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Nachrichten aus Deutschland: Pizza statt Bargeld – Polizei stellt Räuber in Ententeich

Fürstenzell: Mann wirft Hund von Freundin aus Fenster +++ Niederdorf: 20-jähriger Autofahrer ignoriert Schranke - und wird von Straßenbahn erfasst +++ Nachrichten aus Deutschland.

Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist

Ein Mann hat einen Essenslieferanten beraubt und ist mit einem Pizzakarton in Richtung Wald geflüchtet. Sein Weg endete später im Morast eines Ententeichs: Dort nahmen Beamte den 23-Jährigen fest. (Symbolbild)

DPA

Dortmund: Pizza statt Bargeld – Polizei stellt Räuber in Ententeich

Ein Mann hat in Dortmund einen Essenslieferanten beraubt und ist mit einem Pizzakarton in Richtung Wald geflüchtet. Sein Weg endete später im Morast eines Ententeichs: Dort nahmen Beamte den 23-Jährigen fest, wie die Polizei mitteilte. Demnach bestellte sich der Mann am Freitag eine Pizza an einen Feldweg. Als der 33-jährige Lieferant das Essen aus dem Kofferraum holen wollte, forderte der Mann seine Geldbörse und schlug ihn nieder. Er habe auch Pfefferspray benutzt. Zeugen riefen daraufhin die Polizei, die den Räuber und seine Beute im Wald entdeckte.

Quelle: DPA

Fürstenzell: Mann wirft Hund von Freundin aus Fenster – Tier stirbt

Während eines Streits soll ein 50-Jähriger bei Passau den Hund seiner Freundin aus dem Fenster im dritten Stock geworfen haben. Der Yorkshire Terrier starb wenig später an den Folgen seiner Verletzungen, teilte die Polizei mit. Der Mann sei während des Beziehungsstreits am Samstag in Fürstenzell immer aggressiver geworden. Beim Eintreffen der Polizei war er nicht mehr vor Ort.

Knapp drei Stunden nach dem Vorfall meldete sich eine Verwandte des 50-Jährigen bei der Polizei und berichtete, drei Autos vor ihrem Anwesen seien zerkratzt worden. Die Besitzer der Fahrzeuge vermuteten einen Racheakt der Frau wegen des getöteten Hundes. Ob die beiden Taten miteinander in Verbindung stehen, ist nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Quelle: DPA


 Nachrichten von Samstag, den 30. November 

Nohfelden: Feueralarm im "Center Parc" – 350 Badegäste müssen in die Kälte

Wegen eines Feueralarms mussten zahlreiche Badegäste eines Ferienparks im saarländischen Nohfelden ins Freie hinaus. Ohne Zwischenstation in der Umkleidekabine, also nur in ihrer Badekleidung, wurden sie von der Feuerwehr direkt nach draußen vor das Gebäude gebracht und mit Rettungsdecken versorgt. 

Die Brandmeldeanlage des Hauptgebäudes hatte den Angaben zufolge gegen Mittag aus zunächst ungeklärter Ursache ausgelöst. Nach ersten Erkenntnissen gebe es Hinweise auf einen technischen Defekt, sagte der Feuerwehrsprecher.

Insgesamt mussten rund 350 Menschen den Ferienpark vorübergehend verlassen, wie der Sprecher weiter sagte. Von der Evakuierung betroffen waren neben den Schwimmbadbesuchern auch Gäste aus anderen Bereichen des Zentralgebäudes, darunter die Gastronomie und ein Supermarkt. Auch Mitarbeiter der Verwaltung wurden in Sicherheit gebracht. Nach rund zwei Stunden hatten die Einsatzkräfte die Suche nach einem möglichen Brandherd in dem Ferienpark am Bostalsee abgeschlossen.

