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Antonow-Transportmaschine: Russisches Militärflugzeug abgestürzt - zwölf Tote

Beim Absturz eines Militärflugzeugs in Zentralrussland sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Die riesige Transportmaschine vom Typ Antonow An-22 ist in der Region Tula südlich von Moskau am Boden zerschellt.

Beim Absturz einer Transportmaschine der russischen Armee sind nach Behördenangaben alle zwölf Insassen ums Leben gekommen. Die Antonow AN-22 sei bei einem nächtlichen Übungsflug mit zwölf Piloten an Bord in der Region Tula südlich von Moskau abgestürzt, sagte eine Sprecherin der Moskauer Militärstaatsanwaltschaft am Mittwoch. Die Gründe für das Unglück waren zunächst unklar.

Nach Angaben der Sprecherin war die Antonow auf dem Weg von Woronedsch nach Twer, als sie von den Radarschirmen verschwand und der Funkkontakt abbrach. Am frühen Morgen wurden ihre Trümmer in einem Feld in vier Kilometern Entfernung des Dorfs Trozkoje gefunden. Beim Aufprall habe die Maschine einen fünf Meter tiefen Krater in den Boden gerissen.

Die Absturzursache war zunächst unbekannt. Schneestürme behinderten die Arbeit der Ermittler, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums im Fernsehen. Jedoch wurden inzwischen die Flugschreiber gefunden. Die Staatsanwaltschaft eröffnete vorsorglich ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen die Flugvorschriften. Dorfbewohner berichteten, sie hätten eine Explosion gehört.

In Russland verunglücken relativ oft Militärflugzeuge. Im September war ein Jagdflieger vom Typ Su-27 bei einem Übungsflug abgestürzt. Die beiden Piloten konnten sich aber rechtzeitig mit ihren Schleudersitzen retten, so dass niemand zu Schaden kam.

zen/AFP / AFP
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?