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Nachrichten aus Deutschland Unbekannter tötet 13-jährigen Jungen in Park mit Messer und flüchtet

Nachrichten Deutschland
Ein Polizist und ein Gerichtsmediziner gehen zu einem Einsatzfahrzeug der Polizei im Monbijoupark in Berlin-Mitte, wo zuvor ein 13-Jähriger getötet wurde
© Paul Zinken/dpa
Rendsburg: Prostituierte getötet - Beschuldigter in Untersuchungshaft +++ Pforzheim: Familienangehörige entdecken Leichen von Vater und minderjähriger Tochter +++ Panorama-Nachrichten aus Deutschland.

Berlin: Mann tötet 13-jährigen Jungen mit Messer – Täter auf Flucht

In Berlin ist ein 13-jähriger Junge in der Nacht zum Sonntag bei einem Streit tödlich verletzt worden. Ein Mann soll das Kind im Monbijoupark im Bezirk Mitte mit einem Messer angegriffen und einen weiteren jungen Begleiter schwer verletzt haben, bestätigte die Staatsanwaltschaft. Zunächst hatte die Polizei bei dem Todesopfer von einem Mann gesprochen. Der Verletzte ist 22 Jahre alt. Der Täter flüchtete in der Nacht unerkannt. Die Polizei sucht Zeugen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei waren die beiden Opfer am späten Samstagabend in einer siebenköpfigen Gruppe unterwegs. Bis auf den 22-Jährigen habe sie nur aus Kindern und Jugendlichen bestanden. Gegen 22.40 Uhr soll diese Gruppe in dem Park mit einem derzeit noch unbekannten Mann zusammengestoßen und in Streit geraten sein. Der Mann soll etwa 45 Jahre alt sein sowie schütteres Haar samt einer Oberkopfglatze sowie einen grau-meliertem Vollbart haben.

Im Handgemenge soll der bislang Unbekannte dann ein Messer gezogen und damit den 13-Jährigen sowie den 22-Jährigen schwer verletzt haben. Anschließend flüchtete er. Der Junge starb trotz wenig später eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch im Park. Der 22-Jährige erlitt schwere Verletzungen und wird derzeit in einem Krankenhaus behandelt. Die 7. Mordkommission beim Berliner Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.

Quelle: DPA

Rendsburg: Prostituierte getötet - Beschuldigter in Untersuchungshaft 

Rund einen Monat nach dem gewaltsamen Tod einer 40 Jahre alten Frau in Rendsburg hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Gegen den 40-jährigen, in Rendsburg lebenden Mann hat das Amtsgericht Kiel auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Er kam in eine Justizvollzugsanstalt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Kiel am Sonntag mitteilten.

Die Frau war Ende September den Angaben zufolge mit stumpfer Gewalteinwirkung sowie dem Überziehen einer Plastiktüte über den Kopf getötet worden. Ein Zeuge hatte die Getötete am Abend des 28. September in einer Wohnung in Rendsburg entdeckt. Die 40-Jährige war dort den Angaben zufolge der Prostitution nachgegangen. Der am Freitag festgenommene mutmaßliche Täter wurde von den Ermittlern als letzter Freier des Opfers ermittelt. Ein Abgleich von am Tatort gesicherten molekulargenetischen Spuren mit der DNA des Beschuldigten habe den Tatverdacht erhärtet, teilten die Ermittlungsbehörden weiter mit.

Pforzheim: Familienangehörige entdecken Leichen von Vater und minderjähriger Tochter 

Im baden-württembergischen Neuhausen haben Familienangehörige am Samstagabend die Leichen eines 62-jährigen Vaters und seiner noch minderjährigen Tochter gefunden. Die Toten wurden auf dem gemeinsamen Anwesen in der Gemeinde im Enzkreis entdeckt, wie die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und die Polizei Pforzheim am Sonntag mitteilten. Im Zuge der Ermittlungen soll nun geklärt werden, ob der 62-jährige Familienvater zunächst seine Tochter und dann sich selbst tötete. "Hinweise auf ein weiteres Fremdverschulden liegen derzeit nicht vor", teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Weitere Einzelheiten nannten die Ermittler zunächst nicht.

Quelle: DPA

Lahr: Verdacht auf "staatsgefährdende Gewalttat" - 20-Jähriger festgenommen

Ein 20 Jahre alter Mann aus Lahr im Schwarzwald wird verdächtigt, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat geplant zu haben. "Es hat sich der Anfangsverdacht ergeben hinsichtlich Vorbereitungen einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat", sagte ein Sprecher der Karlsruher Staatsanwaltschaft am Sonntag. Zunächst berichtete die "Welt am Sonntag". Ein dringender Tatverdacht besteht laut dem Sprecher derzeit jedoch nicht. Einzelheiten zu den Taten, die der Mann geplant haben könnte, und wo er diese hätte ausüben wollen, wurden nicht genannt.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland von Samstag, 31. Oktober

Frankfurt: Polizei in Frankfurt mit Flaschen und Steinen beworfen 

Beim Versuch einer Streitschlichtung sind am Freitagabend in der Frankfurter Zeil Polizisten tätlich angegriffen worden. Aus einer etwa 25-köpfigen Menschenmenge heraus seien ein 27 Jahre alter Beamter und seine 24-jährige Kollegin mit Steinen und Flaschen beworfen worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Einer der mutmaßlich jugendlichen Täter habe zudem mit Pfefferspray auf die Polizistin gezielt, diese aber verfehlt. Ihr Kollege sei verletzt worden und konnte seinen Dienst nicht fortsetzten. 

Die Beamten hätten zuvor erfolglos versucht, eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern zu schlichten und deren Personalien aufzunehmen, so die Polizei. Sie seien dann von Umstehenden angegriffen worden. Als weitere Streifenwagen eintrafen, seien die Tatverdächtigen geflüchtet. Die Ermittlungen dauerten an.

Quelle: DPA

Berlin: Maskenverweigerer greift 62-Jährigen an

Im Streit über das Tragen des vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutzes in der Berliner U-Bahn soll ein Maskenverweigerer einen anderen Fahrgast attackiert und verletzt haben. Der Mann war am Freitagnachmittag in einen Zug der U-Bahnlinie 3 eingestiegen und wurde von mehreren Passagieren umgehend auf seine fehlende Maske angesprochen, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Demnach wurde der Mann sofort aggressiv, schrie herum und beschimpfte andere Fahrgäste. Außerdem zog er laut Polizei ein Messer und fuchtelte damit herum. An einem Bahnhof wechselte er in einen anderen Waggon und schrie dort ebenfalls herum. Der Maskenverweigerer sei dann zielstrebig auf einen 62-Jährigen zugegangen, der mit seinem Fahrrad in der U-Bahn stand, erklärte die Polizei in der Hauptstadt weiter. Er habe den 62-Jährigen nach Zeugenangaben erst mehrfach in die Rippen gestoßen und ihm mehrere Kopfstöße verpasst, bevor er ihm das Messer an die Kehle hielt und ihn dabei im Gesicht verletzte. Währenddessen soll der Mann zudem "wirre Äußerungen" getätigt haben. Als der Zug in der nächsten Station hielt, zerstach der Unbekannte demnach noch die Reifen am Fahrrad des 62-Jährigen und flüchtete daraufhin. Die Suche nach ihm dauert am Samstag noch an. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung auf. Der 62-Jährige wurde in der U-Bahn-Station von Rettungskräften versorgt.