Quelle: DPA

Niederdorf: 20-jähriger Autofahrer von Straßenbahn erfasst und 60 Meter mitgeschleift

Im sächsischen Niederdorf ist ein Mann mit seinem Auto von einer Straßenbahn erfasst und 60 Meter mitgeschleift worden. Der 20-jährige Fahrer habe die Halbschranke missachtet und sei bei Rot gefahren, sagte ein Polizeisprecher. Das Auto prallte daraufhin mit der Citybahn Richtung Chemnitz zusammen. Der Mann konnte sich selbst aus dem Auto befreien und kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Die 52-jährige Bahnfahrerin wurde nur leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden von insgesamt 20.000 Euro.

Quelle: DPA

Aschaffenburg: 40 Jahre nach Mord an Schülerin: Prozessbeginn am 8. Januar

Fast 40 Jahre nach der Tötung einer Schülerin in Aschaffenburg beginnt der Prozess gegen einen Tatverdächtigen. Die Anklage gegen den heute 57 Jahre alten Mann sei zugelassen worden, teilte das Landgericht Aschaffenburg am Freitag mit. Das Verfahren beginne am 8. Januar 2020.

Dem damals 17-Jährigen wird zur Last gelegt, die Jugendliche am Abend des 18. Dezember 1979 im Schlosspark in Aschaffenburg erwürgt zu haben. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft schweigt er bisher zu den Vorwürfen. 

Der Angeklagte soll das 15-jährige Mädchen sexuell missbraucht, dann ermordet und über eine Brüstung 15 Meter in die Tiefe geworfen haben. Eine Polizeieinheit zur Aufklärung von Altfällen war auf die Spur des Verdächtigen gekommen.

Quelle: DPA

Hamburg: "Hellseherin" soll Frau 250.000 Euro gestohlen haben

Am kommenden Dienstag (3. Dezember) muss sich in Hamburg eine 28 Jahre alte Frau wegen Diebstahls vor Gericht verantworten. Der Frau wird vorgeworfen, einer anderen Frau im Rahmen eines Opferrituals zur Heilung einer an Krebs erkrankten Verwandten insgesamt 250.000 Euro in bar gestohlen zu haben. Wie es in der Ankündigung der Staatsanwaltschaft heißt, hatte die Frau die Geschädigte bereits seit längerer Zeit als "Hellseherin" betreut. Im August 2018 soll die 28-Jährige das Opfer dann angewiesen haben, das Bargeld mit einer Plastiktüte umwickelt unter seiner Matratze zu verstecken. Während die Geschädigte im Zuge des Opferrituals intensiv gebetet habe, soll die Beschuldigte das deponierte Geld heimlich gegen Spielgeld ausgetauscht haben. Demnach bemerkte die geschädigte Frau den Diebstahl erst rund drei Monate später.

Quelle: Staatsanwaltschaft Hamburg

München: Paketbote soll 20-Jährige vergewaltigt haben

Im Münchner Stadtteil Moosach soll ein Paketbote eine 20-jährige Empfängerin vergewaltigt haben. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, übergab der Mann der Frau zunächst zwei Pakete und betrat dann deren Wohnung, wo er sie im Anschluss gewaltsam umarmte und ihr unter die Bekleidung fasste. Beim Versuch die junge Frau ins Schlafzimmer zu drängen, habe der 30-Jährige sie auch im Intimbereich angefasst, heißt es.

Obwohl sich die 20-Jährige heftig wehrte, gelang es dem Tatverdächtigen, die Frau auf den Boden zu drücken, wo er versuchte, sie zu entkleiden. Weil das Opfer daraufhin laut schrie, ließ der Paketbote von ihr ab und entfernte sich in unbekannte Richtung. Inzwischen konnte die Kriminalpolizei den Mann ausfindig machen und festnehmen. Er wurde einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Laut Angaben der Polizei ereignete sich der Übergriff bereits am vergangenen Montagnachmittag. 

