VG-Wort Pixel

Nachrichten aus Deutschland Deutscher stürzt in Tiroler Bergen in den Tod

Die Alpen (Symbolbild). Dieses Foto zeigt nicht die Region des Unfalls, sondern den Planpincieux-Gletscher unterhalb des Mont Blanc in Italien.
Die Alpen (Symbolbild). Dieses Foto zeigt nicht die Region des Unfalls, sondern den Planpincieux-Gletscher unterhalb des Mont Blanc in Italien.
© Claudio Furlan/LaPresse / DPA
Einbruchsbeute sichergestellt: Polizei sucht Eigentümer von 300 wertvollen Schmuckstücken +++ Pirmasens: Fünfjährige stirbt bei Hausbrand +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Innsbruck: Deutscher stürzt in Tiroler Bergen in den Tod

Ein deutscher Alpinist ist bei einem Unfall in den Tiroler Bergen gestorben. Der 31-Jährige dürfte am Freitag beim Abstieg des Roßkogels im Gemeindegebiet von Ranggen nahe Innsbruck abgestürzt sein, teilte die Polizei mit. Seine Frau, mit der der Mann in Tirol lebte, schlug Alarm, nachdem er nicht zum vereinbarten Zeitpunkt wieder zu Hause war. Der Deutsche meldete sich beim Abstieg noch telefonisch, war dann aber nicht mehr erreichbar. Ein Bekannter des Paars machte sich zunächst selbst auf die Suche, blieb aber bis zum Einbruch der Dunkelheit erfolglos. Die dann alarmierten Einsatzkräften fanden den 31-Jährigen nur noch leblos in einer steilen Rinne. Woher der Mann aus Deutschland stammt, war unklar.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland von Freitag, 6. November:

Düsseldorf: Polizei sucht Eigentümer von Beutestücken

Die Düsseldorfer Polizei sich die Eigentümer von rund 300 Schmuckstücken, die bei Einbrüchen erbeutet wurden. Diese wurden, so die Polizei, bei einem "Zufallsfund während einer Wohnungsdurchsuchung" sichergestellt. Da es sich um eine Vielzahl verschiedener, teils sehr hochwertiger, Schmuckstücke handelt, geht die Polizei davon aus, dass es sich um Diebesgut aus mehreren Einbrüchen aus Häusern und Wohnungen rund um Düsseldorf handele. Unter den Gegenständen sind Ketten, Ohrsteckern, Armbändern, Uhren und Besteck.

Die Wertsachen können bis zum 20. November im Polizeipräsidium besichtigt werden. Mehr Informationen dazu hier. 

Quelle: Polizei Düsseldorf

Pirmasens: Fünfjährige stirbt bei Hausbrand

Beim Brand in einem Wohnhaus in Pirmasens ist am frühen Freitagmorgen ein fünfjähriges Mädchen ums Leben gekommen. Wie Polizei am Freitag berichtete, ging der Notruf gegen 0:50 Uhr in der Nacht bei der Feuerwehr ein. Die Einsatzkräfte evakuierten demnach das Haus, in dem eine achtköpfige Familie gelebt haben soll. Vier Kinder und deren Eltern entkamen den Flammen. Feuerwehrleute mussten zwei Mädchen aus dem Haus befreien. Die Fünfjährige erlag trotz Wiederbelebungsversuchen noch an der Unglücksstelle ihren schweren Verletzungen. Ihre sieben Jahre alte Schwester kam lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus. Nach Angaben der Stadt Pirmasens verletzte sich bei dem Einsatz auch ein Feuerwehrmann. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. 

Quelle:  Polizei Pirmasens

Frankfurt: Kokain in Kinderbüchern gefunden

In zwei Bilderbüchern für Kinder haben Zöllner am Frankfurter Flughafen rund 400 Gramm Kokain gefunden. Das Rauschgift war in Beutelchen verpackt zwischen die Seiten gelegt worden. Nach Angaben des Hauptzollamts Frankfurt vom Freitag waren die Bücher Teil einer Kuriersendung aus Brasilien, die Dokumente enthalten sollte.

"Oft werden harmlose und unscheinbare Gegenstände als Verstecke genutzt", sagte eine Sprecherin der Behörde. Den Schwarzmarktwert der Droge bezifferte sie auf rund 14.000 Euro. Die Zöllner waren Anfang Oktober auf das Paket aufmerksam geworden – weil es außergewöhnlich schwer war.

Quelle: DPA

Rotenburg: Vermisstes Kleinkind tot aus Fluss geborgen

Nachrichten aus Deutschland: Einsatzkräfte mit einem Schlauchboot
Nach stundenlanger Suche entdeckten Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr das vermisste Kleinkind im Fluss Wümme, in der Nähe von Rotenburg.
© Nord-West-Media TV / DPA

Ein vermisstes Kleinkind ist in Niedersachsen tot aus einem Fluss geborgen worden. Es sei zuvor mehrere Stunden gesucht worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. Bei der Suche waren den Angaben zufolge unter anderem Boote auf dem Fluss Wümme im Einsatz. In der Nacht fanden die Einsatzkräfte das Kind letztlich am Ortsrand von Rotenburg (Wümme) im Wasser. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Auch zu dem genauen Alter des Kindes machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Quelle: DPA

Leipzig: Kripo nimmt mutmaßliche Linksextremistin fest

Wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer linksextremistischen kriminellen Vereinigung hat es in Leipzig eine Festnahme und Durchsuchungen gegeben. Wie die Bundesanwaltschaft am Freitag in Karlsruhe mitteilte, hat sie bereits am Donnerstag auf Grundlage eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs eine Deutsche durch Beamte des Landeskriminalamtes Sachsen in Leipzig festnehmen lassen. Ihr wird neben der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung unter anderem gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung und besonders schwerer Landfriedensbruchs vorgeworfen. 

