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Verwirrung um Lottogewinn: Der doppelte Jackpot

In Deutschland ist das Lottospielen im Internet seit Anfang 2008 verboten. Dennoch teilte der in Großbritannien registrierte Lotto-Vermittler Tipp24.com mit, einer seiner Kunden habe die 31,7 Millionen Euro aus dem deutschen Jackpot gewonnen. Doch auch dem Gewinner aus Bayern steht die volle Summe zu. Nun wird das Geld wohl zweimal ausgezahlt.

Nach dem Jubel kommen die Fragezeichen: Der in Großbritannien registrierte Lotto-Vermittler Tipp 24.com hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass einer seiner Kunden die Summe von 31,7 Millionen Euro gewonnen hat. Tipp24.com arbeitet mit den gleichen Gewinnzahlen und den gleichen Quoten wie der staatliche Deutsche Lottoblock. Angaben zur Nationalität und weitere in solchen Fällen übliche Andeutungen zum Gewinner verweigert das Unternehmen. Eine unabhängige Überprüfung des Gewinns ist damit nicht möglich. Am Mittwoch hatte ein Tipper aus Bayern auch den Jackpot der staatlichen Anbieter in identischer Höhe geknackt.

Die rechtliche Situation ist völlig undurchsichtig. Lottospielen im Internet ist gemäß des Anfang 2008 in Kraft getretenen Glücksspiel-Staatsvertrags in Deutschland verboten. Die staatlichen Lottogesellschaften der Bundesländer haben daraufhin ihre Internetangebote gestrichen. "Der Gewinner von Tipp 24 kann gemäß deren Teilnahmebedingungen gar nicht aus Deutschland kommen", sagt der Sprecher des Deutschen Lottoblocks, Klaus Sattler.

Tipp 24 zielt auf deutsche Lottospieler

Dennoch zielt der Online-Auftritt von Tipp 24 auf das Deutsche Publikum. In deutscher Sprache werden neben Lotto auch die deutschen Klassenlotterien NKL und SKL beworben sowie die ARD-Fernsehlotterie. Unter Juristen ist der Umgang mit Angeboten von Glücksspielanbietern, die unter ausländischer Glücksspielaufsicht stehen, höchst umstritten. Einige private Anbieter klagen gegen den Staatsvertrag am Europäischen Gerichtshof.

Bei dem Gewinner handele sich um einen 33-Jährigen, der per SMS und E-Mail über seinen Gewinn informiert worden sei. Nähere Angaben, etwa aus welchem Land der Gewinner kommt, sind von Tipp24.com nicht zu erhalten. "Uns sind die Anonymität unseres Gewinners und der Datenschutz sehr wichtig", schreibt die Sprecherin des britischen Unternehmens auf dpa-Anfrage in einer E-Mail.

Den Angaben zufolge ist die Gewinnsumme dem Kundenkonto des unbekannten Glückspilzes bereits gutgeschrieben. Nach einer Identitätsprüfung könne der Millionenbetrag auf jedes Konto des Kunden gutgeschrieben werden, schreibt die Sprecherin. Unklar ist bisher, ob einer Überweisung nach Deutschland rechtliche Hindernisse im Weg stünden.

Lotto-Vermittler gibt Gewinnwarnung aus

Zweifel daran, dass der im S-Dax der Frankfurter Börse notierte Lottovermittler überhaupt zahlungskräftig genug ist, um den Gewinn auszuschütten, räumt sie aus dem Weg: "Grundsätzlich werden die Gewinne aus den Spieleinsätzen generiert. Zusätzlich ist die Veranstalterin MyLotto24, eine Tochter der Tipp24 AG, mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet und hat entsprechende Sicherungsmechanismen aufgebaut, so dass auch die Zahlung sehr hoher Jackpotsummen verlässlich garantiert werden kann."

Die Gesellschaft gab am Donnerstag eine Gewinnwarnung aus. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) werde sich vermutlich im Vergleich zu einer vorigen Prognose um zehn Millionen Euro auf 30 Millionen verringern. Der Börsenkurs der Tipp24 AG brach am Donnerstag um mehr als 7 Prozent ein.

Tipp24.com war bis 2008 als einer von mehreren Lottovermittlern im Internet tätig. Der Glücksspiel-Staatsvertrag entzog dem damals in Hamburg ansässigen Unternehmen die Geschäftsgrundlage in Deutschland. Unter britischer Lizenz bietet das Unternehmen keine eigenen Glücksspiele an, sondern vermittelt die Teilnahme an Glücksspielen europäischer Lotterien.

DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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