Quelle: DPA

Berlin: Frau fährt mit Auto in Café - sechs Verletzte 

Eine ältere Frau hat am Samstagvormittag in Berlin die Kontrolle über ihr Auto verloren und ist damit in ein Café gefahren. Dabei seien fünf Menschen in dem Café leicht verletzt worden, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Auch die Frau sei mit leichten Verletzungen davongekommen.

Sie war mit ihrem Pkw auf dem Hohenzollerndamm in Berlin-Schmargendorf unterwegs, als sie von der Straße geriet und durch die Fensterfront des Cafés fuhr. Das Auto kam den Angaben zufolge in dem Gebäude zum Stehen. Die Polizei ermittelt noch zur genauen Unfallursache. Alle Verletzten wurden in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht.

Quelle: DPA

Bremen: Drei Männer beleidigen 20 Jahre alte Frau rassistisch und verletzen sie schwer

Im Bremer Stadtteil Huchting wurde am Freitagabend eine 20 Jahre alte Frau von drei Männern rassistisch beleidigt und verletzt. Sie musste anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden. Drei Tatverdächtige wurden von der Polizei anschließend gestellt. Die alkoholisierten Männer beschimpften die Frau als "Scheiß N*****" und "Scheiß Afrikanerin", schlugen auf sie ein und traten sie. Zeugen eilten zur Hilfe und riefen die Polizei, woraufhin die Täter flüchteten. Mittlerweile wurde Strafanzeigen eingeleitet. 

Quelle: Polizei Bremen

Gelsenkirchen: Feuerwehr findet hochexplosiven Stoff in Gelsenkirchener Wohnung

Die Räumung einer Wohnung nach dem Tod des Bewohners hat in Gelsenkirchen einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Der Vermieter der Wohnung stieß beim Ausräumen am Freitag auf eine Vielzahl von Chemikalienbehältern, wie die Feuerwehr in der Ruhrgebietsstadt am frühen Samstagmorgen mitteilte. Nach einer Erkundung der Wohnung durch die Einsatzkräfte ergab sich demnach der Verdacht, dass in mindestens zwei der gefundenen Fläschchen getrocknete Pikrinsäure aufbewahrt wurde. Die Substanz sei in diesem auskristallisierten Zustand hochexplosiv, erklärte die Feuerwehr. Deshalb wurden Fachleute der Bundespolizei und der Dortmunder Feuerwehr hinzugezogen. Analysen der Spezialisten bestätigten den Verdacht. Ein Polizist brachte die Säurefläschchen in einen druckfesten Spezialanhänger - damit fuhren die Fachleute dann auf ein freies Feld. "Eine kontrollierte Sprengung löste dort das Problem binnen einer Sekunde in Rauch auf", berichtete die Feuerwehr.

Quelle: AFP

Ulm: Frau sticht ihrem Lebensgefährten in den Oberarm 

Am Freitagabend eskalierte ein Streit zwischen einer 46 Jahre alten Frau und ihrem 59-jährigen Lebensgefährten in Göppingen. Die Frau stach mit einer 13 cm langen Klinge zu, als sich ihr Freund gerade von ihr abwandte. Sie traf ihn am rechten Oberarm. Der Mann musste im Krankenhaus versorgt werden. Seine Freundin wurde in Gewahrsam genommen. Es wird vermutet, dass sie unter Alkoholeinfluss stand. Die Täterin erwartet nun eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. 

Quelle: Polizei Ulm

Nachrichten aus Deutschland von Freitag, 30. Oktober

Aachen: 16-Jähriger sticht auf Freund ein

Ein 16-Jähriger aus Aachen hat am Donnerstag seinen Freund mit einem Messer schwer verletzt, weil er nicht zu einer Halloween-Party eingeladen wurde. Laut Polizei war es am Donnerstagnachmittag zu einem Streit zwischen den beiden Jugendlichen gekommen. Die 16-Jährigen seien zunächst handgreiflich geworden. Dann habe der nicht zur Party eingeladene Jugendliche seinen Freund mit einem Messer attackiert und schwer verletzt. Dieser wurde in ein Krankenhaus gebracht. Über den Gesundheitszustand gibt es aktuell keine Informationen. 

Quelle: Polizei Aachen

Viersen: Todesopfer bei Unfall mit in Gruppe gefahrenem Auto ist zwölfjähriger Junge

Nach einem Unfall im nordrhein-westfälischen Kreis Viersen, bei dem ein Auto in eine Menschengruppe auf einem Gehweg gefahren war, hat die Polizei weitere Details veröffentlicht. Bei dem Getöteten handelt es sich um einen zwölfjährigen Jungen, wie die Polizei am Donnerstagabend mitteilte. Seine 39 Jahre alte Mutter und ein weiterer Fußgänger seien schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Ein zweijähriger Junge, der zur Familie des Zwölfjährigen gehört, wurde demnach leicht verletzt. Auch der 30-jährige Fahrer des Autos verletzte sich leicht. Nach Angaben der Polizei gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass der Mann absichtlich in die Menschengruppe gefahren war. Die Ursache für den Unfall blieb weiter unklar. 

Quelle: DPA

Berlin: Internet-Betrug mit Katzenbabys – 40-Jährige verurteilt 

Sie bot im Internet Katzenbabys an und prellte etliche Tierfreunde um die "Reservierungsgebühr" – ohne dass diese eine Katze bekamen: Eine 40 Jahre alte Frau ist am Donnerstag am Amtsgericht Berlin-Tiergarten wegen Betrugs in 26 Fällen zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die vierfache Mutter wurde zudem für die Dauer von vier Jahren einem Bewährungshelfer unterstellt. Zudem wurde die Einziehung von Wertersatz in Höhe von 5875 Euro angeordnet.

Auf einer Online-Plattform hatte sie laut Ermittlungen immer wieder Katzenbabys zum Verkauf angeboten und von Interessenten "Reservierungsgebühren" von bis zu 530 Euro kassiert. Vor Gericht hatte die Angeklagte betrügerische Geschäfte mit Katzen der Rasse Britisch Kurzhaar zugegeben. Es tue ihr leid, erklärte sie. Sie könne sich allerdings nicht mehr an die Details der Taten erinnern. Von dem ergaunerten Geld habe sie gelebt, so die arbeitslose Konditorin. Ihre Verteidigerin erklärte, ihre Mandantin habe "mehr Katzen verkauft, als tatsächlich vorhanden waren". Es sei außer Kontrolle geraten.

Im Urteil hieß es: "Die Angeklagte hatte sich eine nette Einnahmequelle geschaffen – das war schon System." Der Staatsanwalt sagte in seinem Plädoyer: "Ich glaube, dass es niemals Katzenbabys gab."

Quelle: DPA

Rostock: Pferd springt bei Fahrt vom Hänger

Während der Fahrt ist ein Pferd in Rostock seinem Besitzer aus dem Autoanhänger gesprungen und hat am Freitagmorgen für erhebliche Behinderungen im Berufsverkehr gesorgt. Wie eine Polizeisprecherin sagte, war das Tier südlich vom Schutower Kreuz auf dem Autobahnzubringer zur Autobahn 20 ausgebüxt. Der Besitzer konnte erst mit Hilfe der Tierrettung das verängstigte und verletzte Pferd einfangen, der Einsatz dauerte rund eine Stunde.

