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Südkoreas Polizeichef tritt zurück: Frau wird getötet - Polizei hört mit

Schwere Ermittlungspanne in Südkorea: Während eine Frau vergewaltigt und getötet wird, hören Polizeibeamten mit - und suchen stundenlang am falschen Ort. Nach Schlampereien und Vertuschungsversuchen ist nun der Polizeichef zurückgetreten.

Nach einer schweren Polizeipanne im Zusammenhang mit der Vergewaltigung und Ermordung einer Frau ist Südkoreas Polizeichef zurückgetreten. Er übernehme für die "unverzeihliche Nachlässigkeit" der Polizei "die volle Verantwortung", sagte Cho Hyun Oh am Montag. Er bedaure die Fahrlässigkeit der Polizei, die "entsetzliche Folgen" gehabt habe, und die Versuche, dies mit Lügen zu vertuschen.

Eine Frau hatte am Abend des 1. April in der Stadt Suwon die Polizei angerufen, als ein Mann in ihre Wohnung eindrang. Die 28-Jährige konnte der Polizei am Telefon noch genaue Angaben zu ihrer Adresse machen, bis der Mann in ihr Zimmer eindrang, sie vergewaltigte und anschließend tötete. Weil sie den Telefonhörer nicht auflegte, waren noch fünf Minuten lang zu hören, wie die Frau vor Schmerzen schrie und um ihr Leben bettelte.

Kommunikationsprobleme zwischen der Notrufzentrale und den Polizeibeamten führten aber dazu, dass die Polizei stundenlang an einem falschen Ort nach der Frau suchte. Nachdem der Fall für öffentliche Empörung gesorgt hatte, gab die Polizei zudem eine zu hohe Zahl an Polizisten an, die angeblich bei der Suche nach der Frau losgeschickt worden waren. Der Mörder wurde am Morgen nach der Tat festgenommen, als er die in seiner Wohnung zerstückelte Leiche seines Opfers in Müllsäcke verteilte.

iml/AFP / AFP