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Geisterschiff vor Italien: Was geschieht mit den Flüchtlingen der "Ezadeen"?

Schleuserbanden schicken Schiffe per Autopilot auf See. Die Flüchtlinge des führerlosen Frachters "Ezadeen" konnten gerettet werden und kommen in Aufnahmezentren unter. Die EU wird scharf kritisiert.

Die rund 360 Flüchtlinge der "Ezadeen" werden nun in Aufnahmezentren aufgeteilt

Die rund 360 Flüchtlinge der "Ezadeen" werden nun in Aufnahmezentren aufgeteilt

Hunderte unter Kälte und Hunger leidende Flüchtlinge des führerlos auf dem Mittelmeer treibenden Frachters "Ezadeen" sind von italienischen Einsatzkräften in Sicherheit gebracht worden. Die offenbar überwiegend aus dem Bürgerkriegsland Syrien stammenden Flüchtlinge wurden auf verschiedene Aufnahmezentren in der süditalienischen Region Kalabrien verteilt, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Die Zahl der Flüchtlinge stuften die Behörden unterdessen von rund 450 auf etwa 360 herab.

"Wir sind allein, helfen Sie uns!"

Der eigentlich für Viehtransporte genutzte Frachter erreichte am späten Freitagabend den Hafen von Corigliano Calabro. Vorausgegangen war eine dramatische Rettungsaktion: Die Behörden waren am Donnerstagabend auf das rund 50 Jahre alte Schiff aufmerksam geworden, als dieses sich rund 150 Kilometer vor der süditalienischen Küste befand. Der unter der Flagge Sierra Leones fahrende Frachter trieb zu diesem Zeitpunkt ohne Treibstoff und Elektrizität manövrierunfähig auf die süditalienische Küste zu.

"Wir sind allein, hier ist niemand, helfen Sie uns!", rief laut italienischer Marine eine verzweifelte Frau an Bord, der es gelungen war, das Funksystem zu bedienen. Die Küstenwache bat daraufhin zunächst ein sich in der Nähe aufhaltendes isländisches Patrouillenboot um Unterstützung bis zum Eintreffen der italienischen Einsatzkräfte. Diesen gelang es schließlich am Freitag, das Schiff unter Kontrolle zu bringen.

Neue Strategie der Schleuserbanden

Offiziell war die "Ezadeen" auf dem Weg ins südfranzösische Sète. Nach Angaben des Internetdienstes marinetraffic.com legte das Schiff im syrischen Tartus ab und machte einen Zwischenstopp im nordzyprischen Famagusta. An Bord befanden sich 232 Männer, 54 Frauen und 74 Kinder. In der Dunkelheit waren die Einsatzkräfte zunächst von rund 450 Menschen an Bord ausgegangen. "Die Flüchtlinge waren sichtlich verstört, aber insgesamt in guter gesundheitlicher Verfassung", teilte die EU-Grenzschutzagentur Frontex am Freitag mit.

Erst zwei Tage zuvor hatte die italienische Küstenwache einen anderen führerlos im Mittelmeer treibenden Frachter vor einer Katastrophe bewahrt - an Bord der "Blue Sky M" befanden sich fast 800 syrische Flüchtlinge. Der Frachter konnte im letzten Moment vor einem Aufprall auf die süditalienische Felsküste bewahrt werden.

Frachtschiffe statt kleine Boote

Menschenschmuggler setzten in jüngster Zeit verstärkt auf große Frachtschiffe statt kleiner Boote, um Migranten nach Europa zu bringen, erklärte die Internationale Organisation für Migration (IOM). Auf diese Weise könnten sie Gewinne maximieren, da sie pro Kopf zwischen 1000 und 2000 Dollar, umgerechnet rund 830 bis 1650 Euro, kassierten. Die EU verurteilte die neue Strategie der Schleuserbanden. Der Kampf gegen Menschenschmuggel werde auch 2015 zu den Prioritäten der EU-Einwanderungspolitik gehören, sagte ein Sprecher am Freitag.

Der Europa-Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Vincent Cochetel, erklärte, die europäischen Regierungen dürften die Situation "nicht länger ignorieren". Die Grünen-Europa-Abgeordnete Barbara Lochbihler warf der EU Versagen vor. Mehr als ein Jahr nach der Lampedusa-Katastrophe im Mittelmeer mit hunderten toten Flüchtlingen hätte die EU längst reagieren können, sagte Lochbihler am Samstag im "Deutschlandfunk". Stattdessen setze die EU auf die Abschottung.

Auf "Norman Atlantic" ebenfalls Flüchtlinge an Bord

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, warf der EU eine Mitverantwortung für die neue Strategie der Schleuserbanden vor. Diesen werde das ganze Mittelmeer überlassen, Europa werde nur in Küstennähe aktiv, kritisierte Wendt im "Handelsblatt"-Online.

Auch im Fall der auf dem Mittelmeer in Brand geratenen Autofähre "Norman Atlantic" gehen die italienischen Behörden von illegalen Einwanderern an Bord aus. Nach Angaben der Ermittler waren fast 500 Menschen und damit deutlich mehr als offiziell angegeben an Bord. Es gelte als "sicher", dass illegale Einwanderer darunter gewesen seien. Es wird nun befürchtet, dass die Leichen der nicht registrierten Passagiere im Wrack entdeckt werden, das sich nunmehr in Brindisi befindet. Die Suche soll sich auf das Autodeck konzentrieren, wo das Feuer ausgebrochen war.

lib/AFP / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(