Quelle: Polizei Bayern

Hamburg: Bewährungsstrafen für Eltern von verhungertem Baby 

Das Hamburger Landgericht hat die Eltern eines verhungerten Babys zu jeweils zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Der Vorsitzende Richter bezeichnete das Verhalten des 34 Jahre alten Vaters und der 33-jährigen Mutter am Freitag als "krasses Betreuungs- und Fürsorgeversagen". Sie hätten den bedrohlichen Zustand des Kindes erkannt, seien aber dennoch nicht zum Arzt gegangen. Sie hätten gefürchtet, das Sorgerecht für das Baby und ihre sechs anderen Kinder zu verlieren.

Der Junge sei bei seiner Geburt am 29. August 2017 ein gesundes Kind von 2850 Gramm gewesen. Vom ersten Tag an sei er nicht richtig ernährt worden. Kurz vor seinem Tod am 13. November 2017 habe das Baby deutlich sichtbare Zeichen von Unterernährung gezeigt. Der Junge hatte eine Dickdarmentzündung und litt unter Durchfall. Schließlich starb er an Kreislaufversagen. Bei seinem Tod wog das zehn Wochen alte Kind weniger als 2820 Gramm

Die Staatsanwaltschaft hatte für den Vater zwei Jahre und zehn Monate Gefängnis, für die Mutter zwei Jahre und sechs Monate beantragt. Die Verteidigung hatte Bewährungsstrafen wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen gefordert.

Quelle: DPA

Köln: Mehr als 15 Schulgebäude mit Graffitis besprüht

Unbekannte haben in Köln kurz vor einer Großdemonstration der Klimabewegung Fridays for Future Fassaden von mehr als 15 Schulen mit Graffitis besprüht. Zudem wurden in der Nacht zum Freitag die Eingangstüren von Schulen mit Ketten, Kabelbindern und Vorhängeschlössern blockiert, wie die Polizei mitteilte. Die Graffitis hätten "nach aktuellem Ermittlungsstand einen klaren Bezug" zu der für Freitagnachmittag geplanten Großdemonstration.

So wurden den Angaben zufolge die Außenwände einer Schule in Köln-Mülheim mit den Schriftzügen "Schule fällt aus", "Kommt zum Streik" und "Climate Action: Heute keine Schule" beschmiert. Zu der Kölner Demonstration im Zuge eines weiteren bundesweiten Klimaprotesttags erwartet Fridays for Future bis zu 20.000 Teilnehmer.

Quelle: AFP

Ratingen: Ein Toter und mehrere Verletzte wegen Kohlenmonoxid

Nach einem Zwischenfall mit Kohlenmonoxid im nordrhein-westfälischen Ratingen ist ein Mann in einem Mehrfamilienhaus tot aufgefunden worden. Drei Anwohner wurden am Donnerstagabend mit Verdacht auf eine Kohlenmonoxidvergiftung ins Krankenhaus gebracht, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Fünf Einsatzkräfte seien zudem durch das Einatmen relativ hoher CO-Konzentrationen leicht verletzt worden.

Eine Anruferin hatte die Feuerwehr gerufen, nachdem sie ihren Bruder leblos gefunden hatte. Im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses schlugen plötzlich die CO-Messgeräte der Rettungsdienstler Alarm, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Kurz darauf wurde das gesamte Haus evakuiert. Die Gaszufuhr war nach Angaben der Feuerwehr nach dem Alarm sofort abgesperrt worden. Da alle Räume des Gebäudes eine zu hohe CO-Konzentration aufwiesen, wurden sie demnach intensiv maschinell belüftet. 

Die Ursache für den hohen CO-Wert ist nach Angaben der Ermittler noch unklar. Besucher, die sich am Donnerstag in einer im Haus befindlichen Praxis aufgehalten hatten, würden vorsorglich über den Einsatz und die Umstände informiert. Von einer akuten Gefahr werde aber nicht ausgegangen. Ob der Mann an einer Kohlenmonoxidvergiftung starb, ist nach Angaben der Polizei noch unklar. 

Quelle: DPA

Frankfurt/Main: Zoll beschlagnahmt hunderte Kilogramm Dopingmittel 

Zollfahnder haben am Flughafen in Frankfurt am Main 412 Kilogramm Doping- und Arzneimittel beschlagnahmt. Die Produkte wurden in mehr als einem Dutzend Paketen in der Luftfracht entdeckt, wie das Zollfahndungsamt am Freitag in Frankfurt mitteilte. Insgesamt enthielten die Pakete rund 83.000 Ampullen Dopingmittel sowie Potenzmittel in zehntausend Tütchen sowie 11.000 Tabletten. Sie wurden bereits im September und Oktober entdeckt.

Die aus Singapur stammenden Produkte sollten über den Frankfurter Flughafen nach Paraguay geschickt werden. Die als "Health Product" gekennzeichneten Waren unterliegen in Deutschland dem Arzneimittel- und Antidopinggesetz, weswegen auch die Durchfuhr verboten ist.

Quelle: AFP

Stralsund: Verdächtiger nach Brandanschlag auf Autos vor Polizeirevier gefasst

Nach einem Brandanschlag auf mehrere Autos vor dem Polizeihauptrevier in Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Der 61-Jährige sitze nach der Vorführung beim Haftrichter in Untersuchungshaft, teilte die Polizei in Neubrandenburg mit. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung in Stralsund wurden demnach Beweismittel beschlagnahmt, "die den Mann nach derzeitigen Erkenntnissen mit dem Brandanschlag in Verbindung bringen". Sein Motiv ist laut Polizei aber noch unklar.

In der Nacht zum Dienstag waren vor dem Revier Brandsätze an einem Streifenwagen und zwei Privatautos gezündet worden. Die Autos wurden zerstört, verletzt wurde niemand. Die Beamten bezifferten den entstandenen Sachschaden auf rund 40.000 Euro. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sprach von einer "niederträchtigen Tat" und von einem "hinterhältigen Angriff", mit dem "Grenzen überschritten worden" seien.

Quelle: AFP


 Nachrichten von Donnerstag, den 28. November 

Gronau: Supermarkt-Mitarbeiter finden kiloweise Kokain in Bananenkiste

Mitarbeiter eines Supermarktes in Nordrhein-Westfalen haben in einer Bananenkiste mehrere Kilogramm Kokain gefunden. Den Fund vom Vortag in Gronau bestätigte am Donnerstag das Zollfahndungsamt Essen. Die Drogen waren nach Angaben einer Sprecherin zwischen den Früchten. Über die genaue Menge und den Wert der Drogen konnten die Ermittler aber noch keine Angaben machen. "Wir stehen noch ganz am Anfang", sagte die Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Über den Fund hatten die "Westfälischen Nachrichten" zuvor berichtet. Die Ermittler gehen von einer fehlgeleiteten Kiste aus Süd- oder Mittelamerika aus. Der Zoll werde jetzt versuchen, den Transportweg zu ermitteln.

Quelle: DPA

Dresden: Juwelendiebstahl – 500.000 Euro Belohnung ausgesetzt

Im Zusammenhang mit dem Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden hat die Polizei eine Belohnung von einer halben Million Euro ausgesetzt. Sie steht für Hinweise zur Verfügung, die zur Aufklärung der Tat, zur Ermittlung oder der Ergreifung der Täter sowie zum Auffinden der Beute führen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten.

"Wir werden nichts unversucht lassen, diesen Fall zu lösen", erklärten Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar und der Leitende Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Die Sonderkommission "Epaulette" wurde auf nunmehr 40 Beamte aufgestockt, die Abteilung Organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Dresden leitet ab sofort die Ermittlungen.

Indes wurde auch bekannt, dass die Tatortarbeiten im Residenzschloss vor dem Abschluss stehen. "Es ist geplant, die Räume im Laufe des Freitagvormittags freizugeben", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Zuvor berichtete das Onlineportal tag24. In dem Fall fehlt nach wie vor eine heiße Spur. Die Sonderkommission "Epaulette" geht nach Angaben des Polizeisprechers inzwischen 342 Hinweisen aus der Bevölkerung nach, darunter in 49 Fällen von Bildern und Videos. "Der entscheidende Hinweis liegt nicht auf dem Tisch", sagte der Sprecher.