In Leipzig wurden zudem die Wohnungen der Festgenommenen sowie zweier weiterer mutmaßlicher Mitglieder der linksextremistischen kriminellen Vereinigung auf Grundlage von Beschlüssen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs durchsucht. Hintergrund ist ein Anschlag auf den Inhaber sowie die Besucher einer Gaststätte in Eisenach im Oktober 2019, die als Treffpunkt der rechten Szene galt.

Quelle: DPA

Hagen: Unbekannte spannen Drahtseil über die Straße

Viel Glück hatte der Fahrer eines Motorollers am frühen Freitagmorgen in Hagen (NRW). Wie die Polizei berichtet, hatten unbekannte Täter ein mit Kunststoff ummanteltes Drahtseil über eine Straße gespannt. Der 30-Jährige spürte demnach einen seltsamen Widerstand in Brusthöhe als er die Stelle passierte. Das Seil löste sich aber von dem Baum und einem Metallpfosten, an denen es festgekotet war. Die Polizei ermittelt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und bittet mögliche Zeugen, sich bei den Ermittlern zu melden. (Telefon: 02331-986 2066)

Quelle:Polizei Hagen

Berlin: 37-Jähriger soll Nachbarn übel terrorisiert haben 

Weil er in einem Mehrfamilienhaus drei seiner Nachbarn über Monate hinweg regelrecht terrorisiert haben soll, muss sich ein 37-Jähriger ab Freitag vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten verantworten. Laut Ermittlungen soll der Mann einem Ehepaar die Reifen am Auto zerstochen, wiederholt Schlösser an deren Kellertür zerstört und in einem Fall Kot an deren Wohnungstür geschmiert haben. Die Wohnung einer weiteren Nachbarin habe er immer wieder mit Eiern beworfen. Nachts habe der 37-Jährige gegen Heizungsrohre geschlagen. Zudem soll er die drei Nachbarn verfolgt und fotografiert haben. Die Anklage lautet auf Nachstellung, Sachbeschädigung, Körperverletzung und Nötigung.  

Quelle: DPA

Eisenach: Frau stirbt bei Gasunfall, Hintergründe unklar

Bei einem Gasunfall in einem Zweifamilienhaus in Eisenach ist eine Frau ums Leben gekommen. Der Rettungsdienst sei am Donnerstag gegen Abend wegen einer leblosen Person zu dem Haus gerufen worden, teilte die Polizei in Eisenach mit. Der Notarzt habe aber nur noch den Tod der Frau feststellen können. Zwei weitere Erwachsene und ein Kleinkind seien zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht worden. Wie es zu dem Gasaustritt kommen konnte, war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen übernommen.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland von Donnerstag, 5. November:

Mainz: Spritztour mit Opas Auto endet für 15-Jährigen im Gehölz

Die nächtliche Spritztour eines Teenagers im Auto seiner Großeltern endete am Mittwochabend in Rheinland-Pfalz im Unterholz. Wie die Polizei Mainz am Donnerstag berichtete, hatte die Mutter des 15-Jährigen ihren Sohn am späten Abend als vermisst gemeldet und zugleich den Verdacht geäußert, der Junior sei möglicherweise mit dem Auto der Großeltern unterwegs. Wenig später stellten Polizeibeamte den Wagen auf der Bundesstraße 9 fest. Dort raste er der Polizei zufolge teils mit mehr als 200 km/h in Richtung Mainz und gefährdete dabei mehrere andere Verkehrsteilnehmer. Beim Verlassen der Bundesstraße verlor er demnach die Kontrolle über das Auto und kam im Gehölz zum Stehen. Offenbar weitgehend unverletzt flüchtete der 15-Jährige vom Unfallort. Eine Streife konnte den Jugendlichen zunächst nicht stellen. Am frühen Donnerstagmorgen habe die Mutter des Jungen die Polizei dann informiert, dass ihr Sohn nach Hause gekommen sei. Wie die Polizei weiter berichtete, räumte er die nächtliche Spritztour ein. Um ein Ermittlungsverfahren kommt er dennoch nicht herum.

Quelle:  Polizei Mainz

Bayreuth: Polizei beendet Party in Stretch-Limousine

Die Polizei in Bayern hat eine Geburtstagsparty in einer Stretch-Limousine beendet, mit der die Feiernden die strengen Corona-Regeln missachteten. Drei Männer und eine Frau aus dem Landkreis Kulmbach wollten mit dem gemieteten Fahrzeug die derzeitige Corona-Schutzverordnung umgehen, teilte die Polizei Bayreuth am Donnerstag mit. Einer Streife war das überlange Auto am Mittwochabend in Himmelkron aufgefallen. Um ungestört seinen Geburtstag feiern zu können, hatte einer der Männer die Limousine samt Fahrer in Nürnberg gemietet. Bei der Kontrolle des Autos fanden die Beamten zudem einige Gramm Drogen. Sowohl die vier Feiernden als auch der Fahrer erhielten Anzeigen. Gegen die Frau ermitteln die Beamten dazu wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Quelle: AFP

Brandenburg an der Havel: Lotto-Gewinner meldet sich erst einen Monat nach Millionengewinn

Erst einen Monat nach einem Sechser im Lotto hat sich ein Mann aus Brandenburg an der Havel gemeldet. Er kann seinen Spielschein nun gegen den Gewinn von rund einer Million Euro einlösen, wie Lotto Brandenburg am Donnerstag mitteilte. Der Mann hatte sich demnach am Tag der Deutschen Einheit beim Zigarettenkauf spontan dazu entschlossen, Lotto zu spielen. Warum sich der Mann erst jetzt meldete, ist unklar. "Jetzt wird meine Frau nicht mehr schimpfen, dass ich Raucher bin", zitierte die Lotto-Gesellschaft den Mann. Der zweifache Familienvater plane, im kommenden Jahr mit einem neuen Wohnmobil durch Europa zu reisen.

