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Flammentod in Nevada: Mann rennt bei "Burning Man"-Festival absichtlich direkt ins Feuer

Dramatischer Zwischenfall beim "Burning Man" in Nevada: Vor den Augen entsetzter Festival-Teilnehmer hat ein 41-Jähriger die Absperrungen um das traditionelle Riesenfeuer durchbrochen und sich in die Flammen gestürzt.

Höhepunkt des "Burning Man"-Festivals: Wie hier im Jahr 2013 wird eine gewaltige Holzskulptur verbrannt

Höhepunkt des "Burning Man"-Festivals: In einer traditionellen Zeremonie wird, wie hier im Jahr 2013, eine gewaltige Holzskulptur verbrannt

Der alljährliche "Burning Man" in der Wüste Nevadas ist eigentlich eine fröhliche Party voller skurriler Wesen, bunter Gebäude und leuchtender Kunstwerke. Am vergangenen Wochenende wurde das Festival für viele Teilnehmer aber zum Albtraum. Vor den entsetzen Augen der Feiernden rannte ein Mann am Samstagabend in das turmhohe Feuer und starb, wie US-Medien berichten. Das neuntägige Kunst-, Party- und Musikfestival in der Black-Rock-Wüste rund 160 Kilometer nördlich von Reno gipfelt jedes Jahr in der traditionellen Verbrennung einer riesigen Holzfigur, dem "Man", am Samstag und eines hölzernen Tempels, dem "Temple" am Sonntag.

Herabstürzende Teile bremsten Rettungskräfte

Der 41 Jahre alte Aaron Joel M. habe zwei Reihen aus Wachleuten, die das Gelände, auf dem der "Man" brannte, sichern sollten, durchbrochen, und sei direkt in die Flammen gelaufen, meldet CNN unter Berufung auf den zuständigen Sheriff von Pershing County. Feuerwehrleute hätten versucht, ihn herauszuziehen, aber herabstürzende Teile der brennenden Holzskulptur hätten sie daran gehindert. Die Einsatzkräfte mussten demnach warten, bis die Skulptur zusammenbrach, bevor sie sich wieder in das Feuer wagen und den 41-Jährigen sicher bergen konnten.

Aaron Joel M. sei zunächst in der medizinischen Versorgungsstation vor Ort behandelt und dann in das nächstgelegene Zentrum für Verbrennungsopfer in Sacramento im Nachbarstaat Kalifornien geflogen worden. Dort hätten die Ärzte ihn am Sonntagmorgen für tot erklärt. Warum der Amerikaner, der den Behörden zufolge mit seiner Frau in der Schweiz lebte, in das Feuer rannte, ist noch völlig unklar. Laut CNN stand er nicht unter dem Einfluss von Alkohol. Ob er andere Drogen oder Medikamente konsumiert hatte, werde derzeit noch untersucht.

Die Festival-Organisatoren sagten bis Sonntagnachmittag alle weiteren Zeremonien ab. Die Schlussveranstaltung mit dem Großfeuer "Temple" sollte jedoch wie geplant stattfinden. Mittlerweile nehmen jährlich mehr als 70.000 Besucher am "Burning Man" teil.

mad