Quelle: DPA

Schweinfurt: Ex-Fußballtrainer wegen mutmaßlichen Kindesmissbrauchs vor Gericht

In der Funktion eines Fußballtrainers, also eines Vertrauten, soll sich der 21-jährige Deutsche Kindern und Jugendlichen genähert haben. Nun sitzt der mutmaßliche Täter vor Gericht. Er erzählte den Kindern laut Anklage von einem kriminellen Ring aus Russland, den er als "Mafia" bezeichnete und dem es gelungen sei, die Handys von Mannschaftsmitgliedern zu hacken. Die Kriminellen hätten somit das Duschen filmen können und die Bild- und Videoaufnahmen ins Internet gestellt.

Der Trainer gab vor, einen "Filter" entwickelt zu haben, mit dem die Nacktbilder und -Videos der Jungen aufgespürt und gelöscht werden könnten. Dafür müssten sie zum Abgleich intime Aufnahmen an ihn schicken und einen Fragebogen mit Details zum Intimbereich ausfüllen. Einige Kinder machten laut Anklage die Aufnahmen und leiteten sie in Whatsapp-Chats an den Angeklagten weiter.

Der Angeklagte habe Nacktaufnahmen von insgesamt neun Kindern im Alter zwischen elf und 13 Jahren beschafft. "Bei drei Geschädigten soll es auch zu Handlungen mit Körperkontakt gekommen sein, die jedoch nicht den Straftatbestand des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern erfüllen", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Axel Weihprecht. Um sie soweit zu bekommen, habe der Verdächtige sie auf verschiedene Weisen manipuliert. 

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland von Donnerstag, 29. Oktober

Kühbach: 27 Schüler bei Busunfall verletzt

Bei einem Schulbusunfall im schwäbischen Kühbach sind am Donnerstagmorgen 27 Kinder überwiegend leicht verletzt worden. Dass die Schüler bei dem Unfall Blessuren erlitten, fiel Polizeiangaben zufolge allerdings erst auf, nachdem sie mit einem Ersatzbus zu den Schulen im bayerischen Schrobenhausen gebracht worden waren. Als die Polizei zum Unfallort kam, waren alle Kinder bereits weggebracht worden. Nach Angaben der Polizei war ein Autofahrer in der Gemeinde Kühbach auf den mit etwa 50 Schülern besetzten Bus aufgefahren. Zunächst wurde nur der 20 Jahre alte Autofahrer mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Dass etliche Kinder auch medizinische Hilfe benötigen, wurde erst in den Schulen im etwa zehn Kilometer entfernten Schrobenhausen klar. Denn das Busunternehmen hatte Polizeiangaben zufolge binnen kurzer Zeit einen zweiten Bus organisiert und die Kinder von der Unfallstelle weggebracht. In den Schulen kam es dann zu einem Großeinsatz. Dort versorgten dann 40 Sanitäter insgesamt 23 leichtverletzte Kinder ambulant, vier Schüler wurden vorsorglich in zwei Krankenhäuser gebracht und dort behandelt.

Quelle: DPA

Leezen: Rehunfall deckt mutmaßlichen Drogenhändler auf

Ein Reh hat in Mecklenburg-Vorpommern dafür gesorgt, dass ein mutmaßlicher Drogenhändler aufgeflogen ist. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte, waren die Beamten am Mittwochabend zu einem Wildunfall bei Leezen nahe Schwerin gerufen worden. Sie unterzogen den 23-jährigen Fahrer, der sich verdächtig verhielt, einem Drogentest, der positiv ausfiel. In dem beschädigten Auto seien mehrere hundert Gramm Cannabis sowie eine größere Summe Bargeld gefunden worden. Gegen den 23-Jährigen werde unter anderem wegen Fahrens unter Drogeneinfluss ermittelt, an seinem Auto entstand ein Schaden von mehreren tausend Euro. Das Reh überlebte den Zusammenstoß nicht, wie es weiter hieß.

Quelle: DPA

Altena: Betrüger scheitern mit dreister Telefonmasche

In Altena im Märkischen Kreis wollten Betrüger an das Mitgefühl einer älteren Frau ausnutzen. Mit den Worten "Mama, ich hatte einen Autounfall. Eine Frau ist tot", jagten sie ihr am Telefon einen gehörigen Schrecken ein und gaben an, eine Kaution zahlen zu müssen. Der Mann, der sich als ihr Sohn ausgab, reichte den Hörer anschließend an seine Komplizin weiter, die der 75-Jährigen allerhand Fragen stellte. Dann schöpfte das vermeintliche Opfer Verdacht und legte den Hörer auf. Doch kurz darauf klingelte es wieder.  "Warum hast du aufgelegt?" fragten die Betrüger. Die Altenaerin beendete erneut das Gespräch und rief stattdessen die Polizei. Die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis veröffentlichte den Fall, um auf Betrugsmaschen dieser Art aufmerksam zu machen. Die Täter würden sich nicht scheuen, umfangreiche Lügengeschichten zu erfinden, heißt es von den Beamten. Häufig gingen derlei Betrugsversuche los mit der Frage "Rate mal, wer hier ist?". Die Täter schlüpften dann schnell in die Rolle desjenigen, deren Name fällt – das kann der Sohn, der Ehemann oder ein Freund des Angerufenen sein. Das Gespräch käme schließlich recht schnell auf die entsprechende Geldforderung. Die Polizei rät dringend, sich nicht auf Fragespiele am Telefon einzulassen.

Quelle: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis

Detmold: Über 50 Bushaltestellen über Nacht beschädigt 

Innerhalb einer Nacht sind im nordrhein-westfälischen Detmold mehr als 50 Bushaltestellenhäuschen beschädigt worden. In der Nacht zum Donnerstag zerstörten Unbekannte die Glasscheiben von Haltestellen in verschiedenen Ortsteilen von Detmold, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Nach ersten Ermittlungen seien die Täter wohl "motorisiert unterwegs" gewesen. Wie hoch der Schaden ausfiel, konnte die Polizei zunächst nicht beziffern. Mögliche Zeugen wurden um Mithilfe gebeten.

Quelle: AFP

Hannover: Arm eingeklemmt – Stadtbahn schleift Fahrgast hundert Meter mit 

Ein Fahrgast ist in Hannover von einer Stadtbahn mitgeschleift und dabei schwer verletzt worden. Der 40-Jährige wurde am Mittwoch etwa einhundert Meter mitgezogen, bevor sich sein Arm aus der Tür löste. Der Mann fiel neben die Gleise, wie die Polizei mitteilte. Rettungskräfte versorgten den Verletzten und brachten ihn in eine Klinik. Der Fahrer der Straßenbahn bekam den Angaben zufolge von dem Unfall zunächst nichts mit und fuhr weiter. Nach ersten Erkenntnissen war der Mann am Mittag an einer Haltestelle zunächst ausgestiegen, griff aber in den Waggon, um noch etwas aufzuheben. Die Türen gingen zu und der Arm des Mannes wurde eingeklemmt. Der Bahnfahrer wurde von der Leitstelle über den Unfall informiert und brachte die Stadtbahn zu einem Betriebshof, wo der Waggon untersucht wurde. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung und bittet Zeugen, sich zu melden.

