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Drama im Himalaya: Deutscher Bergsteiger stirbt bei Lawinenabgang in Nepal

Eine Lawine hat auf dem 8163 Meter hohen Manaslu in Nepal mindestens neun Bergsteiger in den Tod gerissen, unter ihnen ist auch ein Deutscher. Weitere Kletterer werden noch vermisst.

Mindestens neun Bergsteiger sind bei einem Lawinenabgang im Himalaya in Nepal ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei starb auch ein deutscher Bergsteiger, als die Lawine zwei Camps in etwa 7000 Meter Höhe auf dem 8163 Meter hohen Mount Manaslu unter sich begrub. Das Auswärtige Amt in Berlin wollte sich zu der Identität des deutschen Opfers nicht äußern. Ein Polizeisprecher in Straubing bestätigte am Sonntag aber, dass es sich "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" um einen 42 Jahre alten Mann aus dem Raum Dingolfing handelt. Der Bruder des Toten sei bereits verständigt worden, hieß es. Bis zu acht Bergsteiger wurden noch vermisst. Mehr als zehn konnten gerettet werden, darunter auch zwei weitere Deutsche.

Nach Angaben des nepalesischen Tourismusministeriums stammt ein weiteres Opfer aus Spanien und eines aus Nepal. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete von einem tödlich verunglückten italienischen Bergsteiger. Die übrigen Toten waren zunächst noch nicht identifiziert. Drei Italiener seien unversehrt geblieben, berichtete Ansa weiter. "Ich habe mindestens 13 Tote gesehen, es können aber noch mehr (unter dem Schnee) sein", wurde einer von ihnen zitiert.

Rettungskräfte bargen zunächst die Leichen von neun Opfern. "Der Manaslu ist wegen seiner steilen Hänge und schwierigen Wetters als Todesberg bekannt", sagte Dipendra Paudel, Mitarbeiter des Tourismusministeriums. Die Lawine auf dem achthöchsten Berg der Welt ging nach offiziellen Angaben ab, als sich die Bergsteiger am Sonntag auf den Aufstieg zum Gipfel vorbereiten. Plötzlicher Sonnenschein nach Tagen mit kaltem Wetter habe die Lawine ausgelöst.

Schlechtes Wetter behindert Rettungsarbeiten

Polizei und Tourismusministerium machten unterschiedliche Angaben zur Zahl der Vermissten. Während die Polizei von vier Vermissten sprach, war im Ministerium von acht Vermissten die Rede. Dabei soll es sich um sechs französische Bergsteiger sowie jeweils einen Kletterer aus Kanada und Italien handeln.

Die Polizei teilte zudem mit, dreizehn Bergsteiger hätten gerettet werden können. Zunächst war von zwölf Geretteten die Rede gewesen. Unter ihnen seien zwei deutsche Kletterer, drei Franzosen und ein Nepalese. Sie wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser in der Hauptstadt Kathmandu gebracht. Die Rettungsaktion sei am Sonntagabend wegen schlechten Wetters abgebrochen worden, sagte Ministeriumsmitarbeiter Paudel. Erst am Montag könnten mehr Informationen bekanntgeben werden, wenn die Rettungsaktion wieder aufgenommen werde.

In Nepal kommt es jedes Jahr während der Klettersaison zu Unfällen. Sie dauert von April bis Mai und nach einer Unterbrechung während der Monsunmonate wieder von September bis Oktober.

cjf/DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?