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Vorübergehend ohne Strom: Hannover sieht schwarz

Wie Sie sehen: Sie sehen nichts! So erging es in der vergangenen Nacht auch vielen Hannoveranern. Ein Stromausfall tauchte die Stadt für etwa 40 Minuten ins Dunkle.

Ein Stromausfall hat am Mittwochabend das gesamte Stadtgebiet von Hannover in Dunkelheit gehüllt. 350 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten seien im Einsatz gewesen, teilte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstagmorgen mit. "Im Zusammenhang mit einem Stromausfall haben wir einen Einsatz in dieser Größenordnung noch nicht gehabt."

Kritisch sei der Stromausfall besonders für Alten- und Pflegeheime gewesen. Dort waren Senioren auf Beatmungsgeräte angewiesen, die dann nur noch mit Akkubetrieb liefen. Die Feuerwehr sei aber überall rechtzeitig hingekommen, versicherte der Sprecher. Es sei niemand verletzt worden. Während des Blackouts wurde ein Brand in der Medizinischen Hochschule Hannover gemeldet, den die Feuerwehr aber schnell im Griff hatte.

Auch am Flughafen Hannover fiel der Strom aus. Hier seien aber sofort Notstromaggregate angesprungen. Alle Starts und Landungen seien planmäßig verlaufen, teilte ein Flughafensprecher mit.

Kurz nach Mitternacht alle wieder am Netz

Auslöser des Blackouts war nach Angaben der Enercity Stadtwerke der Ausfall einer Schalteranlage in einer Verbindungsstation zu einem Hochspannungsnetz. Das habe zu einem massiven Spannungseinbruch geführt. Warum die Schalteranlage ausfiel, war unklar. Nach der Panne seien alternative Netzkupplungen rund um Hannover aktiviert worden, erklärte Enercity. Da deren Kapazitäten nicht so groß seien wie die der ausgefallenen Netzkupplung seien nach etwa 40 Minuten nur etwa 70 Prozent der Stadt wieder mit Strom versorgt worden.

Die Feuerwehr meldete, dass alle Stadtgebiete erst eine Viertelstunde nach Mitternacht wieder am Netz waren. Auch Teile der benachbarten Stadt Langenhagen sowie die Fernwärmeversorgung seien betroffen gewesen, so der Feuerwehrsprecher.

mad/DPA/AFP / DPA