Quelle: DPA

Mönchengladbach: Mann wegen Tötung von schwangerer Freundin vor Gericht

Wegen mutmaßlichen Totschlags seiner schwangeren Freundin muss sich ein 40-Jähriger ab Donnerstag (09.15 Uhr) vor dem Landgericht Mönchengladbach verantworten. Der Angeklagte soll die 26-Jährige im März in der gemeinsamen Wohnung in Mönchengladbach im Streit erwürgt haben. Die Leiche soll er tagelang unter seinem Bett versteckt haben. Danach soll der Angeklagte den Leichnam in Bettzeug und Müllsäcke eingewickelt und mit seinem Auto zu einem trockenen Bachlauf in einem Grevenbroicher Waldstück gebracht haben. Im Mai führte der 40-Jährige die Polizei nach seiner Festnahme zum Ablageort. Das Verfahren ist zunächst bis Ende Januar angesetzt.

Quelle: AFP

Bayern / Baden-Württemberg: Drogen und Waffen bei großangelegter Razzia sichergestellt

Im Kampf gegen Drogenhandel haben Staatsanwälte und mehr als 180 Polizisten am Mittwoch 18 Wohnungen in Südbayern und Württemberg durchsucht. Wie das Polizeipräsidium Schwaben Südwest mitteilte, wurden Betäubungsmittel, rund 50.000 Euro mutmaßliches Drogengeld und eine Schreckschusswaffe sichergestellt. Ein 36-Jähriger wurde wegen Widerstands gegen die Polizei festgenommen. Bereits im Juli hatte die Polizei einen Kokaintransport aus den Niederlanden gestoppt und drei Männer aus dem Raum Günzburg unter dem Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln verhaftet. Jetzt durchsuchte die Polizei die Wohnungen von 18 mutmaßlichen Abnehmern. Dabei seien Kokain, Heroin, Ecstasy-Tabletten, Amphetamin, Marihuana, Haschisch, psychoaktive Pilze und Streckmittel sichergestellt worden. Alle 18 Beschuldigten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, 28. Oktober

Bremen: Gesundes Organ entfernt – Mann erhält 90.000 Euro

Wegen eines bei einer Operation versehentlich entfernten Organs erhält ein 21 Jahre alter Mann 90.000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld. Auf diese Summe haben sich der Kläger, die Krankenhausgesellschaft und der betroffene Arzt am Mittwoch in einem Vergleich vor dem Landgericht Bremen geeinigt, wie der Gerichtssprecher sagte. Der Arzt sowie die Krankenhausgesellschaft haften demnach außerdem für zukünftige, heute noch nicht vorhersehbare Schäden, die auf den Behandlungsfehler zurückzuführen sind.

Der Arzt hatte dem Kläger im Oktober 2017 im Krankenhaus aus Unachtsamkeit die linke, gesunde Niere statt der Milz entfernt. Gegen den Mediziner wurde deshalb im Juni 2019 ein Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung erlassen, er musste 30.000 Euro zahlen.

Dem Gerichtssprecher zufolge forderte der junge Mann in dem Zivilrechtsstreit zunächst rund 350.000 Euro Schadenersatz, Schmerzensgeld und den Ersatz zukünftiger Schäden. Nach dem Vergleich haben beide Parteien nun drei Wochen Zeit. Wenn sie den Vergleich bis dahin nicht widerrufen, ist er gültig.

Quelle: DPA

Hofheim: Verdächtiger will Deal nach tödlicher Kollision auf A66

Nach der tödlichen Kollision auf der A66 bei Hofheim am Taunus ist ein Verdächtiger weiter flüchtig. Er habe der Frankfurter Staatsanwaltschaft einen Deal angeboten, auf den die Behörde aber nicht eingegangen sei, sagte deren Sprecherin Nadja Niesen am Mittwoch. Der verdächtige Fahrer eines Sportwagens habe sich stellen wollen unter der Bedingung, dass der Haftbefehl gegen ihn aufgehoben werde. Die Voraussetzungen dafür bestünden aber weiter, sagte Niesen. Zuvor hatte hessenschau.de darüber berichtet.

Die Ermittler hatten zunächst angenommen, dass drei Beteiligte an einem illegalen Autorennen einen Unfall verursachten, bei denen eine 70-Jährige starb. Inzwischen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass ein weiterer Autofahrer kurz vor dem Unfall am 10. Oktober ausscherte, worauf einer der Sportwagenfahrer bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und gegen den Wagen prallte, dessen Fahrerin starb. Gegen insgesamt drei Sportwagenfahrer wird nun nicht mehr wegen Mordes, sondern wegen "Teilnahme an verbotenen Kraftfahrzeugrennen" ermittelt. Zwei Fahrer waren für eine Woche in Untersuchungshaft genommen worden. Der dritte Fahrer war geflüchtet.

Quelle: DPA

Köln: Polizei fahndet öffentlich nach mutmaßlichen Schlägern

Die Kölner Polizei fahndet mit Fotos aus Überwachungskameras am Bahnhof Köln Messe/Deutz nach drei jungen Männern. Sie stehen im Verdacht, einen 35 Jahre alten Kölner in der Nacht auf Samstag (10. Oktober) gegen 1.50 Uhr vor dem Bahnhofsgebäude zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt zu haben. Zeugenangaben zufolge soll es zunächst im Bahnhofsgebäude zu Handgreiflichkeiten zwischen den Gesuchten und dem späteren Opfer gekommen sein. Die Auseinandersetzung verlagerte sich dann auf den Vorplatz. Nach der Tat flüchteten etwa 20-25-jährigen Verdächtigen in unterschiedliche Richtungen. Bis zum Eintreffen der alarmierten Rettungskräfte leisteten Passanten Erste Hilfe bei dem am Boden liegenden, nicht mehr ansprechbaren Mann. Die Polizei bittet um Hinweise zu den abgebildeten Personen unter der Telefonnummer 0221/229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de. 

Mit diesen Bildern aus einer Überwachungskamera sucht die Polizei nach den mutmaßlichen Tätern
Mit diesen Bildern aus einer Überwachungskamera sucht die Polizei nach den mutmaßlichen Tätern
© Polizei Köln

Quelle: Polizei Köln

Dinkelsbühl: Bauarbeiter stirbt bei Sturz ins Treppenhaus

Tödlicher Unfall im bayerischen Dinkelsbühl. Dort waren zwei Bauarbeiter in dem Obergeschoss eines Neubaus zugange, als plötzlich einer von ihnen aus noch ungeklärter Ursache durch das Treppenauge nach unten stürzte. Sein 35-jähriger Kollege wollte ihn noch festhalten, verlor jedoch das Gleichgewicht und stürzte ebenfalls nach unten. Die Männer schlugen auf der Betontreppe zum Keller auf. Während der 35-Jährige mit schweren Verletzungen überlebte, erlag der 40-Jährige noch vor Ort seinen Verletzungen. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ermittelt jetzt die Kriminalpolizei.

Quelle: Polizei Mittelfranken

Woldegk/Negast: "Größer als 5,5 Promille" – Alkoholtester stößt nach Unfall an seine Grenze

An der Mecklenburgischen Seenplatte hat die Polizei einen Unfallfahrer gestellt, der nach ersten Messungen mehr als 5,5 Promille Alkohol im Blut hatte. Wie ein Sprecher am Mittwoch sagte, wurde der 42-jährige Fahrer am Dienstagabend nach einem Unfall bei Woldegk gestellt, nachdem er mit seinem Wagen einen Strommast touchiert hatte und weggelaufen war. Polizisten ließen ihn pusten und stellten "größer als 5,5 Promille" als Ergebnis fest. 