Quelle: AFP

Berlin: Dreijährige tot in Wohnung entdeckt – Mordkommission ermittelt 

In einer Wohnung im Berliner Ortsteil Plänterwald ist eine Dreijährige tot gefunden worden. Die Situation deute auf ein Kapitalverbrechen hin, die 8. Mordkommission habe die Ermittlungen aufgenommen, sagte ein Sprecher des Polizei-Lagezentrums am Mittwochabend. Die Hintergründe seien unklar. "Wir tappen noch im Dunkeln", sagte er. Die Wohnung befindet sich in einem Mehrfamilienhaus.

Einem Bericht der "Berliner Morgenpost" zufolge soll ein Mann vom mutmaßlichen Tatort geflohen sein. Er habe sich später der Bundespolizei gestellt. Nach Darstellung des Blattes soll es sich um den Vater des Mädchens handeln. Der Polizeisprecher bestätigte dies nicht.

Quelle: DPA

Leipzig: Siebenjähriger macht sich allein auf den Weg in Richtung Ostsee

Ein reiselustiger Siebenjähriger wurde am Mittwochabend von der Bundespolizei aus einem Zug geholt. Offenbar plante der Junge einen Trip ans Meer und wollte ohne seine Eltern an die Ostsee fahren. Wie die Polizei mitteilt, fiel er jedoch einer "aufmerksamen Dame" auf, die die Polizei informierte. Die stieg in Leipzig zu und traf den kleinen Reisenden dort an. "Er konnte sogar ein gültiges Ticket vorweisen, was er vermutlich selbst erworben hatte", heißt es. Die Beamten nahmen den Ausreißer trotzdem mit zur Wache, wo er später von seinem "überglücklichen" Vater abgeholt wurde. 

Quelle: Bundespolizei 

Leipzig: Mädchen stirbt bei Wohnungsbrand 

Bei einem Wohnungsbrand ist in Leipzig ein zwölfjähriges Mädchen gestorben. Fünf weitere Menschen wurden bei dem Feuer in einem Mehrfamilienhaus am Mittwoch verletzt, wie die Polizei am späten Mittwochabend mitteilte. Vier der Verletzten kamen ins Krankenhaus. Das Feuer war in einer Maisonettewohnung ausgebrochen. Nach den Löscharbeiten fand die Feuerwehr das leblose Kind. Die Ursache des Brandes war zunächst unklar.

Quelle: DPA

Aachen: Mann bedroht Gerichtsvollzieher – SEK rückt an

In Aachen hat ein 41-Jähriger am Mittwoch einen Gerichtsvollzieher bedroht und damit einen SEK-Einsatz provoziert. Wie die Polizei berichtet, rückte der Gerichtsvollzieher zunächst mit polizeilicher Unterstützung bei dem Mann an. "Nachdem der 41-Jährige zunächst die Tür öffnete, drückte er die Beamten mit einem Stock zurück und drohte ihnen mit dem Tod," heißt es in der Meldung. Daraufhin wurde ein Spezialeinsatzkommando angefordert, das nach einem erfolglosen Versuch, den Mann zur Aufgabe zu bewegen, die Wohnung stürmte. 

Der Mann wurde vorläufig festgenommen, gegen ihn wird nun wegen Bedrohung ermittelt, heißt es. 

Quelle: Polizei

Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, 4. November:

Oldisleben: Unbekannte lassen Rinder frei – Bulle stürzt in Klärgrube

Die Thüringer Polizei sucht nach Unbekannten, die in Oldisleben auf das Gelände eines Agrarbetriebes eingedrungen sind und dort mehrere Stallungen geöffnet haben. Wie die Beamten berichteten, konnten so etwa 90 Rinder entlaufen. Die Tiere konnten später wieder eingefangen werden, jedoch stürzte ein Jungbulle bei seinem Ausflug in eine Klärgrube, aus der er sich selbst nicht befreien konnte. Die Feuerwehr musste ihn aus seiner misslichen Lage befreien. Die Unbekannten hinterließen zudem an Gebäuden und einem Fahrzeug Graffiti mit verfassungswidrigen Symbolen. Während die Kriminalpolizei ermittelt, hat der Besitzer des Betriebes für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro ausgesetzt. 

Quelle: Polizei Thüringen

Paderborn: Mann wählt Notruf und gesteht Mord an Ehefrau

Ein Mann hat am späten Dienstagabend den Polizeinotruf gewählt und erklärt, er habe seine Frau getötet. Wie die Beamten am Mittwochmittag berichteten, forderte der Mann die Beamten gegen 23.10 Uhr zunächst nur auf, zu einer Anschrift im Stadtteil Sennelager zu kommen und legte dann auf. Rückrufe durch die Leitstelle blieben unbeantwortet. Schließlich meldete er sich kurz darauf erneut und gab dann an, seine Frau getötet zu haben. In einem Pkw am Straßenrand fanden die Beamten schließlich die Leiche einer 20-Jährigen. Der Tatverdächtige wurde noch vor Ort vorläufig festgenommen. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar und Gegenstand der derzeitigen Ermittlungen. Das Opfer wies Schnittverletzungen im Halsbereich auf und soll noch an diesem Mittwoch obduziert werden.

Quelle:  Polizei Bielefeld  

Berlin: Großrazzia in vier Bundesländern wegen Kinderpornografie

Die Berliner Kriminalpolizei ist mit einer Razzia in mehreren Bundesländern gegen zahlreiche Konsumenten von Kinderpornografie vorgegangen. 15 Wohnungen wurden am Mittwochvormittag durchsucht, wie die Polizei mitteilte. 11 Durchsuchungen erfolgten in Berlin, weitere in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Die Polizei beschlagnahmte zahlreiche Datenträger wie Computer und Telefone sowie Drogen, eine Waffe und ein Messer. 14 Verdächtige im Alter von 30 bis 47 Jahren sollen kinderpornografische Fotos und Filme sowie Erfahrungen über den sexuellen Missbrauch von Kindern ausgetauscht haben. Einige sollen auch kinderpornografische Filme im Rahmen sogenannter Sexpartys vorgeführt oder angesehen und dabei Drogen konsumiert haben.

