Der am Timmendorfer Strand gestrandete Wal ist frei. Experten kämpften tagelang um sein Leben. Alle Entwicklungen im stern-Newsblog.
An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste kämpften Dutzende Helferinnen und Helfer um das Leben eines Buckelwals. Das Tier war auf einer Sandbank gestrandet und konnte sich aus eigener Kraft nicht befreien – in der Nacht zum Freitag schaffte er es dann.
Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Kai Müller
Wal schwimmt vor Timmendorf, Schiffe begleiten ihn
Der Wal ist wieder vor Timmendorf, ich sehe ihn hier vom Strand aus. Er schwimmt in Richtung offene See, begleitet von sechs Schiffen.
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Thomas Krause
Der Bürgermeister von Timmendorfer Strand, Sven Partheil-Böhnke, spricht am Strand mit Journalistinnen und Journalisten.
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Daniel Wüstenberg
Angebliche Sichtung vor Scharbeutz
Soeben wird gemeldet, dass es zwei mögliche Walsichtungen in Strandnähe von Scharbeutz gab. Mehrere Schlauchboote der DLRG und auch das von Greenpeace sind auf dem Weg dahin. Privat aufgenommene Bilder zeigen ein Wal dort. Bestätigt ist dies noch nicht. Die Helfer machen sich mit Fahrzeugen und Booten auf den Weg in den Badeort wenige Kilometer nördlich von Timmendorfer Strand.
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Kai Müller
Trotz der drastischen Worte – der Biologe ist fassungslos vor Freude, dass der Wal freigekommen ist. Von einer endgültigen Rettung des Tiers könne aber noch keine Rede sein, sagt er. Es müsse erst klar werden, dass er nicht zum Beispiel in Scharbeutz wieder strandet.
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Daniel Wüstenberg
„Jeder der Fisch isst, war schuld an dieser langen Strandung des Wales. Denn der Wal war nur deshalb in so schlechtem Zustand, weil er zuvor in einem von Menschen gemachten Fischernetz zeitweise verheddert war“Biologe Robert Marc Lehmann
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Kai Müller
Wal bleibt verschwunden, Schiffe sollen Ausschau halten
Die Drohnen sind beide wieder in der Box. Der Wal wurde nicht entdeckt. Sämtliche Schiffe in der Region werden gebeten, Ausschau nach dem Tier zu halten und eine Sichtung zu melden.
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Kai Müller
Die großen Maschinen kommen tatsächlich gerade Stück für Stück zurück an Land. Der Schwimmbagger ebnet die gegrabene Rinne ein, um den ursprünglichen Wellenverlauf wieder zu ermöglichen. In circa zehn Minuten wird der Bürgermeister erwartet. Derzeit schauen alle gespannt auf das Drohnenteam. Solange von dort kein Laut kommt, wird sich die momentan sehr gute Stimmung fortsetzen.
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Kai Müller
Falls sich die Nachricht bestätigt, wäre das wirklich eine riesige Überraschung. Niemand der Experten rechnete wirklich damit. Der Taucher gestern sprach sogar von einer Rettungswahrscheinlichkeit von unter einem Prozent.
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Kai Müller
Die Stimmung hier vor Ort ist aufgeregt freudig. Hoffentlich bestätigt sich, dass es der Wal – irgendwann in der Nacht – ins offene Meer schaffte.
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Kai Müller
Zwei Drohnen sind soeben abgehoben. Sie sollen einen Bereich von 20 Kilometern abscannen können.
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Kai Müller
Der Wal ist weg
Ist das die gute Nachricht, auf die alle gewartet haben? An diesem Morgen ist der Wal verschwunden. Offenbar konnte er seinen am Abend eingeschlagenen Weg fortsetzen und die Sandbank in Richtung offenes Meer verlassen. Gegen 20 Uhr wurde das Tier zum letzten Mal gesehen, danach war es an der Einsatzstelle stockdunkel. Die Einsatzkräfte setzen nun Drohnen ein, um ihn möglicherweise zu entdecken. Damit der Wal sich nicht wieder verschwimmt, sollte er eigentlich von Schiffen eskortiert werden.
Schwan, Bojen, aber kein Wal – an dieser Stelle lag das Tier bis gestern. Kai Müller / stern
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Kai Müller
Nachtrag: Gestrandeter Wal kann sich ein Stück bewegen
Eine gute Nachricht kam eben noch rein: Nach stundenlangem Einsatz von Baggern konnte das schätzungsweise 12 bis 15 Meter lange Tier am Donnerstagabend immerhin noch einmal ein Stück seine Position verändern, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur DPA eben meldete.
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Kai Müller
Befreiungsarbeiten sind für heute beendet – morgen geht's weiter
Pünktlich zum Sonnenuntergang ist Schluss für heute mit dem Baggern. Ein aufregender Tag endet. Etliche Tierschützer, Feuerwehrleute, Handwerker und Unterstützer gaben ihr Bestes, um den festsitzenden Wal zu befreien. Zweimal drehte sich das Tier um circa 90 Grad, es gab oftmals Laute von sich, pustete die typischen Fontänen aus und verließ aber trotz allem nicht seine Position.
Auch prominenter Besuch in Form des Ministerpräsidenten änderte daran bislang nichts. Doch: Heute ist nicht aller Tage. Morgen ab Sonnenaufgang geht es weiter. Alle Anwesenden sind nach einem über zwölfstündigen Arbeitstag fix und fertig. Und der Wal höchstwahrscheinlich auch. All der Krach – die vielen Menschen- und Motorengeräusche – dürften ihn sehr gestresst haben.
Vielen Dank, liebe Leserinnen und Leser, dass Sie diesen Blog so intensiv verfolgt haben. Schauen Sie bitte spätestens morgen gern wieder vorbei.
Auch prominenter Besuch in Form des Ministerpräsidenten änderte daran bislang nichts. Doch: Heute ist nicht aller Tage. Morgen ab Sonnenaufgang geht es weiter. Alle Anwesenden sind nach einem über zwölfstündigen Arbeitstag fix und fertig. Und der Wal höchstwahrscheinlich auch. All der Krach – die vielen Menschen- und Motorengeräusche – dürften ihn sehr gestresst haben.
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Eine letzte Wal-Fontäne für heute. Kai Müller
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Kai Müller
„Kann eigentlich etwas getan werden, um zu verhindern, dass erneut Wale in die Bucht schwimmen?“, frage ich Dr. Stephanie Groß vom Institute for Terrestrial and Aquatic Wildlife Research (ITAW). Und kann sie erklären, warum der Buckelwal überhaupt in die Lübecker Bucht schwamm?
„Es ist sicherlich schwierig, Wale generell daran zu hindern, in die Bucht zu schwimmen“, erzählt mir Groß. „Die Bucht ist auch der Lebensraum des heimischen Schweinswals, den man sicher nicht aussperren möchte.“ Eine Erklärung, warum der Buckelwal in die Bucht geschwommen ist, wäre allerdings spekulativ, sagt Groß.
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DPA
wue / epp / km / lw