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Atlantik-Flug Passagiere bei Turbulenzen gegen die Decke geschleudert – Verletzte beschuldigen Airline

Eine Maschine der Airline Aerolineas Argentinas
Eine Maschine der Fluggesellschaft Aerolineas Argentinas
© xCarlosxSmiljanx / Imago Images
Bei einem Flug nach Buenos Aires haben heftige Turbulenzen eine Maschine der Fluggesellschaft Aerolíneas Argentinas erfasst. Zwölf Passagiere wurden dabei verletzt. Fotos zeigen die Verwüstung im Inneren der Maschine.

Der Flug 1133 von Madrid nach Buenos Aires in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag entwickelte sich für Passagiere und Crew-Mitglieder zu einem wahren Albtraum. Das Flugzeug habe sich nach Angaben der Fluggesellschaft Aerolíneas Argentinas gerade vor Brasilien befunden, als heftige Turbulenzen die Maschine erfassten. Zwölf Menschen sind dabei verletzt worden, drei von ihnen mussten nach der Landung im Krankenhaus behandelt werden.

Wie "El País" schreibt, hätten die meisten Passagiere geschlafen, als das Flugzeug in die Turbulenzen geriet. Diejenigen, die nicht angeschnallt waren, seien an die Decke geschleudert worden. Eine Frau berichtete der spanischen Zeitung, sie habe sich dabei die Nasenscheidewand gebrochen. Die Airline gab an, die 297 Passagiere mittels Durchsage und Leuchtsymbole aufgerufen zu haben, den Sicherheitsgurt anzulegen. Dies hätten mehrere Fluggäste jedoch bestritten.

Zwölf Verletzte nach Turbulenzen bei Atlantik-Flug

Unter den Passagieren waren laut "Augsburger Allgemeine" mehrere Ärzte, die die Verletzten noch im Flugzeug versorgen konnten. Die argentinische Zeitung "La Nacíon" veröffentlichte Fotos der Betroffenen mit Verbänden an Kopf und Nase. Neun Personen hätten laut "El País" leichte Prellungen erlitten, drei weitere seien zur Behandlung in eine Klinik gebracht worden.

"Aufgrund der Kollision der Köpfe der Passagiere mit der Decke" sei das Flugzeug von Innen beschädigt worden, teilte die Airline mit. Bilder, die die Fluggäste in den sozialen Netzwerken geteilt haben, zeugen von der Verwüstung: umgefallene Koffer, Tabletts und Getränkereste lagen auf dem Boden des Flugzeugs verstreut. Handgepäckstücke seien aus den Fächern gefallen.

Turbulenzen entstehen, wenn zwei Luftmassen unterschiedlicher Temperatur oder unterschiedlicher Geschwindigkeit aufeinanderprallen. Die Sicherheit des Flugzeugs sei aber zu keiner Zeit gefährdet gewesen, betonte Aerolíneas Argentinas.

Genau vier Jahre zuvor, am 19. Oktober 2018, hatte sich ein ähnlicher Zwischenfall in einer Maschine der argentinischen Airline ereignet, bei dem 15 Menschen verletzt wurden. Wie "El País" berichtet, habe die Crew den Passagieren damals den Snack serviert, der anschließend in der Kabine verstreut landete.

Quellen: "Augsburger Allgemeine", "El País", "La Nacíon"

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