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Millionenschaden: Flugzeug rast in Lärmschutzwall

Bei der Landung verlor der Pilot die Kontrolle: In Mannheim ist ein Flugzeug in eine Lärmschutzwand gerast - der Propeller riss ab, Tragflächen und Fahrwerk wurden beschädigt. Der Schaden liegt in Millionenhöhe, mehrere Insassen wurden verletzt.

Nach der Bruchlandung auf dem Mannheimer Flughafen ist das Wrack des zweimotorigen Regionalflugzeugs am Morgen abtransportiert worden. An der Maschine entstand nach Polizeiangaben ein Schaden in Millionenhöhe. Fünf Insassen erlitten leichte Verletzungen; einige von ihnen mussten ambulant behandelt werden. Der Flugbetrieb in Mannheim soll im Laufe des Vormittags wieder aufgenommen werden, sagte ein Flughafensprecher.

Das Flugzeug mit Baujahr 1999 war am Flughafen Berlin-Tempelhof gestartet. Nach der Landung rutschte die Maschine mit 24 Passagieren und drei Besatzungsmitgliedern an Bord dann am Mittwochabend aus bisher unbekannter Ursache über die Landebahn in einen Lärmschutzwall. Der linke Propeller wurde abgerissen, die linke Tragfläche und das Fahrwerk beschädigt. Ohne den Lärmschutzwall wäre das Flugzeug wohl erst auf der anliegenden Autobahn zum Stehen gekommen. So konnten die Insassen das Flugzeug über die Bordtreppe jedoch sicher verlassen.

Kriminalpolizei ermittelt

Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) haben nun ihre Ermittlungen aufgenommen. Die Kriminalpolizei ermittelt laut einem Sprecher ebenfalls. Die Mitarbeiter des Towers, der 47 Jahre alte Pilot und sein 28-jähriger Co-Pilot sollen befragt werden. Ein routinemäßiger Alkoholtest bei beiden verlief nach Polizeiangaben negativ.

DPA/AP / AP / DPA
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