Quelle: DPA

Dortmund: Mordaufruf gegen Juden und Muslime: Anklage gegen 15-Jährigen

Gegen einen inzwischen 15-Jährigen ist Anklage wegen versuchter Anstiftung zum Mord an Muslimen und Juden erhoben worden. Der Jugendliche stehe im Verdacht, aus rechtsradikalen Motiven gehandelt zu haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf am Mittwoch mit. Das Landgericht Dortmund sei nun für den Fall zuständig. 

Der Jugendliche soll im vergangenen Dezember einen anderen Jugendlichen per WhatsApp aufgefordert haben, entweder Juden in einer Synagoge oder Muslime in einer Moschee anzugreifen und zu töten. Außerdem soll er noch bis Februar diesen Jahres Chemikalien und Feuerwerkskörper beschafft haben, um Sprengsätze zu bauen. Er sei mit der Auflage, in einer betreuten Wohneinrichtung für Jugendliche zu wohnen, von der Untersuchungshaft verschont worden, erklärte die Behörde. Der Leitende Oberstaatsanwalt Markus Caspers hatte den Fall bereits vor einigen Wochen bekannt gemacht. Zur Tatzeit war der Beschuldigte 14 Jahre alt.

Quelle: DPA

Aachen: Polizei schießt mit Messern bewaffnetem Mann ins Bein

Bei einem nächtlichen Einsatz in Aachen hat die Polizei auf einen mit Messern bewaffneten Mann geschossen. Der 38-Jährige wurde nach Polizeiangaben bei dem Zwischenfall am frühen Mittwochmorgen am Bein getroffen. "Derzeit ist nicht von einer Lebensgefahr auszugehen", erklärte die Polizei. Der Mann war demnach während eines Polizeieinsatzes in der Aachener Innenstadt mit mehreren Messern bewaffnet auf die Beamten zugegangen.

Trotz eines Warnschusses und mehrfacher Aufforderung legte er den Angaben zufolge die Messer nicht nieder. "Daraufhin kam es zum Schusswaffengebrauch", hieß es im Polizeibericht. Der Verletzte wurde vor Ort medizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Aufschluss über den Hintergrund und den genauen Ablauf des Geschehens sollen nun Ermittlungen der Kriminalpolizei Mönchengladbach und der Aachener Staatsanwaltschaft geben.

Quelle: DPA

Greding: Mann zieht Handbremse nicht – Ehefrau wird von Wagen überrollt 

Eine 75 Jahre alte Frau ist am Dienstag in Bayern vom eigenen Wagen überrollt und tödlich verletzt worden. Zuvor sei wegen eines anderen Unfalls ihr 80-jähriger Mann, der am Steuer saß, ausgestiegen - und habe vergessen, die Handbremse anzuziehen, teilte die Polizei mit. Weil die Straße leicht abschüssig war, fing der Pkw an, rückwärts zu rollen. Die Beifahrerin versuchte auszusteigen, stürzte dabei, geriet unter den Wagen und wurde von diesem überrollt. Sie starb noch an der Unfallstelle in Greding. Bei dem Unfall zuvor nach einer Vorfahrtsverletzung wurde niemand verletzt.

Quelle: DPA

Kassel: Mann bedroht Rettungskräfte in seiner Wohnung – Polizei schickt Spezialkräfte

In Kassel hat ein 53-Jähriger am Dienstagabend die Besatzung eines Rettungswagens bedroht und so einen Polizeieinsatz verursacht. Wie die Polizei berichtet, war der Mann zuvor von den Rettungskräften in seine Wohnung gebracht worden. Die Hintergründe des Rettungseinsatzes wurden nicht genannt. Zu Hause angekommen, hätte der Mann dann geäußert er sei bewaffnet und drohte den Rettungskräften mit dem Einsatz einer Schusswaffe. Die Bedrohten zogen sich zurück und riefen die Polizei, die Spezialkräfte losschickte. Diese nahmen den Mann in seiner Wohnung fest, eine Schusswaffe wurde nicht gefunden. 

Quelle: Polizei Kassel

Bamberg: 54-Jähriger in Bayern bei Arbeitsunfall mit Lastwagen getötet  

Ein 54-Jähriger ist in Bayern am Dienstag bei einem Arbeitsunfall mit zwei Lastwagen tödlich verletzt worden. Der Mann wurde am Mittag auf einem Betriebsgelände in Bamberg zwischen zwei Fahrzeugen eingeklemmt, wie die Polizei Bayreuth mitteilte. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte er hinter seinem Sattelzug in einer Schlange vor dem Firmengelände gewartet. Ein hinter ihm wartender Lastwagen setzte sich in Bewegung und erfasste den 54-Jährigen. Der Mann wurde zwischen den Fahrzeugen eingeklemmt und verstarb noch an der Unfallstelle. Polizei und Staatsanwaltschaft nahmen die Ermittlungen auf. 

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland von Dienstag, 2. November: 

Erfurt: Professor muss wegen sexueller Nötigung auf 20 Prozent seiner Bezüge verzichten

Ein Professor der Universität Erfurt muss nach einem Gerichtsbeschluss wegen sexueller Übergriffe für 30 Monate auf ein Fünftel seiner Bezüge verzichten. Er behält jedoch seinen Beamtenstatus und darf weiterhin unterrichten. Dies ist laut MDR das Ergbnis einer Disziplinarklage am Verwaltungsgericht, zuvor war der Mann bereits vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe wegen Vorteilsnahme und sexueller Nötigung verurteilt worden. 

Dem Bericht nach hatte der Hochschullehrer Leistungspunkte gegen sexuelle Dienste angeboten. Mehrere Frauen hatten die Vorfälle gemeldet, der Professor räumte sie vor dem Verwaltungsgericht weitgehend ein, heißt es. 

