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Nachbarschaftshilfe Syrische Flüchtlinge helfen spontan bei Gartenarbeit


"Ich dachte, ich träum'!!!" So freute sich eine Frau aus Oberhausen auf Facebook. Der Grund: Syrische Flüchtlinge halfen ihr spontan beim Schneiden ihrer Hecke. Einen besonderen Dank erwarteten die Neuankömmlinge nicht.

"Ich hatte vorgestern ein einschneidendes Erlebnis, welches vor allem in der momentanen Situation mit Deutschland geteilt werden sollte", beginnt Heidi Körner ihren Post auf Facebook. Einen Tag, nachdem eine Schule gegenüber von ihrem Haus von 170 Flüchtlingen bezogen wurde, wollte die Frau das eigene Grundstück ein bisschen auf Vordermann bringen. Doch ihre Motivation war nicht besonders groß.

Ganz anders sah das bei einem ihrer neuen Nachbarn aus. Ein syrischer Flüchtling, der das Ganze von einem Fenster gegenüber beobachtet hatte, eilte ihr spontan zur Hilfe. "Er trommelte noch ein, zwei Freunde zusammen und ehe ich mich versah, standen vier traumatisierte Flüchtlinge motiviert und hilfsbereit in meinem Vorgarten und ackerten, was das Zeug hält. Ich dacht, ich träum!!!", so Körner. Ein Dankeschön lehnten die freiwilligen Helfer zudem ab: "Du Nachbar! Nein!", lautete die einfache Antwort.

Flammender Appell

Mit einem flammenden Appell beendet die Frau schließlich den Post: "Freunde, legt bitte endlich eure Vorurteile, eure Skepsis, eure Wut und eure Angst ab! Geht offen auf die neue Situation zu und ihr werdet sehen, dass sich all der Ärger nicht lohnt. Ich bin so glücklich, dass ich dieses Erlebnis hatte und ich wieder in meiner Einstellung bestätigt wurde. Wir sind alle Menschen mit guten und teilweise auch mit schlechten Werten, aber dies ist vollkommen unabhängig von Nationalität und Herkunft!" Der Eintrag wurde mittlerweile über 35.000 Mal geteilt.

jka

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