In den USA ist ein Mann wegen der Tötung von vier Obdachlosen zu mindestens 40 Jahren Haft verurteilt worden. Der 31-Jährige habe seine Opfer im Schlaf angegriffen, erklärte am Donnerstag Staatsanwalt Alvin Bragg in New York. „Er zeigte eine erschreckende Missachtung des Lebens seiner Opfer, die völlig schutzlos waren und unfähig, sich selbst zu verteidigen.“ Der Täter war ebenfalls obdachlos.
Die Taten wurden im Oktober 2019 im New Yorker Stadtteil Manhattan mit einer sieben Kilogramm schweren Eisenstange begangen. Ein fünftes Opfer wurde schwer verletzt. Staatsanwalt Bragg forderte nach dem Urteilsspruch einen besseren Schutz von auf der Straße lebenden Menschen. „Obdachlose verdienen das gleiche Maß an Sicherheit wie jeder andere auch."
New York: Geschworene verurteilen Obdachlosen
Die Verteidigung hatte in dem Prozess auf Unzurechnungsfähigkeit plädiert und unter anderem auf die lange Drogenabhängigkeit des aus der Dominikanischen Republik stammenden Angeklagten verwiesen. Dem folgten die Geschworenen nicht. Sie kamen vielmehr zu dem Urteil, dass der Mann die anderen Obdachlosen bewusst angegriffen habe.
Laut dem am Donnerstag verkündeten Strafmaß muss der Verurteilte auf jeden Fall 40 Jahre ins Gefängnis. Danach kann er einen Antrag auf Entlassung stellen, der aber nicht zwangsläufig gewährt werden muss. Sollte dem Antrag nicht stattgegeben werden, könnte der 31-Jährige lebenslang hinter Gittern bleiben.