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Im Nordwesten Australiens: Umgeben von Krokodilen - Zwei Männer und ein Hund harren tagelang auf Autodach aus

So haben sich zwei Australier ihren Angeltrip sicher nicht vorgestellt. Als ihr Fahrzeug in einer Küstenregion stecken blieb, mussten sie vor Krokodilen aufs Dach des Wagens flüchten und dort tagelang auf Rettung warten.

Eigentlich wollten zwei Männer in Australien nur ein bisschen fischen gehen. Doch aus dem Angeltrip wurde ein tagelanger Kampf ums Überleben. Die beiden Männer, 19 und 37 Jahre alt, blieben mit ihrem Allrad-Fahrzeug in einem von Ebbe und Flut heimgesuchten Areal im Nordwesten Australiens stecken, wie unter anderem ABC und BBC berichten.

Zusammen mit ihrem Hund flüchteten sie auf das Dach des Fahrzeugs, als die Flut einsetzte. Allerdings war es weniger das Wasser, das ihnen Angst machte. Die sumpfigen Küstenregionen Nordwestaustraliens sind der bevorzugte Lebensraum der riesigen Salzwasserkrokodile, von den Einheimischen liebevoll "Salties" genannt. Medienberichten zufolge kreisten mehrere der gefräßigen Reptilien um die kleine Blechinsel. Eines soll demnach sogar versucht haben, den Hund zu attackieren. 


Australien: Trio wartet tagelang auf Rettung

Die Kimberley-Region, in der sich der Vorfall ereignete, ist in weiten Teilen nahezu unbesiedelt, weshalb das Trio tagelang auf seine Rettung warten musste. "Sie blieben auf dem Dach des Wagens und überstanden so sechs Gezeiten, die das mehrmals fluteten", wird ein örtlicher Polizist von ABC zitiert. Fünf Tage harrten sie so aus. 

Die teilten sich demnach ihre Vorräte ein und schützten sich tagsüber mit Decken vor der brennenden Sonne. In ihrer Verzweiflung führten sie sogar eine Art Videotagebuch auf einem Smartphone, für den Fall, dass sie nicht mehr lebend gefunden werden würden. Auf einem der Videos, die von lokalen TV-Sendern gezeigt werden, sagt einer der beiden: "Wir waren vergangene Nacht umgeben von Krokodilen, eines hat versucht, unseren Hund anzugreifen."

Bekanntes Problem in Kimberley

Als Familienangehörige die beiden Männer am Dienstag vermisst meldeten, wurde eine Suchaktion eingeleitet, an dessen Ende sie noch am selben Tag gefunden wurden. "Sie waren übermüdet, dehydriert und hatten zu viel Sonne abbekommen", wird ein an der Suche beteiligter Polizist von der BBC zitiert. "Aber natürlich waren sie sehr froh, uns zu sehen."

Den Berichten zufolge werden in dieser Region Australiens immer wieder Einheimische und Touristen von den Gezeiten überrascht. Die zuständige Polizei-Direktion veröffentlichte bereits Ende September ein Foto von einem gestrandeten Fahrzeug mit der Warnung, dass keine Versicherung für so einen selbstverursachten Schaden bezahlen werde.

 

fin