VG-Wort Pixel

Australien Teenager erleidet Asthma-Anfall durch Buschfeuer und stirbt

Dichter Rauch steigt von einem Buschfeuer in Australien auf
Dichter Rauch steigt von einem Buschfeuer in Australien auf. In New South Wales starb eine junge Frau an den Folgen eines Asthma-Anfalls.
© Lukas Coch / DPA
In Australien ist eine junge Frau gestorben, nachdem sie einen Asthma-Anfall erlitt. Ausgelöst wurde die Attacke durch den starken Qualm lodernder Buschfeuer. Seit Ausbruch der Feuer sind mindestens 27 Menschen den Flammen zum Opfer gefallen.

Die Buschfeuer in Australien haben mindestens 27 Menschenleben gefordert. Erst am Samstag starb wieder ein Feuerwehrmann im Einsatz. Auch eine 19-Jährige fiel dem Feuer zum Opfer – durch einen schweren Asthma-Anfall. 

Wie die Organisation "Asthma Australia" auf ihrer Facebook-Seite schrieb, verstarb die 19-Jährige bereits im November. Angesichts der immer schlimmer werdenden Lage habe sich die Familie der jungen Frau jetzt dazu entschieden, mit ihrem Tod an die Öffentlichkeit zu gehen. Die Eltern und ihre Schwester würden nicht wollen, dass ihr Tod unbemerkt bliebe.

"Sie möchten das Bewusstsein für die Schwere des Asthmas, die Risiken für Menschen mit Asthma und die Gefahren von Buschfeuerrauch schärfen, damit niemand anderes das durchmachen muss, was sie erleben", heißt es in dem Posting.

Asthma-Anfall durch Rauch der Buschfeuer ausgelöst

Der Asthma-Anfall der jungen Frau, die in der kleinen Gemeinde Glenn Innes in New South Wales aufwuchs, wurde in der Nacht von dem Rauch der Buschfeuer ausgelöst. 

Erst am Samstag vereinten sich drei Buschfeuer an der Grenze der beiden Bundesstaaten New South Wales und Victoria zu einem "Megabrand" mit einer Fläche von 600.000 Hektar. Das entspricht etwa einem Drittel der Größe von Rheinland-Pfalz. In einigen Gebieten hatten die Temperaturen zuvor 44 Grad erreicht. Eine gute Nachricht kam aus der Region um Gospers Mountain nordwestlich von Sydney: Dort wurde ein ähnlich großer Riesenbrand eingedämmt - nach zehn Wochen.

Auch wenn die Flammen vielerorts weiter loderten - immerhin erlaubte das Wetter den erschöpften Helfern eine gewisse Atempause. In Victoria und New South Wales wurde es kühler. Es regnete, und der Wind ließ nach.

Seit Beginn der großen Feuer im Oktober verbrannten in ganz Australien mehr als zehn Millionen Hektar Land, das entspricht ungefähr der Größe von Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Tausende Häuser wurden zerstört. Nach Schätzungen von Experten sollen mindestens eine Milliarde Tiere getötet worden sein.

Quellen:"Asthma Australia", DPA

jek

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker