Hintergrund Brände in Einkaufs- und Vergnügungszentren


Brände in Einkaufs- und Vergnügungszentren breiten sich besonders schnell aus, da die Räume oft mit leicht brennbaren Materialien ausgestattet sind.

Panik und manchmal mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen führen immer wieder dazu, dass viele Besucher nicht ins Freie gelangen können. Größere Katastrophen dieser Art waren:

15.2.2004

- Mindestens 53 Menschen sterben bei einem Großbrand in einem Einkaufszentrum im Nordosten Chinas, etwa 70 werden verletzt. Das Feuer hat von einem Lagerhaus auf die zweiten Etage des fünfstöckigen Gebäudes in Zhongbai in der Provinz Jilin übergegriffen. Unter den Toten sind viele Verkäuferinnen. Ursache: die weggeworfene Zigarettenkippe eines Lagerarbeiters. Ermittler enthüllten eklatante Mängel in den Feuerschutzvorkehrungen.

20.2.2003

- 100 meist junge Leute kommen in einem Musikclub in West Warwick (US-Bundesstaat Rhode Island) ums Leben, als ein Feuerwerk zu Beginn eines Konzerts der Rockband «Great White» außer Kontrolle gerät. Die Flammen breiteten sich rasend im ganzen Gebäude aus. Die beiden Besitzer des Clubs und ein Manager der Band werden wegen fahrlässigen Totschlags in 100 Fällen angeklagt. Zum Zeitpunkt des Brandes waren nach Medienberichten 432 Menschen in dem Club, offiziell erlaubt seien aber nur 404 gewesen.

29.10.2002

- Bei dem Brand eines Geschäftshauses in der vietnamesischen Wirtschaftsmetropole Ho-Chi-Minh-Stadt werden vermutlich mehr als 100 Menschen getötet, darunter auch einige Ausländer. Als Brandursache wird ein Kurzschluss angenommen. Das sechsstöckige Saigon International Trade Center mit mehreren internationalen Firmen und einem Einkaufszentrum soll nur über einen einzigen Notausgang verfügt haben.

29.12.2001

- Etwa 300 Tote werden in der peruanischen Hauptstadt Lima beklagt, nachdem dort ein mehrstöckiges Einkaufszentrum und vier Häuserblocks in der historischen Altstadt niedergebrannt sind. Die Katastrophe war von einem Laden für Feuerwerksartikel ausgegangen, wo ein Verkäufer einen Silvester-Böller vorgeführt hatte.

25.12.2000

- In einem sechsstöckigen Gebäude mit Tanzclub und Kaufhaus in Luoyang in der zentralchinesischen Provinz Henan verlieren mindestens 309 Menschen durch ein Feuer ihr Leben. Eisengitter versperrten die Fluchtwege. Die weitaus meisten Opfer hatten eine weihnachtliche Tanzparty in einer Discothek in einem der oberen Stockwerke besucht. Der Brand war bei Schweißarbeiten im Keller ausgebrochen.

30.10.1999

- Bei einem Großbrand in einem Einkaufs- und Vergnügungszentrum der südkoreanischen Hafenstadt Inchon werden mindestens 55 junge Leute getötet. Das Feuer hatte sich von einer Karaoke-Bar im Keller in die oberen Etagen ausgebreitet. Ein Junge hatte brennbare Reinigungsmittel angezündet.

29.10.1998

- In der westschwedischen Stadt Göteborg feiern rund 400 junge Leute in einer Discothek ein ausgelassenes Halloween-Fest, als ein Feuer ausbricht. 63 zumeist junge Menschen ersticken oder verbrennen, etwa 200 werden verletzt. Als Ursache wird Brandstiftung angenommen.


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