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Video Bündnis gegen China? US-Vize Harris umgarnt Manila

STORY: Drei Tage weilt US-Vize-Präsidentin Kamala Harris auf den Philippinen - und es ist kein unumstrittener Besuch. Denn Teile der philippinischen Bevölkerung befürchten, die Inselrepublik könnte zwischen die militärisch konkurrierenden Riesen USA und China geraten. In der Hauptstadt Manila gingen am Montag Menschen auf die Straße, um der Vizepräsidentin genau das klarzumachen. Es kam zu Konfrontationen mit der Polizei. Harris Ziel ist die Verbesserungen der Beziehungen zwischen Manila und Washington - in der Hoffnung auf die Unterstützung der Philippinen gegen China. Der Einfluss Pekings soll zurückgedrängt werden. Denn die die US-Partner in Südostasien sind besorgt - auch angesichts der Lage Taiwans, das sich Chinas Machthunger ausgesetzt sieht. Washington investiert Millionen in die Modernisierung des philippinischen Militärs, könnte Manila aber bisher kein Versprechen der Bündnistreue abringen. Noch haben sich die Philippinen nicht verpflichtet, bei einem Konflikt um Taiwan ein Eingreifen der USA zu unterstützen. Harris war am Samstag beim APEC-Gipfel in Thailand auf den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping getroffen, mit einer deutlichen Botschaft: die USA suchten keineswegs die Konfrontation mit China, so Harris. Am Montag nun folgten Gespräche mit dem philippinischen Präsidenten Marcos. Auch er hatte kürzlich mit Xi gesprochen. Als symbolträchtig dürfte ein für Dienstag geplanter Ausflug der Vizepräsidentin ins Südchinesische Meer gelten. Dort wird sie sich mit Angehörigen der philippinischen Küstenwache treffen, in der Provinz Palawan. Auch hier erhebt China Ansprüche auf zahlreiche Inseln und Seegebiete.
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Die Philippinen, einst von den USA besetzt, liegen strategisch wichtig am Randes des südchinesischen Meers. Washington will die Beziehung zu Manila stärken, um den Einfluss Pekings in der Region zurückzudrängen - auch mit Blick auf Taiwan. Doch bisher hat sich Präsident Marcos nicht zu einem Bündnis gegen China hinreißen lassen.

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