Die erstaunten Beamten ließen den Mann, der im Landkreis wohnt, nochmals pusten, aber die Anzeige blieb so bestehen. Daraufhin wurde er zu einem Bluttest mitgenommen. Ermittlungen ergaben, dass der Mann auch keinen Führerschein hat. Für viele Menschen kann Alkohol schon in geringeren Mengen tödlich sein. Der augenscheinlich betrunkene Mann habe torkelnd noch gehen können und wurde später wieder aus dem Gewahrsam entlassen. Bei seiner 28 Jahre alten Beifahrerin zeigte das Atemalkohol-Messgerät 0,0 Prozent an.

Quelle: DPA

Würzburg: Sieben neue Missbrauchsvorwürfe im Bistum 

Binnen eines Jahres sind die Missbrauchsbeauftragten der Diözese Würzburg in Bayern sieben neuen Missbrauchsvorwürfen nachgegangen. Vier Priester des Bistums werden des sexuellen Missbrauchs von Kindern beschuldigt, wie die Diözese am Mittwoch mitteilte. Zwei der Verdächtigen seien bereits tot, die anderen beiden von ihrer Arbeit entbunden. Zudem steht ein kirchlicher Laienmitarbeiter unter Missbrauchsverdacht. Hinzu kommen zwei Vorwürfe wegen Grenzüberschreitungen eines weiteren Priesters und eines sonstigen Mitarbeiters. Die Anschuldigungen wurden den Missbrauchsbeauftragten zwischen September 2019 und September 2020 gemeldet. Das Bistum sieht sich seit Jahren mit Missbrauchsfällen konfrontiert – wie auch andere Diözesen. Die mutmaßlichen Taten liegen zumeist Jahrzehnte zurück. "Die meisten Fälle sind strafrechtlich verjährt", sagte die Missbrauchsbeauftragte Sandrina Altenhöner über die seit September 2019 gemeldeten Übergriffe.

Quelle: DPA

Berlin: Polizei sucht Zeugen nach Brandanschlag auf RKI-Gebäude

Nach dem Brandanschlag auf ein Gebäude des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin sucht der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes nach Zeugen. Gegen die Fassade waren laut Polizei in der Nacht zum Sonntag Brandsätze geworfen worden. Verletzt wurde niemand. Ein Sicherheitsmitarbeiter hatte demnach mehrere Personen gesehen, die Flaschen geworfen hätten. Darin soll eine brennbare Flüssigkeit gewesen sein. Der Mitarbeiter konnte die Flammen löschen. Die Verdächtigen flüchteten. Weil es sich um eine Liegenschaft des RKI handelt, wird laut Polizei auch eine politische Motivation geprüft. Betroffen war ein Institutsgebäude im südlichen Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg, nicht das Hauptgebäude im Nordwesten der Hauptstadt. 

Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt in alle Richtungen und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung: 

  • Wer hat am Sonntag, den 25. Oktober 2020 zwischen 2 und 3 Uhr im Umfeld des Robert Koch-Instituts in der General-Pape-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht?
  • Wer kann sachdienliche Hinweise zur Tat, etwaigen Tatverdächtigen oder Zeugen geben?

Hinweise nimmt der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes unter der Telefonnummer 030/4664 – 953528, per E-Mail an lka535-hinweis@polizei.berlin.de oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Eine zerbrochene Fensterscheibe und Rußspuren sind am Gebäude des Robert Koch-Instituts in der General-Pape-Straße zu sehen
Eine zerbrochene Fensterscheibe und Rußspuren sind am Gebäude des Robert Koch-Instituts in Berlin zu sehen. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen.
© Annette Riedl / DPA

Quelle: Polizei Berlin, DPA

Rhein-Main-Gebiet: Neun Umweltaktivisten nach Abseilaktionen in U-Haft

Nach mehreren Abseilaktionen von Autobahnbrücken im Rhein-Main-Gebiet sind gegen elf Gegner des Weiterbaus der Autobahn 49 Haftbefehle wegen Nötigung erlassen worden. Dies sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Mittwoch. Gegen zwei Umweltaktivisten seien diese gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden. Neun Personen seien in Untersuchungshaft. Die elf Aktivisten hatten sich am Montag den Ermittlungen zufolge von Brücken an den Autobahnen 3, Hes5 und 661 abgeseilt. Mit den Aktionen hatten sie gegen den Weiterbau der A49 in Mittelhessen protestiert, für den Bäume im Herrenwald bei Stadtallendorf (Landkreis Marburg-Biedenkopf) gefällt werden. Rodungsarbeiten stehen auch im Dannenröder Forst bei Homberg/Ohm an. Die Abseilaktionen hatten im morgendlichen Berufsverkehr für kilometerlange Staus gesorgt.

Quelle: DPA

Schmalkalden: Erde senkt sich zehn Jahre nach Erdfall noch immer

Zehn Jahre nach dem spektakulären Erdfall von Schmalkalden in Südthüringen ist die Erde am Ort des Geschehens noch nicht wieder komplett zur Ruhe gekommen. "Es ist immer noch eine leichte Senkung im Erdfallumfeld messbar", sagte Sven Schmidt, Geologe beim Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz, der Deutschen Presse-Agentur. Am frühen Morgen des 1. November 2010 hatte sich in einem Wohngebiet mit Einfamilien- und Reihenhäusern unvermittelt ein Krater aufgetan, der rasch auf rund 30 Meter Durchmesser anwuchs. Er verschluckte ein Auto, Garagenteile und ein Stück Garten. Verletzt wurde niemand. Experten stellten als Ursache einen natürlichen Erdfall fest, ausgelöst durch einen unterirdischen Hohlraum. An der Stelle wurde danach ein Beobachtungs- und Frühwarnsystem am verfüllten Krater installiert, das kleinste Erdbewegungen erfasst. In Thüringen gelten 60 Prozent der Landesfläche als erdfallgefährdet, das ist ein bundesweiter Spitzenwert.

Quelle: DPA

Überlingen/ Bodenseekreis: Rettungseinsatz nach Tauchunfall

Zu einem Tauchunfall mussten die Rettungskräfte am Dienstagnachmittag ausrücken. Am Tauchplatz "Parkhaus Post" rief ein Taucher um Hilfe. Als die Rettungskräfte eintrafen, saß er mit zwei weiteren Tauchern am Ufer. Die ersten Ermittlungen ergaben, dass der 36jährige Tauchlehrer nach Problemen mit seinem Equipment unkontrolliert aus 23 Metern Tiefe aufgestiegen war. Zwar gab er an, durch den Unfall keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigungen davon getragen zu haben. Dennoch wurde er zur Abklärung in ein Krankenhaus gebracht, wo sich bei Untersuchungen doch neurologische Ausfallerscheinungen zeigten. Der Mann wurde daher mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik verlegt. 

