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Fähre sinkt vor Sansibar Minister spricht von 43 Toten


Beim Untergang einer Fähre vor der Küste Sansibars sind in der Nacht zum Samstag mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen. Die Rettungsarbeiten dauern an. Hunderte Opfer werden befürchtet.

Beim Untergang einer Fähre vor Sansibar sind mehr als 40 Passagiere gestorben. Man habe 43 Leichen geborgen, sagte Sansibars Minister für Notfälle, Mohammed Aboud, dem britischen Nachrichtensender BBC. 259 Menschen wurden seinen Angaben zufolge gerettet, unter ihnen 60 Kinder.

Die Fähre "MV Spice Islander" war in der Nacht zum Samstag vor der Küste der Urlaubsinsel untergegangen. Nach Angaben des Roten Kreuzes kamen mindestens 20 Menschen ums Leben. 120 von bis zu 800 Menschen an Bord seien bisher gerettet worden, sagte Joseph Kimaryo vom tansanischen Roten Kreuz der Nachrichtenagentur dpa am Vormittag.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat "nach bisherigen Erkenntnissen" keine Hinweise auf deutsche Opfer bei dem Fährunglück. "Die deutsche Botschaft in Daressalam ist mit Hochdruck um Aufklärung bemüht", teilte das Außenministerium mit.

Rot-Kreuz-Mann Kimaryo sagte: "Die Rettungsarbeiten sind immer noch im Gange." Rettungsteams der Regierung und des Roten Kreuzes suchen nach Überlebenden in den Gewässern vor der Küste von Sansibar. Ein Mangel an geeigneter Ausrüstung erschwere allerdings die Rettungsarbeiten, sagte er.

Die Fähre war von Sansibars Hauptinsel Unguja zur Nachbarinsel Pemba unterwegs. Sie hatte Unguja um 21.00 Uhr verlassen. Das Unglück geschah gegen ein Uhr morgens. Ein Überlebender sagte dem arabischen Sender Al Dschasira, die Fähre sei völlig überfüllt gewesen und in einem Gebiet mit starken Strömungen gesunken.

jwi/DPA DPA

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