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Chaos durch "Irma": "Junge Menschen mit Macheten auf der Straße" - Nach dem Hurrikan kommen die Plünderer

Hurrikan "Irma" hat in der Karibik schwere Schäden angerichtet. Auf einigen der verwüsteten Inseln ist das Schlimmste vielleicht aber noch nicht überstanden. Sint Maarten und Saint-Martin melden Plünderungen.

Die niederländische Karibikinsel Sint Maarten wurde von Hurrikan "Irma" schwer verwüstet

Die niederländische Karibikinsel Sint Maarten wurde von Hurrikan "Irma" schwer verwüstet

Nach den Verwüstungen durch Hurrikan "Irma" in der Karibik wird Sint Maarten von Plünderern heimgesucht. Die Lage sei ernst und unübersichtlich, sagte der niederländische Premierminister Mark Rutte am Freitag. Es gebe Berichte, dass Bürger auch bewaffnet auf der Straße seien. Die niederländische Marine nannte die Situation auf Facebook "besorgniserregend". "Marinesoldaten und Militärpolizei unterstützen zurzeit die lokalen Behörden beim Bewahren der öffentlichen Ordnung."

"Ja, ich habe Angst um meine Sicherheit"

Sint Maarten teilt sich mit Saint-Martin (Frankreich) eine Insel. Auch dort soll es Plünderungen geben. Eine Bewohnerin sagte am Donnerstag dem französischen Radiosender France Bleu Limousin, sie sei schockiert und ernüchtert. Es gebe Prügeleien um Fernseher oder Ventilatoren. Sie habe Angst, nach draußen zu gehen, fügte die Frau hinzu. "Ich sehe auf der Straße junge Menschen mit Macheten, die uns böse ansehen. Ja, ich habe Angst um meine Sicherheit." Sie fürchte, dass bald das Wasser und die Lebensmittel - vor allem bei der ärmeren Bevölkerung auf der Insel - knapp würden.

Die französische Regierung kündigte am Donnerstag die Entsendung von zusätzlichen Polizeibeamten nach Saint-Martin an. 

Flugzeug fliegt mitten durch den Hurrikan "Irma"
fin / DPA