Quelle: Polizei Einsatz

Schrobenhausen: Zwei Tote und ein Schwerverletzter bei Unfall in Oberbayern

Bei einem Zusammenstoß von drei Autos in Oberbayern sind zwei Männer gestorben - ein weiterer Mann wurde schwer verletzt. Nach ersten Erkenntnissen geriet ein 38-Jähriger aus bislang ungeklärter Ursache auf der Bundesstraße 300 bei Schrobenhausen in den Gegenverkehr, wie die Polizei am Dienstagabend mitteilte. Die Bundesstraße ist an der Stelle dreispurig. Zur gleichen Zeit hat im Gegenverkehr nach den Angaben ein 35-Jähriger mit seinem Wagen einen 25-Jährigen überholt. Dabei kam es zum frontalen Zusammenstoß mit dem Wagen des 38-Jährigen. Der 38-Jährige und der 35-Jährige wurden in ihren Autos eingeklemmt und starben noch vor Ort. Der 25-Jährige kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. Die B300 war im Bereich des Unfalls am Abend zunächst gesperrt.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland von Dienstag, 27. Oktober

Bruchsal: Foto-Aktion eines 17-Jährigen endet tödlich

Ein 17-Jähriger ist in Bruchsal (Kreis Karlsruhe) bei einer Foto-Aktion ums Leben gekommen. Er wollte sich auf dem Kofferraum eines Autos sitzend aufnehmen lassen. Der 18 Jahre alte Fahrer, ein Bekannter des Jugendlichen, sei zunächst langsam losgefahren und habe dann den Wagen beschleunigt, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der 17-Jährige sei auf den Asphalt gestürzt und habe sich dabei lebensgefährlich verletzt. Der Unfall passierte am Sonntagabend – am Montagabend sei der junge Mann in einer Klinik gestorben hieß es.

Quelle: DPA

Herford: Hundewelpe von der Autobahn gerettet

Nach einem Zusammenprall mit einem Mountainbiker in einem Wald in Nordrhein-Westfalen ist ein verschreckter junger Hund auf die A2 geflüchtet. Beamte der Autobahnpolizei lotsten den vier Monate alten Jack Russell Terrier zu einer sicheren Mittelinsel und nahmen ihn in Obhut, wie die Polizei am Dienstag berichte. Anrufer hatten am Samstag das herumirrende Tier gemeldet, das zwischen Herford/Bad Salzuflen und Herford-Ost die Laufrichtung mehrmals geändert und den Verkehr gefährdet habe. Eine zufällig anwesende Tierschützerin beteiligte sich an der Suche und stellte Kescher und Transportbox zur Verfügung. Der Halter aus Herford konnte ermittelt werden und seinen "Paul" auf der Wache einsammeln.

Quelle: DPA

Hamburg: Mann will Streit schlichten und wird niedergestochen

Die Hamburger Polizei sucht nach einem versuchten Tötungsdelikt nach Zeugen. Wie die Beamten am Dienstag berichteten, wollte ein junger Mann am Samstagabend gegen 23 Uhr einen Streit zwischen zwei Männern schlichten. Dabei versetzte einer der beiden dem 21-Jährigen einen Messerstich in den Bauch. Das Opfer flüchtete zum Jungfernstieg und fuhr mit der S-Bahn noch bis zum Bahnhof Veddel, von wo aus er in ein Krankenhaus transportiert wurde, nachdem ein Bekannter den Rettungsdienst gerufen hatte. Im Krankenhaus stellten die Ärzte fest, dass die Stichverletzung lebensgefährlich war. Der junge Mann musste notoperiert werden. Wie die Beamten mitteilten, sollen sich im unmittelbaren Umfeld mehrere weitere Männer aufgehalten haben, die offenbar einen Bezug zu den Streitenden hatten. Zeugen, die Hinweise auf die Täter oder deren Begleiter geben können oder verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit der beschriebenen Tat gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 040/4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder an einer Polizeidienststelle zu melden.

Quelle:Polizei Hamburg

Bremen: Unbekannte zünden Streifenwagen vor Bremer Polizeirevier an

Zwei Unbekannte haben in Bremen einen geparkten Polizeiwagen angezündet. Der von einer Polizeiwache in der Bremer Innenstadt abgestellte Streifenwagen habe in der Nacht zum Dienstag Feuer gefangen, teilten die Beamten in der Hansestadt mit. Polizisten im Revier hätten einen lauten Knall gehört und den Brand entdeckt, der dann schnell gelöscht werden konnte. Die Polizei suchte nach zwei Verdächtigen. In Bremen kam es in den vergangenen Jahren und Monaten mehrfach zu Brandanschlägen auf Autos und Reviere der Polizei, ebenso auf Fahrzeuge und Einrichtungen von Immobilienunternehmen. Die Täter werden in linksextremistischen Kreisen vermutet, es gab nach den Taten entsprechende Bekennerschreiben. Eine Ermittlungsgruppe beim Staatsschutz der Polizei wurde zur Aufklärung eingerichtet. Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) verurteilte den neuen Anschlag scharf. "Brandanschläge sind keine politischen Botschaften, sondern stumpfe und feige Taten", teilte er am Dienstag mit.

Quelle: AFP

Wilhelmshaven: Kran bringt denkmalgeschützte Drehbrücke zur Sanierung

Dötlingen: 14-Jähriger von Bus erfasst und lebensgefährlich verletzt

Schwerer Unfall im niedersächsischen Dötlingen. Dort ist am frühen Dienstagmorgen ein 14-Jähriger von einem Linienbus erfasst und schwer verletzt worden. Laut Polizei überquerte der Junge gegen 6.50 Uhr unvermittelt die Kirchhatter Straße. Der Busfahrer, der mit seinem Fahrzeug in Richtung Neerstedt unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und stieß mit dem Teenager zusammen. Der Schüler erlitt durch den Zusammenstoß lebensgefährliche Verletzungen und musste nach einer notärztlichen Behandlung mit einem Rettungshubschrauber in ein nahegelegenes Krankenhaus geflogen werden. Der 67-jährige Busfahrer erlitt einen Schock.

Ein Rettungshubschrauber steht auf einer Straße, im Hintergrund ein Polizeiwagen und ein Schulbus.
Der Jugendliche wurde nach dem Unfall mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen
© Thomas Lindemann / DPA

Quelle: Polizei Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch

Löcknitz: Durchsuchungen in rechter Szene in Mecklenburg-Vorpommern

Wegen möglicher Verstöße gegen das Waffengesetz sind am Dienstag in Mecklenburg-Vorpommern 40 Häuser und Wohnungen der rechten Szene durchsucht worden. Die Aktion im Landkreis Vorpommern-Greifswald stehe im Zusammenhang mit laufenden Ermittlungsverfahren gegen 24 Personen, sagte ein Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft. Diese Personen stünden dem rechten Gedankengut nahe und gehörten einer Gruppe an, die verfassungsfremde Ansichten vertrete. Die Durchsuchungen seien noch im Gange, mögliche Ergebnisse würden später bekanntgegeben. Anhaltspunkte für eine mögliche Gefahr für die Bevölkerung gebe es nicht.

An dem Einsatz unter Führung des Landeskriminalamtes seien 300 Beamte der Bereitschaftspolizei und der Bundespolizei beteiligt gewesen, darunter auch Spezialeinheiten. Die Verfahren seien das Ergebnis von Ermittlungen Anfang Oktober im Raum Löcknitz gegen zwei 52 und 44 Jahre alten Männer. Gegen die beiden Verdächtigen war wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt worden.

Quelle: DPA

Ulm: Frau wird von eigenem Auto überrollt

In Ulm ist eine Frau von ihrem Auto überrollt worden. Wie die Polizei mitteilte, belud die 60-Jährige am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr ihren Kofferraum, als sie plötzlich bemerkte, dass der Wagen nach hinten rollte. Der Versuch, das Fahrzeug zu stoppen, misslang. Die Frau wurde von dem Auto überrollt und musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Das Fahrzeug kam erst auf der gegenüberliegenden Straßenseite zum Stehen.

Quelle: Polizei Ulm

Köln: Öffentlichkeitsfahndung nach 32-Jährigem

Die Kölner Staatsanwaltschaft und Polizei suchen mit Unterstützung des Bundeskriminalamtes (BKA) nach einem 32 Jahre alten Mann, der im dringenden Verdacht steht, im November 2017 eine damals 16-Jährige mehrfach vergewaltigt zu haben. Der gebürtige Darmstädter setzte sich mittlerweile offenbar in den Irak ab und wurde deshalb auf die Liste der meistgesuchten Schwerverbrecher Europas ("Europe's most Wanted") von Europal gesetzt. Mehr Informationen und Bilder des Verdächtigen sind unter den unten angeführten Links zu finden. 

Quellen:Polizei Köln, "Europe's most wanted"

Mülheim an der Ruhr: Feuerwehr rettet 25 Menschen aus brennendem Haus

Die Feuerwehr in Mülheim an der Ruhr musste am Montagabend 25 Menschen aus einem brennenden Gebäude retten. Wie die Rettungskräfte berichten, erreichten gegen 21.15 Uhr mehrere Notrufe die Leitstelle. In einem fünfgeschossigen Wohnhaus war ein Feuer ausgebrochen, der Fluchtweg durch das Treppenhaus war durch den Rauch versperrt. Dort waren zuvor Unrat, Matratzen, Mobiliar und Kinderwagen in Brand geraten. Viele Bewohner machten sich daher an den Fenstern bemerkbar. Zwei Personen hatten sich auf das Dach geflüchtet. Insgesamt wurden 25 Personen über Drehleitern aus den Fenstern und vom Dach gerettet. Darunter befanden sich auch viele Kinder. 15 Personen wurden mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Weitere zehn Menschen wurden in einem Bus von Notfallseelsorgern betreut. Das Wohnhaus ist unbewohnbar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Feuerwehreinsatz in Mühlheim an der Ruhr
Insgesamt musste die Feuerwehr in Mühlheim an der Ruhr 25 Menschen über Drehleitern retten
© Feuerwehr

Quelle:Feuerwehr Mülheim an der Ruhr

Berlin: Tödlicher Crash mit Polizeiauto – Prozess gegen Hauptkommissar

Nach dem tödlichen Crash eines Funkstreifenwagens vor mehr als zweieinhalb Jahren beginnt in der Hauptstadt am Dienstag der Prozess gegen einen 53-jährigen Polizisten. Die Anklage wirft dem Beamten fahrlässige Tötung vor. Er soll am 29. Januar 2018 bei einer Einsatzfahrt mit überhöhter Geschwindigkeit durch "sorgfaltswidriges Verhalten" nahe dem Alexanderplatz in den Wagen einer 21-Jährigen gekracht sein. Die Frau, die gerade einparken wollte, starb noch an der Unfallstelle. 

Wegen der Corona-Pandemie war der Prozess verschoben worden, er sollte ursprünglich im März beginnen. Die Eltern sind Nebenkläger in dem Prozess. Laut Gericht geht es nicht um Gefährdung des Straßenverkehrs durch Alkohol am Steuer, wie zunächst von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Dieser Vorwurf musste nach einem Gerichtsbeschluss fallen gelassen werden, weil die beschlagnahmte Patientenakte des Polizisten nicht als Beweismittel verwendet werden darf. Die Beschlagnahme sei rechtswidrig gewesen. 

Quelle: DPA

Regensburg: Diebe stehlen tausend Jahre alte Reliquien 

Unbekannte haben in Regensburg über tausend Jahre alte sterbliche Überreste des heiligen Wolfgang gestohlen, eines bedeutenden mittelalterlichen Kirchenfürsten. Die Täter brachen dazu eine stählerne Einfassung in der nach Wolfgang benannten Kirche in Regensburg auf, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Reliquien seien "mit äußerster Gewalt aus dem Panzerglas und der Stahlumfassung herausgebrochen" worden, berichtete die Gemeinde auf ihrer Website. "Der ideelle Schaden ist unermesslich. Und das fünf Tage vor dem Wolfgangsfest" - Tag des Heiligen Wolfgang ist der kommende Samstag.

Der im Jahr 994 gestorbene Wolfgang war der erste Bischof von Regensburg, heilig gesprochen wurde er 1052. Bekannt war er unter anderem als Erzieher des späteren Kaisers Heinrich II. (973-1024). Wie bei mittelalterlichen Reliquien üblich, wurden Teile des Leichnams an verschiedenen Stellen beigesetzt.

Quelle: DPA

Nachrichten aus Deutschland von Montag, 26. Oktober

Hamburg: Grabstätte von Jan Fedder beschädigt

Unbekannte Täter haben die Grabstätte von Jan Fedder auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg beschädigt. Sie hätten sich am Torbogen und der verschlossenen Pforte, die zum eigentlichen Grab führen, zu schaffen gemacht, sagte eine Sprecherin des Friedhofs am Montag. Zuerst hatte das "Hamburger Abendblatt" berichtet. Der Zugang zur Grabstätte wurde abgesperrt, Flatterband und ein "Betreten verboten"-Schild weisen Besucher darauf hin, dass die letzte Ruhestätte des Schauspielers nicht öffentlich zugänglich ist. Fedder ("Großstadtrevier") war Ende Dezember 2019 nach langer Krankheit im Alter von 64 Jahren gestorben.

Quelle: DPA

Neubrandenburg: Nachbar nach Lärmbeschwerde getötet – Vater und Sohn in Haft

Für den gewaltsamen Tod eines Nachbarn, der sich über Lärm bei einer Grillfeier beschwert hatte, müssen ein Vater und sein Sohn aus Mecklenburg-Vorpommern mehrere Jahre in Haft. Das Landgericht Neubrandenburg befand den 40-jährigen Vater am Montag des Totschlags und Widerstands gegen Polizisten sowie den Sohn des versuchten Mordes für schuldig. Der Ältere erhielt fünf Jahre und neun Monate Freiheitsstrafe und muss in eine Entziehungsanstalt. Der 18-Jährige erhielt vier Jahre und neun Monate Jugendstrafe. Nach Auffassung der Strafkammer hat der Vater den Nachbarn im Juni 2019 im Hinterhof des Wohnhauses so brutal geschlagen und getreten, dass dieser bewusstlos wurde. Der Sohn habe dem Bewusstlosen danach eine Flasche mit Wasser in den Mund gesteckt und ihm die Nase zugehalten. Beide Männer waren kurz nach der Tat gefasst worden.

