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Vier Jahre Haft: Als "Held von Manchester" gefeierter Obdachloser muss ins Gefängnis

Ein Obdachloser, der nach dem Anschlag von Manchester als angeblicher Helfer Opfer bestohlen hatte, ist zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. "Sie waren nicht der Held, der Sie vorgaben zu sein, sondern einfach ein gewöhnlicher Dieb", so der Richter.

Vermeintlicher Held von Manchester muss in Haft

Christopher Parker war einst als Held von Manchester gefeiert worden, weil er nach dem Bombenanschlag vom Mai 2017 behauptet hatte, den Opfern zu Hilfe gekommen zu sein. In Wahrheit hatte er sie beraubt.

AFP

Ein einst als Held vom Manchester-Anschlag gefeierter Obdachloser ist am Dienstag wegen Diebstahls und Betrugs zu mehr als vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 33-Jährige hatte vor dem zuständigen Gericht in Manchester zugegeben, im Chaos nach dem Bombenattentat im Mai 2017 mehrere Opfer bestohlen zu haben. Bei dem Anschlag auf Konzertbesucher waren 22 Menschen und der Attentäter ums Leben gekommen.

Der Mann war zunächst als Held gefeiert worden, weil er behauptet hatte, den Opfern zu Hilfe geeilt zu sein. Eine Frau sei in seinen Armen gestorben, erzählte er der britischen Nachrichtenagentur PA nach dem Anschlag. Er erfuhr daraufhin eine Welle der Solidarität. Umgerechnet knapp 60.000 Euro (52.500 Pfund) an Spenden gingen auf einer Fundraising-Webseite für ihn ein. Das Geld soll nun an die Spender zurückgegeben werden.

Scharfe Kritik vor Gericht in Manchester

Aufnahmen von Überwachungskameras hatten Zweifel an der Selbstlosigkeit des Mannes aufkommen lassen. Vor Gericht gab er zu, einer 14-jährigen Verletzten das Handy und einer älteren Frau den Geldbeutel gestohlen und deren EC-Karte eingesetzt zu haben. "Sie waren nicht der Held, der sie behaupteten zu sein, sondern einfach ein gemeiner Dieb", sagte der Vorsitzende Richter am Manchester Crown Court am Dienstag.

Attentäter Salman Abedi, ein Brite libyscher Herkunft, hatte sich am 22. Mai nach einem Popkonzert der US-Sängerin Ariana Grande in der Manchester Arena in die Luft gesprengt.

Zwei Finger in einem Gummihandschuh spannen ein Stück Haut, während eine Tätowiernadel die Konturen einer Biene sticht.
fs / DPA / AFP
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Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?