Bahnunfall ICE prallt mit Kühen zusammen


Erneuter Zusammenstoß eines ICE mit Tieren: Auf der Fahrt von Rostock nach München ist ein Zug in zwei auf den Gleisen stehende Kühe gefahren. Für die 400 Fahrgäste an Bord ging der Unfall glimpflich aus, weil der ICE nach einer Vorwarnung sein Tempo gedrosselt hatte.

Ein ICE ist am Donnerstag in Brandenburg in der Nähe von Ludwigsfelde mit zwei Kühen zusammengeprallt. Die rund 400 Fahrgäste an Bord kamen mit dem Schrecken davon, wie die Bahn mitteilte. Die beiden Kühe wurden durch den Aufprall getötet.

Der ICE befand sich nach Angaben der Bahn auf dem Weg von Rostock nach München. Bei dem Zusammenstoß wurde er leicht beschädigt, so dass die Fahrt in Leipzig vorzeitig endete. Die Reisenden mussten auf andere Züge ausweichen und Verspätungen in Kauf nehmen. Der gesamte Streckenabschnitt war noch nach dem Unfall längere Zeit gesperrt.

In den vergangenen Monaten war es bei der Bahn mehrfach zu Zwischenfällen mit Tieren auf den Schienen gekommen. Ende April war ein ICE in einem Tunnel bei Fulda in eine Schafherde gerast und entgleist. Von den 170 Fahrgästen erlitten 19 Verletzungen. Im September fuhr ein Regionalzug im hessischen Odenwald in eine Schafherde. Dabei starben sieben Tiere. Menschen wurden nicht verletzt.

Lokführer hatte gewarnt

Warum die Kühe am Donnerstag auf den Gleisen standen, war zunächst unklar. "Bereits zwei Stunden zuvor hatte ein Lokführer gemeldet, dass sich Personen und Tiere auf der Strecke befänden", sagte ein Bahnsprecher. Daraufhin sei der Streckenabschnitt gesperrt worden. Da man weder Menschen noch Tiere gesehen habe, sei die Strecke wieder geöffnet worden. Die Züge seien aber langsamer gefahren. Man ermittle nun, wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte.

AP/DPA AP DPA

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