Der am Timmendorfer Strand gestrandete Wal ist frei. Experten kämpften tagelang um sein Leben. Alle Entwicklungen im stern-Newsblog.
An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste haben Dutzende Helferinnen und Helfer um das Leben eines Buckelwals gekämpft. Das Tier war auf einer Sandbank gestrandet und hatte sich aus eigener Kraft nicht befreien können – in der Nacht zum Freitag schaffte der Wal es dann.
Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Daniel Wüstenberg
Wal verlässt Lübecker Bucht
Wer wissen will, wo sich der Wal befindet, wird hier fündig. Unter anderem das Schiff "Fehmarn" begleitet das Tier auf seinem Weg und kann über den Link live getrackt werden – langsam verlassen Begleitfahrzeuge und Wal demnach die Lübecker Bucht.
An dem Wal selbst wurde übrigens kein Sender angebracht, da die Haut zu sehr erkrankt sei, so die Experten.
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Daniel Wüstenberg
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte bei seinem Besuch am Timmendorfer Strand gestern übrigens zugesagt, dass er mit den dänischen Behörden spreche, damit diese die Eskorte im Hoheitsgebiet unserer Nachbarn fortsetzen.
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Daniel Wüstenberg
Für alle, die nicht nur über diesen Newsblog ganz nah dabei sein wollen: Meeresbiologe Robert Marc Lehmann ist an Bord eines der eskortierenden Schiffe und schildert seine Eindrücke regelmäßig auf seinem Instagram-Kanal.
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Daniel Wüstenberg
Ob der Wal es tatsächlich zurück in die Nordsee oder den Atlantik schaffen kann, lässt sich nach Einschätzung der wissenschaftlichen Mitarbeiterin am Institut für terrestrische und aquatische Wildtierforschung, Stephanie Groß, nicht sagen. "Es ist einfach so, dass man schauen muss, wie sich das Tier verhält, ob es sich leiten lässt." Erst mal bestehe Hoffnung. "Das Tier ist in offener See." Jetzt müsse man es begleiten und beobachten.
Die Ostsee ist nur durch drei schmale Meerengen mit dem Kattegat und dem Skagerrak verbunden, die den Übergang zur Nordsee bilden. Der Wal muss den Weg zwischen den dänischen Inseln entweder durch den Kleinen oder den Großen Belt finden oder zwischen Seeland und dem schwedischen Festland durch den Öresund schwimmen, um die Ostsee zu verlassen.
Die Ostsee ist nur durch drei schmale Meerengen mit dem Kattegat und dem Skagerrak verbunden, die den Übergang zur Nordsee bilden. Der Wal muss den Weg zwischen den dänischen Inseln entweder durch den Kleinen oder den Großen Belt finden oder zwischen Seeland und dem schwedischen Festland durch den Öresund schwimmen, um die Ostsee zu verlassen.
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Kai Müller
Der Bürgermeister der Gemeinde Timmendorfer Strand sagt, es sei zunächst ein Fehler gemacht und der Wal nur auf einer Seite begleitet worden. So haben das Tier ausbüxen und wieder zurückschwimmen können.
Der laufende Versuch war erfolgreicher: Sechs Schiffe schirmen das Tier von beiden Seiten v-förmig ab. Das klappt bis dato gut. Zwischendurch gab es Probleme mit Stellnetzen außerhalb von Niendorf. Fischer mussten diese schnell wegziehen, um dem Wal die Passage zu ermöglichen. Das gelang glücklicherweise.
Der laufende Versuch war erfolgreicher: Sechs Schiffe schirmen das Tier von beiden Seiten v-förmig ab. Das klappt bis dato gut. Zwischendurch gab es Probleme mit Stellnetzen außerhalb von Niendorf. Fischer mussten diese schnell wegziehen, um dem Wal die Passage zu ermöglichen. Das gelang glücklicherweise.
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Daniel Wüstenberg
Wal auf Kurs aus der Lübecker Bucht
Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung bestätigt der Nachrichtenagentur DPA inzwischen: Der befreite Buckelwal schwimmt wieder auf Kurs hinaus aus der Lübecker Bucht. Eine Kollegin von ihr sei in einem Schlauchboot direkt neben dem 12 bis 15 Meter langen Meeressäuger.
