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Familientragödie in Ostfildern: Olympia-Turner tötet seinen Sohn

Jürgen Brümmers Sohn war nach einem Unfall zum Pflegefall geworden. Nun beendete der Olympia-Teilnehmer von 1988 das Leben des 15-Jährigen und tötete anschließend sich selbst.

Jürgen Brümmer nahm 1988 in Seoul für die westdeutsche Mannschaft an den Olympischen Spielen teil

Jürgen Brümmer nahm 1988 in Seoul für die westdeutsche Mannschaft an den Olympischen Spielen teil

Jürgen Brümmer nahm an den Olympischen Spielen 1988 in Seoul teil, wurde neun Mal deutscher Turn-Meister und führte nach der Sportkarriere eine Physiotherapie-Praxis. Doch sein scheinbar erfolgreiches Leben nahm nun eine dramatische Wendung. In der Nacht zu Dienstag beging der 49-Jährige aus Ostfildern bei Stuttgart Suizid. Zuvor soll er laut "Bild"-Zeitung seinen 15 Jahre alten Sohn getötet haben.

Brümmers Sohn Simon hatte 2012 bei einem Unfall lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten und war seither ein Pflegefall. Dem Bericht zufolge konnte der früher ebenfalls sportbegeisterte Junge nicht mehr sprechen und war gelähmt.

Ersten Ermittlungen zufolge wurde er in seinem Bett erstickt. Ob Jürgen Brümmer mit der Tat die Leiden seines Sohnes beenden wollte, ist noch unklar.

Brümmer hinterlässt Frau und Sohn

Ein Autofahrer hatte laut Polizeimeldung um kurz nach drei Uhr nachts ein Pannenfahrzeug auf einer Brücke bei Stuttgart gemeldet. Eine Polizeistreife fand Brümmer anschließend tot unter der Brücke und in dessen Haus die Leiche des Jungen.

Der frühere Kunstturner hinterlässt seine Ehefrau und einen 16 Jahre alten Sohn.

nck
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?