Quelle:MDR

Wuppertal: Pflegemutter gesteht Tötung von Kleinkind

Eine 51-Jährige hat gestanden, ihr 21 Monate altes Pflegekind im nordrhein-westfälischen Solingen getötet zu haben. Die Pflegemutter steht seit Dienstag wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor dem Wuppertaler Landgericht. Sie sei ausgerastet und habe das Mädchen geschlagen, gab die Angeklagte zu. Zur Tatzeit sei sie völlig überfordert gewesen, weil ihr Vater zum Pflegefall geworden sei und ihr die vernachlässigte Verwaltung von 44 Wohnungen hinterlassen habe. Von da an sei sie keine gute Pflegemutter mehr gewesen. 

Dem Geständnis war eine Verständigung vorangegangen: Das Gericht hatte der Frau bei einem umfassenden Geständnis eine Haftstrafe von fünf bis sieben Jahren in Aussicht gestellt. Das Kleinkind starb vor mehr als drei Jahren im Alter von 21 Monaten. Der Pflegemutter wird auch schwere Misshandlung von Schutzbefohlenen vorgeworfen.

Quelle: DPA

Straubing: Flucht mit gestohlenen Heiligenstatuen im Kofferraum endet im Straßengraben

Mit vier offenbar gestohlenen hochwertigen Heiligenstatuen im Kofferraum haben ein Mann und eine Frau in Niederbayern die Flucht vor der Polizei ergriffen. Als die Polizeibeamten am Montagabend in Marklkofen das Auto kontrollieren wollten, floh der Wagen, landete kurz darauf jedoch im Straßengraben, wie die Polizei in Straubing am Dienstag mitteilte. Im Kofferraum fanden die Beamten dann die Statuen, die "nach ersten Erkenntnissen aus Diebstählen stammen dürften". Den Angaben zufolge handelte es sich um jeweils zwei hochwertige Jesus- und Marienstatuen. Sie wurden beschlagnahmt. Der 28-jährige Fahrer des Autos und seine 26-jährige Beifahrerin wurden festgenommen. Die Statuen konnten zunächst keiner Straftat zugeordnet werden. Die Polizei bat die Eigentümer, sich zu melden.

Quelle: DPA

Eschwege: Frau von Ex-Mann vergewaltigt und niedergestochen

In Eschwege hat ein 25-Jähriger seine Ex-Frau in deren Wohnung mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. Die Tat ereignete sich laut Polizei am Montagmorgen. Nachdem der Mann gegen 13.20 Uhr die Wohnung wieder verlassen hatte, ging die 26-Jährige zur Polizei, um Anzeige zu erstatten. Am Abend begleiteten sie zwei Beamte zu ihrer Wohnung. Dort sprang plötzlich ihr Ex-Mann unerwartet aus dem Kleiderschrank und stach mit einem Küchenmesser mehrmals auf seine ehemalige Frau ein, bevor er von den Beamten überwältigt und festgenommen werden konnte. Die Frau erlitt ersten Informationen zufolge mehrere überwiegend oberflächliche Schnittverletzungen, sodass keine Lebensgefahr besteht. Die beiden Kriminalbeamten blieben unverletzt. Der Beschuldigte wurde ins Polizeipräsidium nach Kassel gebracht. Weil er angab Corona positiv zu sein, was ein später durchgeführter Test bestätigte, mussten sich auch die eingesetzten Polizeibeamten (vier Beamte der Schutzpolizei und zwei Beamte der Kriminalpolizei) in Quarantäne begeben. Gegen den Mann wurde Antrag auf U-Haftbefehl gestellt.

Quelle:  Polizeipräsidium Nordhessen

Ratingen: Herrenloser Rucksack löst größeren Polizeieinsatz aus

Ein herrenloser Rucksack hat am Dienstag die Polizei in Ratingen in Aufruhr versetzt. Wie die Beamten berichteten, hatte ein Zeuge gegen 11 Uhr den Notruf gewählt und mitgeteilt, dass ein verdächtiger Rucksack gleich neben dem Eingang des Amtsgerichtes Ratingen am Fuße der Treppen liege. Zur gleichen Zeit gab es auch einen ähnlich gelagerten Einsatz in Velbert. Die Polizei ließ daraufhin das Amtsgericht evakuieren und sperrte den betroffenen Bereich für den Verkehr ab. Die zuvor in Velbert eingesetzten Spezialkräfte des Landeskriminalamtes untersuchten nach ihrer Ankunft in Ratingen den Rucksack auf mögliche Gefahr- oder Sprengstoffe. Dabei wurde jedoch festgestellt, dass der Inhalt des Rucksackes völlig harmlos war – es waren nur eine Wasserflasche und eine Jacke darin. Der Einsatz war gegen 13.40 Uhr wieder beendet.

Die Polizei sperrte den Einsatzort in Ratingen rund um das Gerichtsgebäude weiträumig ab
Die Polizei sperrte den Einsatzort in Ratingen rund um das Gerichtsgebäude weiträumig ab
© Kreispolizeibehörde Mettmann

Quelle: Kreispolizeibehörde Mettmann

Olpe: Maskenverweigerer attackiert Bäckerei-Verkäuferin

Ein vermutlich betrunkener Maskenverweigerer hat in einer Bäckereifiliale in Olpe in Nordrhein-Westfalen eine 55 Jahre alte Verkäuferin attackiert und verletzt. Die Frau hatte den 46-Jährigen Polizeiangaben zufolge am Montag auf die fehlende Maske angesprochen. Daraufhin kam es zu einem Streit, bei dem der Mann die Frau zunächst massiv beleidigt haben soll. Anschließend soll er ihr das Schutzvisier vom Gesicht geschlagen und sie mehrfach mit der flachen Hand am Kopf getroffen haben. Die 55-Jährige kam in ein Krankenhaus. Der 46-Jährige wurde in eine psychiatrische Einrichtung gebracht, wie die Kreispolizei Olpe am Dienstag berichtete.

