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Felssturz in Bayern: Das Leid der Geretteten

Das Unfassbare geschieht gegen 19.45 Uhr: Ein Felsbrocken kracht auf ein Haus in Stein a.d. Traun. Mutter und Sohn überleben, doch der Schmerz über den Tod von Vater und Tochter wird bleiben.

Sie wissen nicht, ob sie trauern oder ob sie sich freuen sollen. Zwar haben die Helfer nach stundenlangem Graben mit bloßen Händen Mutter und Sohn der vierköpfigen Familie ausdem oberbayerischen Stein a. d. Traun retten können, doch müssen sie Vater und Tochter tot aus den Trümmern des zerstörten Hauses holen. Der Sturz eines gigantischen Felsens auf das rund hundert Jahre alte Wohnhaus, das direkt an die Steinwand gebaut war, hat am Montagabend unsagbares Leid über die Familie gebracht.

"Die beiden Opfer waren vermutlich sofort tot", sagt Polizeisprecher Franz Sommerauer am Dienstag. Die 40 Jahre alte Mutter und ihr 16-jähriger Sohn liegen mit schwersten Verletzungen - Brüchen und Quetschungen - im Traunsteiner Klinikum. Dort müssen sie nicht nur höllische körperliche Qualen ertragen, sondern auch den seelischen Schmerz über den Tod ihrer Liebsten verarbeiten.

"Hier ist nichts mehr so wie gestern"

"Die Familie hat alles verloren, was man sich vorstellen kann", sagt der Bürgermeister von Traunreut, Franz Parzinger. "In Stein an der Traun ist das Leben heute nicht mehr so wie gestern."

Immerhin: Laut Professor Rupert Ketterl, ärztlicher Direktor des Klinikums, werden die beiden wahrscheinlich körperlich wieder ganz gesund.

Das Unfassbare geschieht gegen 19.45 Uhr. Nachbarin Rita Kimmeringer schildert, wie sie vor dem Fernseher saß. "Plötzlich hörte ich ein Geräusch, wie wenn große Steine aneinander gerieben werden. Aber ich dachte mir nichts dabei." Erst als immer mehr Rettungswagen vorfahren, "schaute ich doch auf die Straße und sah eine riesige Staubwolke". Der Braumeister der unmittelbar danebenliegenden Schlossbrauerei hatte die Rettungskräfte alarmiert.

Der abbrechende bewaldete Fels, an den das zweistöckige Haus angebaut war, hat sekundenschnell alle Mauern, das Dach und die Zwischendecke zermalmt. Die Familie, die sich in einem Raum aufhielt, hat keine Chance, sich in Sicherheit zu bringen. Sie wird unter dem Bauschutt - mehr haben die zusammen über tausend Tonnen schweren Brocken nicht übrig gelassen - eingeschlossen.

Felsbrocken so groß wie ein Omnibus

Schon bald nach dem Felssturz sind die ersten Rettungsteams da. Als der Unglücksort von Scheinwerfern taghell ausgeleuchtet ist, sehen sie mehrere riesige Gesteinsbrocken aus den Trümmern ragen. Der Größte hat das Ausmaß eines Omnibusses. Nach Schätzung des Geologen Andreas von Poschinger vom Landesamt für Umwelt wiegt allein einer der bis zu 200.000 Jahre alten kleineren Brocken an die 250 Tonnen.

Mit bloßen Händen graben sich die Helfer zu einem Hohlraum inmitten des Schutthaufens vor, in dem sie die Familie vermuten. Nach zwei Stunden hören sie Klopfgeräusche, später die Stimmen von zwei Menschen, wie Polizeisprecher Sommerauer schildert. Es dauert aber noch einmal eine kleine Ewigkeit bis die mittlerweile an die 250 Helfer von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Polizei, Rotem Kreuz und Malteser Hilfsdienst die Opfer sehen können. Zuerst finden sie den beim Wohlfahrtsverband Lebenshilfe beschäftigen 45 Jahre alten Familienvater - "leider tot", wie Feuerwehrkommandant Herbert Kusstatscher sagt. Auch für die 18-jährige Tochter kommt jede Hilfe zu spät.

Die Retter graben sich zu den beiden anderen Verschütteten vor. Ein schwerer Autokran und ein Radlader müssen unverrichteter Dinge wieder abrücken. Ihr Einsatz wäre zu gefährlich, es könnten weitere Gesteinsteile auf die Opfer stürzen. Gegen 1.30 Uhr holen die Helfer den Sohn aus den Trümmern, 45 Minuten später die Mutter. Wie durch ein Wunder haben sie überlebt. Nach der medizinischen Erstversorgung können sie sagen, dass außer den vier Familienmitgliedern keine weiteren Menschen in dem Gebäude waren.

Als auch Rettungshunde nicht mehr anschlagen, wird die Suche eingestellt. Es hat in bitterkalter Nacht zu schneien begonnen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ist noch in der Nacht an den Unglücksort gekommen. "Es ist kaum zu fassen, dass aus diesem Trümmerfeld Menschen lebend geborgen werden konnten", sagt er.

Suche nach der Unglücksursache ganz am Anfang

Über die Unglücksursache gibt es am Tag danach nur Spekulationen. Vom anhaltend kalten Wetter als möglichem Auslöser ist die Rede und davon, dass sich schon wiederholt kleine Gesteinsbrocken aus der Felswand gelöst hätten. Geologe von Poschinger will sich darauf nicht einlassen. Er hat gerade erst mit seinen Untersuchungen begonnen.

Nachbarin Kimmeringer musste zusammen mit ihrem Bruder und der Schwägerin die Nacht bei Verwandten verbringen, ihr ebenfalls in den Fels gebautes Haus war vorsorglich evakuiert worden. Am Dienstagmorgen durfte sie in ihr Heim zurückkehren, nachdem der Geologe die Gefahr eines weiteren Felssturzes verneint hatte. Angst, dass auch sie von einem Fels erschlagen werden könnte, verspürt die 73-Jährige nicht: "Ich wurde in dem Haus schon geboren. Da geh' ich nimmer raus."

Paul Winterer, DPA / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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