Quelle: DPA

Mülheim/Ruhr: Hündin in Fluss geworfen: 58-Jähriger zu Gefängnisstrafe verurteilt

Ein 58-Jähriger, der in Nordrhein-Westfalen eine Hündin in die Ruhr geworfen und damit getötet hat, ist zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Mülheim verurteilte ihn am Donnerstag wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Bei der Tat in Mülheim vor elf Monaten hatten Passanten noch versucht, die Hündin zu retten. Sie konnte von der Feuerwehr aber nur noch tot geborgen werden.

Der 58 Jahre alte Mann, der mittlerweile in Köln lebt, sei wegen der Tötung eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund verurteilt worden, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Mülheim. Es habe sich um die Hündin seines damaligen Lebensgefährten gehandelt. In der Verhandlung habe der Mann angegeben, dass die Hündin sehr krank gewesen sei und man das Geld für eine fachgerechte Einschläferung nicht gehabt habe.

Die Freiheitsstrafe sei wegen zahlreicher Vorstrafen ohne Bewährung verhängt worden, sagte der Sprecher weiter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Quelle: DPA

Jena: Vater will Kind trösten – da greift die Mutter zum Messer

Im Streit um die Erziehung ihres Kindes hat eine Mutter in Jena ein Messer gezückt. Auslöser sei gewesen, dass das Kind in der Nacht zum Donnerstag nicht habe einschlafen wollen, teilte die Polizei mit. Die junge Mutter habe das Kind weinen lassen, hieß es. Der Vater habe es hingegen auf den Arm genommen. 

Die Frau griff den Angaben zufolge daraufhin zum Messer und nötigte den Mann, das Kind wieder ins Bett zu legen. Anschließend schloss sie sich in einem Zimmer ein. Rettungskräfte und Polizisten konnten den Streit schließlich klären. Es wurde niemand verletzt. Zum Alter des Kindes oder der Eltern machte die Polizei keine Angaben.

Quelle: DPA

A3 bei Hunderdorf: 65-Jährige läuft auf Fahrbahn und wird von Reisebus erfasst

Aus noch ungeklärter Ursache ist ein 65 Jahre alter Mann am Donnerstagmorgen  auf die Fahrbahn der A3 bei Hunderdorf (Niederbayern) gelaufen, von einem Reisebus erfasst und getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, gehörte das Opfer einer Reisegruppe aus Rumänien an, die an einer Rastanlage eine Pause einlegte. Der Mann habe den Bus verlassen und sei bis zur Verzögerungsspur der Autobahn zurückgelaufen, wo er im weiteren Verlauf plötzlich auf die Fahrbahn lief.

Dort erfasste den 65-Jährigen ein ebenfalls aus Rumänien stammender Reisebus, dessen Fahrer nicht mehr rechtzeitig bremsen oder ausweichen konnte. Demnach war die Wucht des Aufpralls so heftig, dass der 65-Jährige circa 50 Meter durch die Luft katapultiert wurde, ehe er auf dem Verzögerungsstreifen liegen blieb. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen blieben ohne Erfolg, sodass der Mann noch an der Unfallstelle verstarb. Warum er auf die Autobahn lief, war zunächst unklar. Angaben von Mitreisenden zufolge soll der 65-Jährige während der Busfahrt Alkohol getrunken haben. 

Quelle: Polizei Bayern

Weitenhagen: 20-Jähriger flüchtet vor Polizeikontrolle – ein Toter, zwei Schwerverletzte

In Weitenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) ist ein 20-jähriger Autofahrer vor einer Verkehrskontrolle geflüchtet und anschließend schwer verunglückt. Wie die Polizei berichtet, krachte der junge Mann auf seiner rasanten Flucht gegen einen Baum, wodurch er und ein 16-jähriger Beifahrer schwer sowie ein ebenfalls 20-jähriger Mann, der auf der Rückbank gesessen hatte, tödlich verletzt wurden.

