Fährunglück auf den Philippinen Kapitän verhindert Katastrophe


Bei einem Fährunglück auf den Philippinen konnten mehr als 850 Menschen gerettet werden, weil der Kapitän des Schiffes rechtzeitig reagierte. Trotzdem kamen mindestens fünf Passagiere bei der Panik an Bord ums Leben, viele werden noch vermisst.

Schnelles Handeln eines Fährkapitäns hat auf den Philippinen am Sonntag eine größere Tragödie verhindert: Mehr als 850 Passagiere und Besatzungsmitglieder seines in Seenot geratenen Schiffes sind gerettet worden. Mindestens fünf Menschen kamen allerdings in der Panik an Bord ums Leben, teilte die Küstenwache mit. Das Schicksal von etwa 80 Vermissten war zunächst noch unklar, doch gingen die Behörden davon aus, dass die meisten von kleineren Fischerbooten gerettet wurden. An Bord der "Superferry 9" waren insgesamt fast 1000 Personen.

Die Fähre hatte in den frühen Morgenstunden plötzlich Schlagseite bekommen. Die Passagiere wachten durch lautes Krachen auf, als die Fracht im Laderaum zur Seite rutschte. Der Kapitän befahl den Passagieren sofort, die Schwimmwesten anzulegen und sandte ein Notsignal um Hilfe aus. Die Reederei schickte mehrere Schiffe, die die meisten Passagiere an Bord nahmen, ehe die Fähre etwa vier Stunden später versank. Das Unglück ereignete sich vor der Küste der Provinz Zamboanga del Norte gut 800 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila.

DPA/Reuters DPA Reuters

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