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Berlin Vier Täter, Schüsse auf den Oberkörper: Neue Details zur Tempodrom-Schießerei

Berlin: Vier Täter, Schüsse auf den Oberkörper: Neue Details zur Tempodrom-Schießerei
© Paul Zinken/ / Picture Alliance
Nach der Schießerei am Berliner Tempodrom mit einem Toten und vier Verletzten laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Nun gibt es neue Details.

Es war eine brutale Tat: Während eines Auftritts der türkischen Comedy-Gruppe (Lachen lachen) im Berliner Tempodrom gab es am Freitagabend eine Schießerei. Ein Mensch verlor sein Leben, vier wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Mittlerweile gibt es mehr Informationen zu der Tat.

Demnach soll die Polizei nach vier Tätern suchen, berichtet der "Tagesspiegel" unter Berufung auf Ermittlerkreise. Die Mordkommision prüft demnach, ob ein am Samstag in Frankfurt (oder) verhafteter Mann mit der Tat in Zusammenhang steht.

Gezielte Schüsse in Brust und Beine

Auch zum Tatablauf selbst ist mehr bekannt. Demnach sollen die Täter zwei der Opfer gezielt beschossen haben. Dabei gibt es widersprüchliche Angaben. Während "Bild" nur von Schüssen in die Beine berichtet, soll das Todesopfer laut dem "Tagesspiegel" mehrfach in den Oberkörper geschossen worden sein. Die gefundenen Patronenhülsen lassen auf mindestens zwei Tatwaffen schließen.

Neben dem 42-jährigen Todesopfer war der zweite direkt beschossene Mann das am schwersten Verletzte Opfer. Er soll immer noch im kritischen Zustand sein. Alle anderen Opfer hätten sich erst später mit ihren leichten Schussverletzungen in Krankenhäusern gemeldet. Bei allen Opfern handelt es sich um Männer mit türkischem Migrationshintergrund. Alle befinden sich unter Bewachung im Krankenhaus, konnten aber noch nicht befragt werden.

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Polizei war schon vor Ort

Die Polizei konnte wohl nur durch ihr schnelles Eingreifen Schlimmeres verhindern. Dass die Beamten so schnell vor Ort waren, verdankten sie vor allem der Tatsache, dass sich Beamten in Zivil sowie ein Mobiles Einsatzkommando schon vor der Tat in der Nähe des Tatortes aufhielten. Auf diese Weise habe man vermutlich weitere Tote verhindern können, hieß es laut dem "Tagesspiegel" aus Polizeikreisen.

Die Besucher seien indes auch durch Seiten- und Notausgänge aus dem Gebäude herausgebracht worden. Die meisten von ihnen hätten von den Geschehnissen draußen gar nichts mitbekommen, berichtet die "Welt". Sie haben aber Autos und Taschen zurücklassen müssen, sie konnten erst am nächsten Tag abgeholt werden.

Quellen:Bild, Welt, Tagesspiegel

mma

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