Laut Polizei wollte eine Streife den Mann, der nach bisherigen Erkenntnissen unter Alkoholeinfluss stand, gegen 1 Uhr am Donnerstagmorgen kontrollieren. Dieser habe die Haltezeichen jedoch ignoriert und sei stattdessen davon gerast. In der Folge kam der Fahrer aufgrund erhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum am Straßenrand. Die beiden Verletzten kamen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus, der zum Unfallzeitpunkt auf der Rückbank sitzende 20-Jährige starb noch vor Ort. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter beauftragt, den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren.

Quelle: Polizei Neubrandenburg

Hennef: Zollfahner heben Profi-Cannabisplantage aus

Zollfahnder und Polizisten haben am Donnerstag in einem Anwesen in Hennef bei Bonn eine professionelle Marihuanaplantage mit rund 1000 Cannabispflanzen kurz vor der Erntereife ausgehoben. Die Ernte hätte rund 50 Kilogramm Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von etwa 500.000 Euro erbracht, wie die Staatsanwaltschaft Bonn und die Zollfahndung Essen mitteilten. Ein in dem historischen Anwesen angetroffener Verdächtiger wurde vorläufig festgenommen.

Die professionell aufgebaute und mit hochwertigem Equipment ausgestattete Indoorplantage erstreckte sich den Angaben zufolge über drei Stockwerke des Gebäudes - vom Keller bis zum Dachgeschoss. Die Durchsuchung des Anwesens erfolgte im Zuge von Ermittlungen gegen eine serbisch-kroatische Tätergruppe.

Quelle: AFP

Frankfurt/Main: 80-Jährige mit Cocabonbons erwischt

Mit verbotenen Süßigkeiten im Gepäck hat eine 80-Jährige von Frankfurt am Main nach Bolivien fliegen wollen: Im Handgepäck der Frau entdeckten Beamte diverse Cocabonbons, wie die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen am Donnerstag mitteilte. Da sie Bestandteile der Cocapflanze enthalten, fallen sie allerdings unter das Betäubungsmittelgesetz.

Die 80-Jährige gab an, in Bolivien in den Bergen zu leben und die Bonbons zur Linderung ihrer Höhenkrankheit zu benötigen. Der Zoll leitete ein Strafverfahren gegen die Reisende ein. Sie durfte nach Bolivien weiterreisen - jedoch ohne die Bonbons.

nachrichten deutschland - cocabonbons

Die entdeckten Cocabonbons fallen unter das Betäubungsmittelgesetz

Quelle: AFP

Aachen: Mann soll vor eigenem Unfalltod seine Mutter getötet haben

Ein 50-jähriger Mann soll in Aachen seine 89-jährige Mutter getötet haben, bevor er wenig später bei einem noch ungeklärten Verkehrsunfall in Belgien selbst ums Leben gekommen ist. Nach Angaben der Aachener Staatsanwaltschaft vom Mittwoch entdeckten Polizeibeamte den Leichnam der Frau, als sie der 89-Jährigen die Nachricht vom vorherigen Tod ihres Sohns überbringen wollten.    

Die am vergangenen Donnerstagabend in einem Haus in Aachen-Haaren gefundene Leiche der verwitweten Seniorin wies demnach Spuren massiver Gewalteinwirkung auf. Der 50-jährige Sohn, der im selben Haushalt gelebt hatte, war nach Angaben der Ermittler am frühen Morgen des vergangenen Donnerstags im belgischen Diest nach dem Verkehrsunfall ohne Beteiligung Dritter gestorben.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand stehe der verstorbene Sohn im Verdacht, seine Mutter in der Nacht zum Donnerstag vergangener Woche "als Alleintäter die tödlichen Verletzungen zugefügt zu haben", berichtete die Staatsanwaltschaft. Aufschluss über den genauen Ablauf und die Hintergründe der Todesfälle sollen die weiteren Ermittlungen bringen.