Quelle: DPA

Mülheim/Ruhr: Mann beschwerte sich über Lärm im Zug – zusammengeschlagen 

Ein 24 Jahre alter Mann ist am Mülheimer Hauptbahnhof von zwei Jugendlichen zusammengeschlagen worden, nachdem er sich zuvor in einem Zug über deren Lärm beschwert hatte. Die Angreifer hätten dem Mann mehrfach mit einer Musikbox gegen den Kopf und mit einer Gürtelschnalle ins Gesicht geschlagen, teilte die Bundespolizei am Montag mit. Das Opfer verlor mehrere Zähne. Ein 15-jähriger Tatverdächtiger sei später am Essener Hauptbahnhof festgenommen worden. Er habe die Tat eingeräumt. Der andere Angreifer entkam zunächst.

Der 24-Jährige hatte die Jugendlichen am frühen Sonntagmorgen gegen drei Uhr laut Polizei zur Ruhe ermahnt, als sie kurz vor dem Halt im Mülheimer Bahnhof lautstark durch den Zug gelaufen waren. Nach der Schilderung eines Zeugen soll einer der Angreifer daraufhin den 24-Jährigen im Mülheimer Hauptbahnhof unter einem Vorwand auf den Bahnsteig gelockt haben. Dort wurde der Mann niedergeschlagen. Ein Zeuge filmte die Schlägerei und übergab das Video der Bundespolizei.

Quelle: DPA

Rees: Versteckt in Gulaschsuppe: Kokain im Wert von 365.000 Euro entdeckt

Die Drogen steckten in Gulaschsuppe, Chili con Carne und Nasi Goreng: In zahlreichen Konserven haben Polizisten im Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen mehr als fünf Kilogramm Kokain entdeckt. Der Straßenverkaufswert der bei einer Autokontrolle an der A3 sichergestellten Drogen liege bei etwa 365 000 Euro, teilte die Bundespolizei am Dienstag mit. Demnach waren den Einsatzkräften bei der Durchsuchung des Wagens auf einem Rastplatz bei Rees Unregelmäßigkeiten im Inneren aufgefallen. In einem Versteck im Fahrzeugboden seien schließlich zehn verschlossene Lebensmittelkonserven entdeckt worden. Der 56 Jahre alte Fahrer aus den Niederlanden kam nach dem Fund am Sonntag in Untersuchungshaft.

Tüten mit Kokain liegen vor Konservenbüchsen, in denen die Drogen zuvor versteckt waren.
Polizisten fanden die Drogen bei der Durchsuchung des Wagens eines 56 Jahre alten Niederländers auf einem Rastplatz bei Rees
© Bundespolizei / DPA

Quelle: DPA

Alsdorf: Tödlichen Schüsse auf Rocker - Tatverdächtiger auf freiem Fuß

Nach den tödlichen Schüssen auf einen 32-Jährigen in Alsdorf bei Aachen ist ein tatverdächtiger Mann wieder auf freiem Fuß. Er sei am Montagabend entlassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Das Geschehen sei immer noch unklar; offenbar seien mehrere Rockergruppierungen beteiligt gewesen.

Der Tatverdächtige hatte sich nach dem Vorfall am Samstagabend in Alsdorf gestellt. Dort waren nach einem Streit Schüsse gefallen: Der 32-Jährige brach zusammen und starb später im Krankenhaus. Die Ermittlungen in dem Fall dauerten an, erklärte die Staatsanwaltschaft und machte keine weiteren Angaben.
Quelle: AFP

Wiesbaden: Großrazzia in elf Bundesländern wegen Hasskommentaren im Internet

Mit einer Großrazzia in elf Bundesländern sind Ermittler am Dienstag gegen Hasskommentare im Internet vorgegangen. 83 Wohnungen und andere Objekte wurden durchsucht, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden mit. Die Ermittlungen richten sich gegen 96 Beschuldigte aus Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Sie sollen Hasskommentare im Internet veröffentlicht haben. Ziel der Razzia war es, Tatmittel wie Smartphones oder Laptops zu beschlagnahmen. Die Durchsuchungen waren Teil eines europaweiten Aktionstags gegen Hass und Hetze im Internet. Sechs weitere Staaten nahmen daran teil.

Quelle: AFP

Stapelfeld: Schwerer Unfall auf der A1 – sechs Verletzte

Auf der A1 ist es am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr zu einem schweren Unfall gekommen. Wie die Polizei berichtet, war zwischen den Anschlussstellen Stapelfeld und Ahrensburg in Fahrtrichtung Norden ein Lkw auf aus bislang ungeklärter Ursache auf ein Stauende aufgefahren und umgekippt. Drei weitere Sattelzüge und ein Pkw sollen ebenfalls beteiligt sein. Mindestens sechs Personen sollen verletzt worden sein. Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber ist im Einsatz. Die A1 ist in Fahrtrichtung Fehmarn derzeit voll gesperrt. Die Polizei leitet den Verkehr an der Anschlussstelle Stapelfeld ab. Es wird ab der A24 eine Umleitung über die B404 empfohlen.

Quelle: Polizei Ratzeburg

Heppenheim: Unbekannte stehlen 15.000 Pfandflaschen

Rund 15.000 Pfandflaschen haben Unbekannte im südhessischen Heppenheim gestohlen. Wie die Polizei in Darmstadt am Montagabend mitteilte, hebelten die Täter am Wochenende einen Leergutcontainer auf und entwendeten die in Plastiksäcken verpackten Flaschen. Den Schaden bezifferte die Polizei auf etwa 3700 Euro. Die Beamten gingen davon aus, dass das Diebesgut mit einem Fahrzeug abtransportiert wurde. Sie baten mögliche Zeugen, sich zu melden.

