VG-Wort Pixel

Umweltministerium alarmiert Fischsterben in der Oder könnte sich auf Ostsee ausweiten

Till Backhaus (SPD), Umweltminister Mecklenburg- Vorpommerns
Till Backhaus (SPD), Umweltminister Mecklenburg- Vorpommerns. Sein Ministerium ruft Anlieger vorsorglich auf, im vorpommerschen Teil des Stettiner Haffs auf Fischen oder Wasserentnahme zu verzichten.
© Markus Scholz / DPA
Das massive Fischsterben in der Oder wirft noch immer Fragen auf. Das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern ist alarmiert: Im Verlauf des Samstags könnte auch das Stettiner Haff in der Ostsee betroffen sein. 

Das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern rechnet mit Auswirkungen des Fischsterbens in der Oder auf das Stettiner Haff.

Es sei damit zu rechnen, dass die Belastungen die Odermündung nahe Stettin (Polen) abhängig von Wind- und Strömungsverhältnissen bereits am Abend erreichen, schrieb das Ministerium in einer Mitteilung am späten Freitagabend. Im Verlauf des Samstags könnte dann auch der vorpommersche Teil des Stettiner Haffs betroffen sein. 

Ursache für Fischsterben in der Oder noch unklar

Das Ministerium von Till Backhaus (SPD) rief daher die Anlieger vorsorglich dazu auf, auf das Fischen in dem Gewässer und die Wasserentnahme – unabhängig von der Nutzung – daraus zu verzichten. Die zuständigen Behörden in Mecklenburg-Vorpommern bereiten demnach aktuell Gewässer- und Fischproben vor. 

Die Ursache für das massenhafte Fischsterben entlang der Oder ist noch nicht klar. Bisherige Laboranalysen brachten noch keinen genauen Aufschluss über die Belastung des Wassers und die Ursachen. Da der Grund für die Umweltkatastrophe in Polen vermutet wird, wurden in Deutschland bereits Vorwürfe laut, das Nachbarland habe nicht rechtzeitig informiert und die übliche Meldekette bei solchen Ereignissen nicht eingehalten.

fs DPA

Mehr zum Thema



Newsticker