Zudem werde das Tier ungefähr 300 Meter vor der Küste von einem Schiff der Küstenwache und mehreren Booten begleitet, erklärte Groß. An dem Wal selbst sei kein Sender angebracht worden, da die Haut zu sehr erkrankt sei.
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Daniel Wüstenberg
Der kurzfristig aufgeschüttete Damm vom Strand zur früheren Liegeposition des Buckelwals wird wieder zurückgebaut.
Felix Koenig / Agentur 54 Grad / Imago Images
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Kai Müller
Die ganze Strandpromenade in Niendorf hat nur ein Thema: Wie geht‘s dem Wal? Jedes Gespräch dreht sich darum. Wo ist er jetzt? Wird er es schaffen? Hoffentlich hält er gut durch! Wer ein Fernglas besitzt, hat es dabei. Und trotzdem wünschen sich alle, dass sie den Wal nie wieder sehen werden und er es endlich ins offene Meer schafft.
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Daniel Wüstenberg
Die Nachrichtenagentur DPA hat derweil dies in Erfahrung gebracht:
Natur- und Umweltschützer versuchen, den vor Timmendorfer Strand von einer Sandbank befreiten Buckelwal von einer Rückkehr ins flache Wasser abzuhalten. Die Organisationen Sea Shepherd und Greenpeace sind nach eigenen Angaben mit Schlauchbooten in der Lübecker Bucht unterwegs. Der Wal sei zeitweise wieder auf dem Weg ins flachere Wasser gewesen, sagte ein Sprecher von Sea Shepherd. Mit den Schlauchbooten hätten die Organisationen eine Art Blockade hergestellt, damit er nicht wieder ins Flachwasser kommt. Man versuche ihn irgendwie weiter in tieferes Wasser der Ostsee zu geleiten.
Natur- und Umweltschützer versuchen, den vor Timmendorfer Strand von einer Sandbank befreiten Buckelwal von einer Rückkehr ins flache Wasser abzuhalten. Die Organisationen Sea Shepherd und Greenpeace sind nach eigenen Angaben mit Schlauchbooten in der Lübecker Bucht unterwegs. Der Wal sei zeitweise wieder auf dem Weg ins flachere Wasser gewesen, sagte ein Sprecher von Sea Shepherd. Mit den Schlauchbooten hätten die Organisationen eine Art Blockade hergestellt, damit er nicht wieder ins Flachwasser kommt. Man versuche ihn irgendwie weiter in tieferes Wasser der Ostsee zu geleiten.
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Kai Müller
Über der Lübecker Bucht kreist jetzt auch ein Hubschrauber. Möglicherweise ist er in die Rettungsaktion eingebunden. Er fliegt in Richtung der Schiffe. Der Wal hat sich offenbar wieder in nordöstliche Richtung vom Strand bewegt.
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Kai Müller
Mittlerweile sieht man die Begleitschiffe wieder sehr weit draußen. Weg vom Küstenstreifen. Und da ist dann auch der Wal. Ein gutes Zeichen.
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Daniel Wüstenberg
Eine Armada von Schiffen und Booten versucht, den Wal wieder hinaus ins offene Meer zu treiben.
Kai Müller / stern
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Kai Müller
Jetzt schwimmt der Wal wieder in Sichtweite des Strandes.
Kai Müller / stern
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Kai Müller
Wal kehrt in die Bucht vor Timmendorf zurück
Der Wal schwimmt zurück in Richtung Bucht. Von den Begleitschiffen aus versuchen Helferinnen und Helfer, ihn mit lauten Tönen in die Gegenrichtung zu bewegen. Er ist jetzt circa 700 Meter vor dem Strand.
Kai Müller / stern
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Martin Thiele
Die tagelange Anstrengungen haben sich gelohnt: Über Nacht konnte sich der Buckelwal in der Ostsee freischwimmen. Auf dem Weg ins offene Meer sollen nun Boote das Tier begleiten. Reporterin Christin Peters: „Heute Morgen hat von dem Wal jede Spur gefehlt. Jetzt ist er vor wenigen Sekunden wieder aufgetaucht.“
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DPA