Quelle: AFP


 Nachrichten von Mittwoch, den 27. November 

Bayreuth: Stammtischbrüder knacken Mega-Jackpot

Eine Stammtischrunde aus dem oberfränkischen Bayreuth dürfte sich dieser Tage besonders häufig und ausgelassen zuprosten. Denn die zehn Männer teilen sich 30 Millionen Euro, und damit den bisher höchsten Gewinn im Eurojackpot in Bayern. Das teilte Lotto Bayern am Mittwoch mit. Die Glückspilze, nach Angaben ihres "Sprechers" zwischen 49 und 58 Jahren alt haben Jobs als Angestellte, Arbeiter oder sind selbstständig. Was sie mit dem Geld anfangen, wollen sie nun gemeinsam mit ihren Familien überlegen. Der Eurojackpot war vor der Ausspielung am Freitag auf die Maximalsumme von 90 Millionen Euro angewachsen. Insgesamt drei Tipper oder Tippgemeinschaften hatten die Zahlen 3, 12, 24, 37 und 38 sowie die Eurozahlen 3 und 7 auf ihren Tippscheinen angekreuzt. Auch in Hessen knallten die Korken. Dort hatte ein Tipper den Schein mit den Glückszahlen erst kurz vor Toresschluss abgegeben und aus 20,50 satte 30 Millionen Euro gemacht.

Quelle: DPA

Berlin: Youtuber wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht

In Berlin muss sich ab Mittwoch ein Youtuber vor dem Landgericht verantworten. Der 25-Jährige steht im Verdacht, drei minderjährige Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Die zuständige Jugendstrafkammer schloss noch vor Verlesung der Anklage die Öffentlichkeit aus. Es gehe um den Schutz der Privatsphäre der jugendlichen Geschädigten, begründete das Gericht den Schritt. Dem 25-jährigen Angeklagten werden sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch von Kindern, Freiheitsberaubung und Körperverletzung zur Last gelegt.

Der Mann soll drei damals 13, 14 und 16 Jahre alte Mädchen jeweils unter dem Vorwand, mit ihnen ein Video für einen seiner Social-Media-Kanäle drehen zu wollen, in sein Auto gelockt haben. Ermittlungen zufolge ist er mit ihnen zu entlegenen Parkplätzen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen gefahren, wo er die Teenager missbraucht habe. Fünf mutmaßliche Taten in der Zeit von Februar bis Juni 2019 werden dem 25-Jährigen zur Last gelegt.

Der Angeklagte war im Juni 2019 festgenommen worden. Unter der Auflage, sich aus den sozialen Medien fernzuhalten, kam er nach Angaben des Gerichts einen Monat später wieder frei. Weil er gegen die Auflage verstoßen habe, sei der Haftverschonungsbeschluss aufgehoben worden. Seit Mitte August sitzt der Mann wieder in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind acht Tage vorgesehen.

Quelle: DPA

Hamburg: Polizei fahndet nach mutmaßlichem Straftäter

In Hamburg ist ein Mann von einem unbegleiteten Freigang aus der geschlossenen Abteilung einer Klinik nicht zurückgekehrt. Jetzt fahndet die Polizei mit Hochdruck nach dem 39-Jährigen. Wie die Beamten berichteten, wurde Jan Schulz zuletzt am 19. November gegen 16 Uhr im Stadtteil St. Pauli gesehen. Es sei nicht auszuschließen, dass von ihm eine „Eigen- und Fremdgefährdung“ ausgeht. Deshalb sollte man ihn auch nicht ansprechen, sondern sofort die Polizei rufen. Der Mann wird wie folgt beschrieben:

  • mitteleuropäische Erscheinung
  • 1,75 Meter groß
  • kräftige Figur
  • kurze braune Haare
  • Brillenträger
  • Missbildung an der rechten Hand

Zuletzt war er bekleidet mit einer blauen Jeans, einem blauem Hemd, einem schwarzem Pullover und einem grauem Mantel. Er hat außerdem eine olivgrüne Tasche bei sich. Personen, die Hinweise zu dem Mann oder dessen Aufenthaltsort geben können, werden gebeten, sich beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter der Rufnummer 040/4286-56789 oder an einer Polizeidienststelle zu melden.