Quelle: AFP

Regensburg: Mehrere Verletzte durch Rauchgas Kinderheim

Bei einem Brand in einem Regensburger Kinderheim sind mehrere Menschen durch Rauchgas verletzt worden. Sechs Jugendliche und eine Betreuerin seien in verschiedene Krankenhäuser gebracht worden, teilte die Polizei am Montagabend mit. Den Angaben zufolge war ein Sofa in einem Gruppenraum in Brand geraten. Neben der Couch wurde auch das Zimmer leicht beschädigt. Die Kriminalpolizei leitete Ermittlungen ein.
Quelle: AFP

 Nachrichten von Montag, den 2. November

Alsdorf: Rocker erschossen – Verdächtiger stellt sich

Nach den tödlichen Schüssen auf einen 32-Jährigen in Alsdorf bei Aachen hat sich ein Tatverdächtiger der Polizei gestellt. Das bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aachen am Montag. Die Tatwaffe sei sichergestellt und der Mann habe ausgesagt, sagte die Sprecherin. Zu den Inhalten wollte sie sich zunächst nicht äußern. Das Opfer sei Mitglied in einer Rockergruppierung gewesen, sagte die Sprecherin. Ob es sich um eine Auseinandersetzung mit anderen Rockergruppen oder um einen persönlichen Konflikt gehandelt habe, sei Gegenstand der Ermittlungen. Nach ersten Erkenntnissen waren am Samstagabend mehrere Menschen in Alsdorf in Streit geraten. Dann sei geschossen worden. Der 32-Jährige brach zusammen und starb später im Krankenhaus. "Wir gehen davon aus, dass es eine Vorbeziehung gegeben hat", hieß es in einer Polizeimitteilung. Laut "Bild" nahmen an der Fahndung auch Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos teil. Nach Angaben der Zeitung gehörte das Opfer der Rockergruppierung "Red Devils" an.

Schwer bewaffnete Polizei stehen nach Schüssen am Tatort im Übacher Weg.
Schwer bewaffnete Polizei stehen nach Schüssen am Tatort im nordrhein-westfälischen Alsdorf
© Ralf Roeger / DPA

Quelle: DPA

Berlin: 13-Jähriger erstochen - Tatverdächtiger stellt sich 

Nach dem gewaltsamen Tod einen 13-Jährigen in Berlin hat sich ein Tatverdächtiger der Polizei gestellt. Es handelt sich um einen 41-jährigen Mann mit türkischer Staatsangehörigkeit, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt am Montag mitteilten. Der Tatverdächtige stellte sich der Mordkommission und wurde anschließend vernommen. Zunächst gab es weiterhin keine Erkenntnisse zur Ursache der Auseinandersetzung, in deren Folge der aus Syrien stammende 13-Jährige am Samstagabend in einem Park im Stadtbezirk Mitte erstochen worden war. Insbesondere gebe es "keine Hinweise auf ein etwaiges rassistisches Tatmotiv", erklärte die Polizei. Die Ermittlungen dauerten an. Nach bisherigen Erkenntnissen zog der mutmaßliche Täter bei einem Streit mit einer siebenköpfigen Gruppe, die weitgehend aus Kindern und Jugendlichen bestand, ein Messer. Bei einem anschließenden Handgemenge stach der Mann zu und flüchtete. Der 13-Jährige starb trotz Wiederbelebungsversuchen noch am Tatort. Ein 22-Jähriger wurde zudem schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Quelle: AFP

Freilassing: Mann schmuggelt Drogen in Cheeseburger

Zollbeamte aus Rosenheim berichteten am Montag über einen kuriosen Fall. Demnach kontrollierten die Beamten in den Abendstunden in Freilassing einen Mann, der aus Salzburg kam. Wie sich herausstellte, war der 23-Jährige bereits mehrere Male wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz polizeilich in Erscheinung getreten. Die Beamten durchsuchten den Mann, konnten jedoch nichts finden. Auffällig war nur, dass er ohne "Ware" von Salzburg zurück kam und lediglich drei lauwarme Burger bei sich hatte. Bei genauerer Inspizierung ergab sich, dass auf dem Cheeseburger mehrere Papiertütchen lagen, die nochmals in Frischhaltefolie verpackt waren. Wie sich herausstellte befand sich darin rund sechs Gramm Kokain. 

Diesen Burger mit etwas ungewöhnlichem Belag fanden die Zollbeamten bei dem jungen Mann
Diesen Burger mit etwas ungewöhnlichem Belag fanden die Zollbeamten bei dem jungen Mann
© Hauptzollamt Rosenheim

Quelle:Hauptzollamt Rosenheim

Köln: Frontalzusammenstoß von Straßenbahnen – mindestens 20 Verletzte

Bei einem schweren Frontalzusammenstoß zweier Straßenbahnen in Köln sind mehr als 20 Menschen verletzt worden. Dabei handelte es sich unter anderem um die 42 Jahre alte Fahrerin einer der beiden Bahnen, wie die Stadt am Montag mitteilte. Sie musste von der Feuerwehr aus ihrer Kabine befreit werden und kam schwer verletzt in eine Klinik. Auch ihr Gegenüber, der 57 Jahre alte Fahrer der anderen Linie, trug schwere Verletzungen davon. Die Passagiere kamen glimpflicher davon. 13 leichtverletzte Fahrgäste seien in eine Klinik gekommen, teilte die Stadt mit. Weitere elf wurden an der Unfallstelle versorgt.

Der Unfall ereignete sich gegen 8.15 Uhr in der Kölner Innenstadt. Die Bahnen krachten den Angaben zufolge frontal gegeneinander und sprangen aus den Gleisen. Eine der beiden Bahnen sei zuvor abgebogen, statt auf ihrer Route weiter geradeaus zu fahren. Der Grund dafür war allerdings zunächst unklar. Eine Polizeisprecherin sagte, der Hergang werde noch untersucht.

