VG-Wort Pixel

Höhere Kirchensteuereinnahmen Erzbistum Köln macht 84.660.700 Euro Gewinn – das passiert mit dem Geld

Der Kölner Dom, Kathedrale des Erzbistums Köln
Der Kölner Dom, Kathedrale des Erzbistums Köln
© Fokke Baarssen / Zoonar / Picture Alliance
Der Klingelbeutel ist gut gefüllt: Das Erzbistum Köln hat im vergangenen Jahr einen Millionengewinn erzielt – und schon Pläne, wohin das Geld fließen soll.

Das zu den reichsten Diözesen Deutschlands zählende Erzbistum Köln hat im vergangenen Jahr 84,7 Millionen Euro Gewinn gemacht. Der Überschuss ergebe sich zum Teil aus höheren Erträgen aus der Kirchensteuer, teilt das Bistum am Donnerstag in seinem Finanzbericht mit. Für das Jahr 2020 hatte die Bilanz noch einen Verlust von rund vier Millionen Euro ausgewiesen.

Erzbistum Köln will Rücklagen aufbauen

Während der wirtschaftlich unsicheren Zeiten stelle sich die Erzdiözese so auf, dass sie ihre Einrichtungen in ihrer Arbeit verlässlich unterstützen könne, hieß es weiter. Rund 232 Millionen Euro der Einnahmen flossen den Angaben zufolge als Zuschüsse in die regionale Seelsorge. Schulen und Kindertagesstätten erhielten 110 Millionen Euro Unterstützung, für die Caritas wurden 58 Millionen Euro bereitgestellt.

Der Überschuss solle zu einem Großteil in die Rücklagen fließen. "Es ist unser vorrangiges Ziel, handlungsfähig zu bleiben und die Zuverlässigkeit unserer kirchlichen Angebote zu gewährleisten", erklärte Bistumsökonom Gordon Sobbeck. In Krisenzeiten würden karitative und seelsorgliche Angebote von den Menschen verstärkt gebraucht. Gerade den karitativen Bereich würden die steigenden Energiekosten jedoch schwer belasten.

wue AFP

Mehr zum Thema

Newsticker