Quelle: DPA

Werdohl: Polizisten leisten auf Kuhweide Geburtshilfe

Polizisten haben auf einer Kuhweide im Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen tatkräftige Geburtshilfe geleistet. Ein Spaziergänger alarmierte am Sonntag die Beamten in Werdohl, nachdem er eine kalbende Kuh entdeckt hatte, wie die Polizei am Montag mitteilte. Das Tier hatte offenbar größere Probleme. Als eine Streife an der Weide eintraf, guckten bereits die Vorderläufe des Kälbchens und ein Teil des Kopfs aus der Mutter heraus. Die Polizeibeamten packten umgehend an und zogen den kleinen Bullen heraus. Nicht nur die Mutterkuh, sondern auch die Polizeibeamten waren nachher "entkräftet und erleichtert", schrieb die Polizeiwache. Der Bauer brachte die Mutterkuh samt Minibullen später auf seinen Hof.

Nachrichten aus Deutschland – Polizisten als Geburtshelfer in Werdohl
Kein Tag wie jeder andere: Im nordrhein-westfälischen Werdohl wurden Polizisten zu einer Kuh gerufen, die sich mitten im Geburtsprozess befand.
© Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis / DPA

Quelle: AFP

Göttingen: Versuchter Mord? Zwei Jugendliche verletzten 15-Jährigen schwer

Zwei Jugendliche sollen in Göttingen versucht haben, einen 15-Jährigen zu töten. Er habe massive Verletzungen an Kopf und Oberkörper, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der zuständige Haftrichter erließ Haftbefehle wegen des Verdachts des versuchten Mordes gegen eine 15-Jährige und einen 16-Jährigen aus Göttingen. Opfer und mutmaßliche Täter sind den Angaben zufolge miteinander bekannt. Die beiden Verdächtigen kamen in Haft. Beide äußerten sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Ersten Ermittlungen zufolge wurde der 15-jährige Göttinger Samstagnacht vermutlich unvermittelt von den beiden Jugendlichen angegriffen und mit einem unbekannten "scharfen Gegenstand" an Kopf und Oberkörper verletzt. Er konnte fliehen und setzte einen Notruf ab. Rettungskräfte brachten ihn mit schweren, "potenziell lebensgefährlichen Verletzungen" in die Göttinger Universitätsmedizin. Die mutmaßlichen Täter flüchteten zunächst. Wenig später aber nahmen Beamte die beiden in einer Wohnung in der Nähe des Tatortes fest.

Quelle: DPA

Grönwohld: 21-Jähriger wegen dringendem Mordverdacht festgenommen

In der vergangenen Woche wurde im schleswig-holsteinischen Grönwohld ein 22-Jähriger leblos auf einem Spielplatz gefunden. Am Sonntag verhaftete die Polizei nun einen 21-Jährigen, der ein Bekannter des Toten war und unter Verdacht steht, ihn heimtückisch ermordet zu haben. Wie die Beamten berichten, hatten sich beide auf dem Spielplatz verabredet. Ersten Ermittlungen zufolge standen sie in einer geschäftlichen Verbindung. Um welche Geschäfte es sich dabei handelte, blieb bislang offen. Der Tatverdächtige soll den ahnungslosen 22-Jährigen von hinten mit einem Messer angegriffen haben, mehrere Anwohner berichteten von Schreien des Opfers, das wenig später verblutete. In der Wohnung des 21-Jährigen stellten die Beamten mehrere Messer sicher – ob es sich bei einem von ihnen um die Tatwaffe handelt, war noch nicht bekannt. Der Tatverdächtige selbst hatte sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Quelle: Staatsanwaltschaft Lübeck, Polizeidirektion Lübeck

Baiersbronn: Radfahrer von Zug erfasst und getötet

Ein 61-jähriger Radfahrer ist im baden-württembergischen Baiersbronn von einem Zug erfasst und getötet worden. Wie die Polizei in Pforzheim am Sonntagabend mitteilte, wollte der Mann bei Rotlicht und geschlossener Schranke die Gleise überqueren. Dabei wurde er von einer herannahenden Regionalbahn erfasst. Der Radfahrer wurde durch den Aufprall rund 30 Meter durch die Luft geschleudert. Wiederbelebungsversuche bleiben ohne Erfolg. Er starb noch an der Unglücksstelle.

Quelle: DPA

Albstadt: 90-Jähriger vom eigenen Traktor überrollt

Ein 90 Jahre alter Mann ist in Albstadt in Baden-Württemberg von seinem eigenen Traktor überrollt und schwer verletzt worden. Der Mann habe den Traktor am Samstag vorglühen wollen und dabei vor dem Hinterrad gestanden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Plötzlich habe die Maschine einen Satz nach vorne gemacht und den Senior überrollt. Ein Nachbar habe Hilferufe gehört und die Rettungskräfte alarmiert. Der 90-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Quelle: DPA

Seester: Feuerwehr rettet Kühe aus Güllegrube

Neun in eine Güllegrube gestürzte Kühe hat die Feuerwehr auf einem Bauernhof in Seester (Landkreis Pinneberg) gerettet. Die Tiere waren am Sonntagnachmittag durch den Boden ihres Stalls in die darunter liegende Güllegrube gefallen, wie die Feuerwehr am Abend mitteilte. Mithilfe eines Baggers und weiterer landwirtschaftliche Fahrzeuge seien weitere Elemente des Spaltbodens aufgenommen worden, unter dem sich über die ganze Ausdehnung des Stalls die Güllegrube erstreckte. Das Becken war nach den Angaben zu einem knappen Meter mit Gülle gefüllt. Durch eine Öffnung in der Außenwand wurden die Kühe schließlich ins Freie getrieben. Sie seien unverletzt geblieben. Die Feuerwehrleute waren mit Wathosen im Einsatz.

Quelle: DPA

Aletshausen: Rentner trocknet Walnüsse mit Föhn und verursacht Brand

Ein Rentner hat Walnüsse mit einem Föhn getrocknet und so einen Brand bei Aletshausen in Bayern verursacht. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wollte der 81-Jährige am Morgen feuchte Walnüsse, die in einem Drahtkorb gelagert waren, trocken föhnen. Den Föhn ließ er dabei unbeaufsichtigt auf einem Holzregal liegen. Nach den Angaben überhitzte der Föhn und steckte ein Regal in Brand. Als der Rentner den Rauch bemerkte, verließ er das Bauernhaus und rief die Feuerwehr. Diese löschte den Brand, bevor er sich im Haus ausbreitete. Dabei waren 65 Rettungskräfte im Einsatz. Verletzt wurde niemand.

Quelle: DPA

Minden: Fensterpuppe mit Presseschild hängt an Strick – Polizei ermittelt

Der Staatsschutz der Polizei ermittelt wegen einer in Minden an einem Strick um den Hals aufgehängten Schaufensterpuppe, die ein Pappschild mit der Aufschrift "Covid-Presse" getragen hat. Nach Angaben der zuständigen Polizei in Bielefeld war die an einer Fußgängerbrücke baumelnde Puppe am Samstagmorgen gemeldet und von Beamten abgenommen worden. Auch die Augen der Figur waren verbunden, dort stand der Polizei zufolge das Wort "blind".

Der Staatsschutz prüfe nun, ob die Aktion einen strafrechtlich relevanten Hintergrund habe, sagte ein Polizeisprecher. Wer die Puppe an die Brücke gehängt hat, blieb zunächst unklar. Zuvor hatten das "Mindener Tageblatt" und andere Medien berichtet.

Quelle: DPA

Nachrichten aus der Woche vom 19. bis 25. Oktober 2020 lesen Sie hier.

deb / sve / jek / meh / rös DPA AFP

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