Zwei Straßenbahnen stehen nach einer Kollision am Neumarkt neben den Gleisen.
Die beiden Straßenbahnen stehen nach der Kollision am Neumarkt neben den Gleisen. Die beiden Bahnführer wurden schwer, mehrere Fahrgäste leicht verletzt.
© Rolf Vennenbernd / DPA

Quelle: DPA

Hannover: Abgebaute Geisterbahn brennt aus

Eine Geisterbahn, die schon abgebaut und auf Anhänger verladen war, ist in der Nacht auf Montag in Hannover abgebrannt. Drei von vier Lkw-Anhängern auf dem Schützenplatz in der Landeshauptstadt gingen in Flammen auf, wie die Feuerwehr mitteilte. Niemand sei verletzt worden. Das Feuer habe aber einen hohen Sachschaden von etwa 750 000 Euro angerichtet. Die Feuerwehrleute konnten verhindern, dass die Flammen auf den Wohnwagen des Betreibers überreifen. Das Löschen dauerte fast drei Stunden. In Hannover hatte bis Sonntag das "Herbstvergnügen" stattgefunden. Der mobile Freizeitpark mit 26 großen Fahrgeschäften und rund 60 Buden sollte als Ersatz für das ausgefallene Oktoberfest dienen.

Quelle: DPA

Unna: Dünner Verwandter auf Hausdach entpuppt sich als Antenne

Ein vermeintlicher Mann auf dem Dach eines Wohnhauses hat im nordrhein-westfälischen Unna einen kuriosen Polizeieinsatz ausgelöst. Eine Frau meldete nach Polizeiangaben am Montagmorgen der Leitstelle, dass ein Verwandter auf dem Dach stehe. Am "Einsatzort" stellte sich aber schnell heraus, dass es sich keineswegs um den Verwandten der Zeugin handelte - sondern um eine Antenne. Zu der Verwechslung in der Morgendämmerung kam es demnach, weil der Verwandte laut Anruferin ähnlich dünn sein soll wie eine Antenne. Die Polizei nahm das kuriose Ende des Einsatzes gleichwohl zum Anlass für den Appell an die Bevölkerung, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig den Notruf zu wählen. Denn nicht immer liege ein derartiger Irrtum vor wie bei dem morgendlichen Vorfall.

Quelle: AFP    

Travemünde: Angelboot gekentert – drei Schwerverletzte 

Ein Boot ist in der Ostsee vor Lübeck gesunken. Drei Angler seien dabei schwer verletzt worden, wie die Seenotretter mitteilten. Das Schiff sei aus ungeklärten Umständen am Sonntagabend vor dem Strand in Travemünde gekentert. Ein Passant hörte gegen 19.15 Uhr die Hilfeschreie von See und verständigte die Einsatzkräfte. Die Seenotretter entdeckten die drei Schiffbrüchigen in der Ostsee. Offenbar war ihr etwa fünf Meter langes Boot rund 400 Meter vor der Küste gekentert. Behutsam wurden die Schiffbrüchigen aus dem 13 Grad kalten Wasser gerettet. Sie waren stark unterkühlt und wurden in ein Krankenhaus gebracht. Zwei der drei Schiffbrüchigen mussten aufgrund ihrer starken Unterkühlungen intensivmedizinisch versorgt werden. Das Boot war nach dem Kentern offenbar gesunken.

Am Anleger der Norderfähre in Travemünde übergaben die Seenotretter die drei Schiffbrüchigen an den Landrettungsdienst.
Am Anleger der Norderfähre in Travemünde übergaben die Seenotretter die drei Schiffbrüchigen an den Landrettungsdienst
© Die Seenotretter

Quellen: seenotretter.de

Nürtingen: Zwei Menschen sterben bei Hausbrand 

Zwei Leichen sind aus einem brennenden Mehrfamilienhaus im Landkreis Esslingen geborgen worden. Weitere Bewohner des Hauses in Nürtingen wurden nach Angaben der Polizei verletzt ins Krankenhaus gebracht. Wie es zu dem Feuer in der Nacht auf Montag kam, war zunächst unklar. Auch zur Höhe des Sachschadens und der Identität der Toten machte die Polizei keine Angaben.

Quelle: DPA

Nordenham: Castor-Transportschiff legt an

Ein Transportschiff mit sechs Castor-Behältern an Bord hat am frühen Montagmorgen den Hafen in Nordenham erreicht. Die mit Atommüll beladenen Behälter sollen anschließend auf einen Zug verladen werden, sagte ein Sprecher der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS). Danach soll der Zug die Behälter in das Zwischenlager im hessischen Biblis fahren. Bis jetzt laufe alles nach dem Zeitplan. Das Schiff war am vergangenen Dienstag im britischen Sellafield ausgelaufen.

Aufgrund internationaler Verpflichtungen muss Deutschland seinen im Ausland aufbereiteten Atommüll zurücknehmen. An dem Transport des gefährlichen Materials gibt es viel Kritik. So sehen Umweltschützer beispielsweise Mängel an dem Zwischenlager Biblis und Sicherheitsdefizite bei den Atommüllbehältern. Die für die Lagerung des hoch radioaktiven Atommülls zuständige Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) wies Bedenken zurück.

Quelle: DPA

Freiburg: Katze an Laterne festgebunden

In der Nacht zu Samstag meldeten Zeugen gegen 3.20 Uhr der Freiburger Polizei eine angebundene Katze. Das Tier war mit einem Leinentuch an einer Laterne festgebunden und wurde durch die Befestigung am Hals stranguliert, wie ein Anrufer beschrieb. Beim Eintreffen der Polizeibeamten war das Tier bereits durch den Passanten befreit worden und hatte sich ohne erkennbare Verletzungen aus dem Staub gemacht. Die Polizei ermittelt nun wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Quelle:  Polizei Freiburg

Nachrichten aus der Woche vom 26. Oktober bis 1. November 2020 lesen Sie hier.

jek / rös

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker