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Video Abstimmungen in Ostukraine vor Abschluss

STORY: Am Dienstag gehen in vier russisch besetzten Gebieten in der Ukraine die Abstimmungen zu Ende, die von der Regierung in Kiew und dem Westen als "Schein-Referenden" bezeichnet werden. Ähnlich wie im Fall der 2014 annektierten ukrainischen Halbinsel Krim würde das Vorgehen Moskaus völkerrechtlich nicht anerkannt. Vielfach kam es zu Berichten, wonach eine geheime und freie Stimmabgabe in den Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja nicht möglich war. Zu sehen waren etwa Urnen, die durchsichtig und einsehbar waren, Menschen wurden teils mit Gewalt zur Abgabe ihrer Stimme gezwungen. Viele Ukrainer, die in den besetzten Gebieten leben, hatten zudem bereits zuvor die Flucht ergriffen, sofern ihnen dies möglich war. Das britische Verteidigungsministerium verwies darauf, dass Putin am Freitag eine Rede vor beiden Kammern des Moskauer Parlaments angesetzt habe. Dann könne er formell die Aufnahme der besetzten ukrainischen Gebiete in die Russische Föderation bekanntgeben. Keine der vier Regionen ist allerdings unter vollständiger Kontrolle der russischen Streitkräfte, was die Lage noch weiter verkomplizieren könnte. Die Regierung in Moskau hat unterdessen erneut mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Ex-Präsident Dmitri Medwedew schrieb am Dienstag auf dem Kurznachrichtendienst Telegram, sein Land habe das Recht, sich im Zweifel mit Atomwaffen zu verteidigen. Er glaube, dass sich die Nato auch in dem Fall nicht direkt in den Konflikt einmischen werde. Russland habe das Recht, Atomwaffen einzusetzen, wenn es nötig sei. Und das sei "sicher kein Bluff", schrieb Medwedew.
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Das britische Verteidigungsministerium verwies darauf, dass der russische Präsident Putin am Freitag eine Rede vor beiden Kammern des Moskauer Parlaments angesetzt habe. Dann könne er formell die Aufnahme der besetzten ukrainischen Gebiete in die Russische Föderation bekanntgeben.

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