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"Costa Concordia": Bergung verzögert sich leicht

Stürme und Unwetter erschweren die Bergung der "Costa Concordia". Die Aufrichtung des havarierten Kreuzfahrtschiffes soll deshalb mit leichter Verspätung beginnen.

Die geplante Aufrichtung des havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" vor der Insel Giglio an Italiens Westküste ist am Montagmorgen um zwei Stunden verschoben worden. Zivilschutz-Chef Franco Gabrielli verwies vor Journalisten zur Begründung darauf, dass es in der Gegend in der Nacht starke Gewitter gegeben habe. Der komplizierte Einsatz sollte nach den ursprünglichen Planungen um 6.00 Uhr morgens beginnen.

Die "Costa Concordia" liegt seit dem Januar 2012 auf die Seite gekippt im Mittelmeer. Geplant ist, das Wrack mit Hilfe von Stahlseilen und Flaschenzügen in die Vertikale zu bringen. Der Vorgang wird überaus langsam durchgeführt werden. Anschließend muss das Schiff stabilisiert werden. Umweltschützer befürchten, dass während des Aufrichtens Schadstoffe aus dem Inneren des Schiffes ins Meer gelangen können. Die "Costa Concordia" war am 13. Januar 2012 mit 4229 Menschen an Bord gekentert. Bei dem Unglück starben 32 Menschen, darunter zwölf Deutsche.

Während des Einsatzes zur Bergung der "Costa Concordia" ist im weiten Umfeld kein Schiffsverkehr zugelassen. Eine letzte Fähre verließ Giglio am Morgen gegen 06.05 Uhr.

Die Aufrichtung ist die Voraussetzung dafür, dass die "Costa Concordia" in einen Hafen abgeschleppt werden kann. Die Maßnahme war ursprünglich für September 2012 geplant gewesen und wurde bereits mehrmals verschoben. Wenn das Aufrichten gelingt, kann es noch einmal Wochen oder sogar Monate dauern, bis das Wrack abgeschleppt werden kann. Die Kosten für die Bergungsarbeiten - mehr als 750 Millionen Euro - werden allein von der Reederei Costa Crociere getragen.

ono/AFP/DPA / DPA