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Video Scholz sieht Fortschrittsgedanken als Gemeinsamkeit mit Grünen und FDP

Zum ersten Mal seit 2002 hat die SPD wieder eine Bundestagswahl gewonnen. Wenngleich sie sich mit 25,7 Prozent nun Sondierungsgesprächen stellen muss. Den sichtlich gutgelaunten Kanzlerkandidaten Olaf Scholz hat das allerdings nicht um den Schlaf gebracht. Auf Nachfrage sagte er am Vormittag nach der Wahl: "Auch das wäre für mich ein guter Grundsatz. Ansonsten habe ich gut geschlafen. Und ich bin aufgewacht, hab nochmal geguckt, ob irgendetwas passiert ist, was ich beim Einschlafen nicht zur Kenntnis nehmen konnte und hab mich dann nochmal gefreut." Gespräche für die - zumindest rechnerisch mögliche - Ampel-Koalition mit Grünen und FDP haben noch nicht begonnen, doch schon jetzt betont Scholz Anknüpfungspunkte zwischen den Parteien. "Wenn also drei Parteien, die den Fortschritt am Beginn der 20er-Jahre im Blick haben, sich zusammentun, dann kann das was Gutes werden, selbst wenn sie unterschiedliche Ausgangslagen haben." Bisher unterstreicht vor allem die FDP ihre größere inhaltliche Nähe zur Union, die ebenfalls den Auftrag zur Regierungsbildung für sich beansprucht. Bei der Pressekonferenz in Berlin erinnerte Scholz die FDP daran, dass ihre letzte Koalition mit der Union nicht gut endete. Nach dem schwarzgelben Regierungsbündnis von 2009 bis 2013 schieden die Liberalen für eine Legislaturperiode aus dem Bundestag aus. Es sollte nicht zu lang sondiert und schnell zu Koalitionsverhandlungen übergegangen werden, sagte Scholz, ließ jedoch zunächst offen wann und in welchem Format mit FDP und Grünen Gespräche geführt werden sollen. Keinen Zweifel ließ Scholz allerdings daran, wie er das Wahlergebnis auslegt: "Alle Parteien, die hier Erfolge bei der Wahl hatten, sind Parteien, die schon miteinander regiert haben in der Geschichte, die es gegenwärtig tun in einzelnen Bundesländern. Und klar ist auch, dass niemand an dem Votum der Wählerinnen und Wähler ohne Schaden vorbeigehen kann. Und das ist schon sehr deutlich, dass viele sich wünschen, dass wir diese nächste Regierung bilden."
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SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz lässt die Frage nach Format und Zeitpunkt für Sondierungen offen, sieht jedoch mögliche Anknüpfungspunkte für eine Ampel-Koalition.

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