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Video Stimmungstest für Putin - Russen wählen neues Parlament

In Russland hat am Freitag die dreitägige Parlamentswahl begonnen. Als Hauptwahltag gilt der kommende Sonntag. Freitag und Samstag kamen laut Behörden hinzu, um das Risiko einer Coronavirusinfektion zu minimieren. Die Menschen in Kamtschatka durften als erste ihre Stimme abgeben. "Ich hoffe, dass die Wahlen etwas bewirken. Ich habe vorher die Wahlprogramme im Internet studiert, hier vor Ort habe ich mich auch informiert und dann meine Wahl getroffen. Ich weiß aber nicht, was am Ende rauskommen wird." Insgesamt stehen fast 4.000 Kandidaten für die 450 Sitze umfassende Duma zur Wahl. Einer ist nicht dabei. Der wichtigste Oppositionelle des Landes, Alexej Nawalny, sitzt im Gefängnis. Die Opposition wirft den Behörden beispiellosen politischen Druck vor. Nawalnys Bewegung wurde im Sommer als extremistisch eingestuft. Pünktlich zum Start der Wahl am Freitag haben sowohl Google als auch Apple die Nawalny-App aus ihren Stores genommen, wegen angeblicher Einmischung in heimische Angelegenheiten. Nawalnys Anhänger rufen zum "Smart Voting" auf. Demnach sollen je nach Wahlkreis die Kandidaten unterstützt werden, die die besten Chancen haben, die regierende Partei zu schlagen. Viele setzen dabei auf die Kommunisten. Erwartet wird allerdings ein klarer Sieg von Wladimir Putins "Einiges Russland", auch wenn mit einer geschrumpften Mehrheit. In einigen Regionen können die Wahlberechtigten erstmals auch online ihre Stimme abgeben. Experten fürchten, dass sowohl die elektronische Abstimmung als auch die dreitägige Wahldauer zu Manipulationen einladen könnten.
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In Russland steht Präsident Wladimir Putin vor einem wichtigen Stimmungstest. Die Bürger sind aufgerufen ein neues Parlament zu wählen.

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