführer überprüft und die Wagen durchsucht. Rund zwei Stunden habe der gesamte Einsatz gedauert.

Polizei: Pistolen wohl Schreckschusswaffen

Bei der Durchsuchung der Hochzeitsgesellschaft seien sechs Schusswaffen sichergestellt worden. Diese müssen nun waffenrechtlich beurteilt werden. Der ersten Sichtung zufolge handle es sich dabei aber um Schreckschusswaffen und keine scharfen, sagte ein Polizeisprecher dem stern.

Gegen den 21-jährigen Fahrer sei ein Verfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung eingeleitet worden. Zudem müsse nun geprüft werden, ob alle Beteiligten über die entsprechenden Genehmigungen für die Waffen verfügten. Schießen dürfe man aber auch mit einer so oder so nicht ohne entsprechende Erlaubnis, sagte der Polizeisprecher.

Die Tradition des feierlichen In-die-Luft-Schießens bei Hochzeitsfeiern ist besonders in Indien, Afghanistan, Teilen des Mittleren Ostens, auf dem Balkan verbreitet. Dort wird dann aber nicht selten mit scharfer Munition geschossen. Immer wieder kommt es dabei zu tragischen Unfällen. Ob es sich bei der Lübecker Hochzeitsgesellschaft um Deutsche, Ausländer oder Menschen mit Wurzeln im Ausland handelt, konnte ein Polizeisprecher nicht sagen.

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fin