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Erdbeben in Christchurch: Hobby-Bergsteiger rettete 14 Menschen aus Hochhaus

Sein Hobby hat Leben gerettet: Ein passionierter Bergsteiger hat während des Erdbebens in Christchurch 14 Menschen aus einem 17-stöckigen Hochhaus gerettet.

Dank seiner Fähigkeiten als Bergsteiger hat ein Neuseeländer nach dem Erdbeben am Dienstag 14 Menschen aus einem eingestürzten Bürogebäude gerettet. John Haynes befand sich während des Bebens in der sechsten Etage des 17-stöckigen Forsyth-Barr-Turms in Christchurch, wie der 64-jährige Behördenmitarbeiter der Zeitung "Christchurch Press" vom Samstag sagte. Das Innere des Gebäudes mitsamt dem Treppenhaus sei komplett eingestürzt, es sei nur noch eine Hülle übriggeblieben.

Als Haynes sich nach Möglichkeiten der Flucht umsah, entdeckte er Rettungsausrüstungen mit Seilen und einem Vorschlaghammer. Er überzeugte seine Kollegen davon, dass Abseilen die einzige Möglichkeit sei, aus dem wackeligen Gebäude zu entkommen.

Mit Hilfe des Hammers schlugen die Kollegen ein Fenster kaputt, dann half Haynes den 14 Menschen beim Abseilen in 20 Meter Tiefe bis auf das Dach einer Garage. Von dort aus konnten sich die Kollegen selbst in Sicherheit bringen. Damit niemand abstürzte, wickelte der Hobby-Bergsteiger zur Sicherheit das Ende des Seiles um seinen Körper und setzte sich auf den Fußboden. Während der zweistündigen Rettungsaktion gab es immer wieder Nachbeben. "Es war wie im Krieg, wenn immer wieder Granaten einschlagen und man trotzdem versucht, seinen Job weiterzumachen", sagte Haynes.

Nachdem der 14. Kollege unten war, bereitete Haynes sein eigenes Abseilen vor, doch in der Zwischenzeit waren Rettungskräfte aufmerksam geworden und schickten ihm einen Kran. Als Held wollte sich der 64-Jährige nicht bezeichnen. Er habe es lediglich als "sehr befriedigend" empfunden, dass er sich um die Kollegen kümmern und sie retten konnte. "Ihr Leben war in meinen Händen, das war eine riesige Verantwortung", sagte er. Bei dem Erdbeben der Stärke 6,3 kamen in Christchurch nach jüngsten Angaben mindestens 145 Menschen ums Leben. Rund 200 Menschen wurden am Samstag noch vermisst.

AFP / AFP
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?