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Australien Paar füttert seine Hunde vegan – bis die Tiere abmagern und todkrank werden

Ein hellbrauner Mischlingshund frisst aus seinem Napf
Ein Hund futtert aus seinem Napf (Symbolbild). Viele Menschen bevorzugen eine vegane Ernährung, für Hunde kann sie jedoch tödlich sein.
© Monique Wüstenhagen/ / Picture Alliance
In Australien hat ein Paar seine Hunde ausschließlich vegan gefüttert. Das führte bei den Tieren zu starken Mangelerscheinungen, eines musste eingeschläfert werden. Die Hundehalter wurden angeklagt.

Dieser Beitrag erschien zuerst an dieser Stelle auf RTL.de.

Jedes Lebewesen hat seine ganz eigenen Bedürfnisse. Das wollte ein Paar aus Cow Bay in Australien nicht wahrhaben. Es fütterte seine Hunde vegan – ganz nach ihrem Lebensstandard. Doch die Bulldoggen wurden immer dünner, sind wegen der unangemessenen Ernährung unterernährt. Eines der Tiere starb. Ein Gericht verurteilte die verantwortungslosen Halter zu einer Geldstrafe, das berichtet "ABC Australia". Außerdem darf das Paar drei Jahre lang keine Haustiere halten.

Veganes Futter für Hundewelpen – Tiere magerten stark ab

Die Hunde Roo und Ula wurden im Mai 2020 von einem Grundstück in Australien beschlagnahmt. Die Tierschutzorganisation "RSPCA" hatte zuvor festgestellt, dass die abgemagerten Bull-Arab-Cross-Welpen mit Kichererbsen, Quinoa, Reis und Getreide gefüttert worden waren. Die Ernährung war offenbar nicht ausgewogen, sodass die Tiere immer dünner wurden.

Ula wurde von dem Anwesen gerettet, umbenannt und gesund gepflegt – sie musste zum Hundenotarzt. Roo hingegen habe es nicht geschafft. Nach mehreren Tierarztbesuchen musste er eingeschläfert werden, weil er starke chronische Schmerzen hatte, so "ABC".

Herrchen James M. und Frauchen Megan P. wurden angeklagt, zwischen April und Mai 2020 in zwei Fällen von Nichtbehandlung eines Tieres und einem Fall von Nichteinhaltung einer Tierschutzrichtlinie schuldig zu sein.

Als die Hunde beschlagnahmt wurden, soll M. zu den Inspektoren gesagt haben: "Sie essen ermordete Tiere, Sie werden niemals so sein wie wir - wir sind Veganer und lieben Tiere." Angebliche Tierliebe, die zumindest Roo den Tod brachte.

Der Tierarzt Dr. Paul Matthews stellte laut "ABC" jedoch fest, dass eine dreimonatige unangemessene Ernährung bei beiden Welpen zu schwerwiegenden Ernährungsstörungen und schwerwiegenden Kalziummängeln geführt hatte. Bei einem der ersten Besuche im Haus des Paares stellten die Ermittler der Organisation "RSPCA" fest, dass beide Hunde untergewichtig waren. Roo litt auch unter Blasen im Bauch, weil das Paar einen selbstgemachten Gipsverband für sein verletztes Bein angefertigt hatte und dieser auf seiner Haut rieb.

Das Paar wurde damals aufgefordert, sofort einen Tierarzt aufzusuchen und die Tiere artgerecht zu ernähren. Doch als die Ermittler einige Wochen später vorbeischauten, um sich zu vergewissern, dass es den Hunden gut geht, habe sich nichts geändert. Die Polizei bekam einen Durchsuchungsbefehl, heißt es.

Paar wurde angeklagt und muss hohe Strafe bezahlen

Die Ermittler beschlagnahmten daraufhin die Hunde. Den Besitzern wurde drei Jahre lang verboten, Haustiere zu halten. Sie mussten Geldstrafen, Rechtskosten und Tierarztrechnungen in Höhe von 8600 US-Dollar (umgerechnet etwa 7070 Euro) zahlen.

In Deutschland ist eine vegane Ernährung von Hunden nicht strafbar

Hunde zählen aus zoologischer Sicht zu der Ordnung der Carnivora, sprich: Sie sind Raubtiere und fressen von Natur aus Fleisch. Grundsätzlich hat ein Hundehalter die Pflicht, sein Tier ausgewogen zu ernähren, sodass keine Mängel entstehen – das geht aus dem Tierschutzgesetz hervor, das eine "artgerechte Haltung" fordert.

Die vegane Ernährung eines Hundes ist in Deutschland allerdings nicht strafbar. Wer sich im Internet umschaut, der findet zahlreiche Angebote zum Thema "vegane Hundeernährung". Auf den Webseiten einiger Tierärzte wird jedoch darauf hingewiesen, dass man keine Experimente durchführen sollte. Besser sei eine Absprache mit dem Arzt.

 Sehen Sie im Video: In der chinesischen Stadt Chengdu haben Tierretter einen Lieferwagen abgefangen und rund 160 Kisten mit Hunden und Katzen gefunden.

RTL.de/dky

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