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Anis Amri: Attentäter von Berlin schoss in Italien mit derselben Waffe

Anis Amri, der mutmaßliche Attentäter von Berlin, starb in Italien nach einem Schusswechsel mit der Polizei. Die Ballistik zeigt, dass er dieselbe Waffe wohl auch für die Ermordung des Lkw-Fahrers nutzte. Verbindungen zu anderen Straftaten sind noch unklar.

Anis Amri wird verdächtigt, am 19. Dezember mit diesem Lkw auf einen Berliner Weihnachtsmarkt gefahren zu sein

Anis Amri wird verdächtigt, am 19. Dezember mit diesem Lkw auf einen Berliner Weihnachtsmarkt gefahren zu sein

Ein weiteres Beweisstück stärkt den Verdacht gegen den mutmaßlichen Berlin-Attentäter: Die Waffe, die Anis Amri bei der Schießerei mit Polizisten in Italien nutzte, wurde auch verwendet, um wenige Tage zuvor den polnischen Lkw-Fahrer zu töten. Wie die italienische Polizei am Mittwoch mitteilte, ergaben ballistische Untersuchungen, dass der Lkw-Fahrer durch die Waffe starb, mit der Amri später bei Mailand das Feuer auf Polizisten eröffnete.

Anis Amri wurde in Italien erschossen

In Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden werde nun geprüft, ob die Waffe bei anderen Straftaten in Italien oder anderswo ebenfalls eingesetzt worden sei, erklärten die Beamten. Am 19. Dezember war mit einem Lastwagen ein Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt verübt worden, bei dem zwölf Menschen getötet wurden. Der mutmaßliche Täter Amri soll zuvor den Fahrer des Lkw erschossen haben.

Der Tunesier wurde schließlich nach mehrtägiger Flucht über die Niederlande und Frankreich bei einer Polizeikontrolle in einem Vorort der norditalienischen Metropole Mailand erschossen, nachdem er selbst das Feuer eröffnet hatte. Zu dem Berliner Anschlag bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Ein IS-Bekennervideo stufte die Bundesanwaltschaft als echt ein.

fri / AFP
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