Quelle: Polizei Hamburg

Gelsenkirchen: Senior schlägt Ladendetektiv und flieht mit ertappter Ladendiebin

Ein Ladendetektiv hat eine etwa 75 Jahre alte Frau in einem Discounter beim Diebstahl von Kosmetika und Süßwaren erwischt und wurde dann von einem etwa 80 Jahre alten Mann vor dem Laden mit einem Gehstock auf den Kopf geschlagen. Die beiden Senioren konnten fliehen. Der 36-jährige Ladendetektiv musste zur Behandlung in ein Krankenhaus, wie die Polizei am Mittwoch berichtete. Laut Polizei hatte der Detektiv die Frau am Dienstagnachmittag zur Rede gestellt. Da sei sie aus dem Geschäft in Gelsenkirchen gelaufen, wo der Senior mit dem Gehstock auf den Detektiv einschlug.

Quelle: DPA

Köln: Mädchen sucht lebensgefährlich verletzten Vater

Ein achtjähriges Mädchen hat in Köln vergeblich nach seinem Vater Ausschau gehalten, der ohne ihr Wissen bei einem Unfall lebensgefährlich verletzt worden war. Der 40-Jährige hatte seine Tochter auf dem Ebertplatz stehen lassen, um nur kurz auf der gegenüberliegenden Straßenseite Geld abzuheben, wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte. Beim Überqueren der Straße wurde er von einem Motorrad angefahren und lebensbedrohlich verletzt. Das ahnungslose Mädchen wartete vergeblich auf seine Rückkehr und entschloss sich irgendwann, Polizisten um Hilfe bei der Suche zu bitten - während die gerade den Verkehrsunfall aufnahmen. Die Polizisten kümmerten sich daraufhin um das Kind, bis es in die Obhut seiner Mutter übergeben wurde. Der Vater des Mädchens schwebte in der Nacht zu Mittwoch noch immer in Lebensgefahr.

Quelle: DPA

Köln: Weltkriegsbombe gefunden – Stadt muss 7000 Menschen evakuieren

In Köln wurde am Dienstag eine Fliegerbombe gefunden. Für die Dauer der Entschärfung müssen am Mittwoch rund 7000 Menschen ihre Wohnungen verlassen, wie "RP Online" berichtet. Die Fünf-Zentner-Bombe mit Heckaufschlagzünder wurde in einer Gleisanlage gefunden. Der Fundort des Bombenblindgängers wurde in der Nacht von Einsatzkräften des Ordnungsdienstes gesichert und bewacht. Zuflucht finden die Anwohner in einer Schule  an der Brüggener Straße, in der kein Unterricht stattfindet.

Quelle: "RP Online"

Hamburg droht mit Ende der Sommerferien-Absprache

Nach dem Nein Bayerns zu einer Neuordnung der Ferienzeiten droht Hamburg mit einem Ende der Absprachen zwischen den Bundesländern. "Dieser Schuss aus Bayern wird nach hinten losgehen: Jetzt wird jedes Land genau wie Bayern die Sommerferien im Alleingang festlegen", sagte Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) der "Süddeutschen Zeitung" und fügte hinzu: "Viel Spaß auf den langen bayerischen Autobahnen."     Rabe reagierte auf Äußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), der am Sonntag gesagt hatte: "Das bayerische Abitur bleibt bayerisch, übrigens genauso, wie die Ferienzeiten bleiben, wir wollen auch die nicht angleichen." Damit erteilte Söder nicht nur dem geplanten Nationalen Bildungsrat eine Absage, sondern auch einer Neuordnung des komplexen Ferienkalenders in Deutschland, um die sich derzeit Hamburg und andere Bundesländer bemühen. Um Staus auf den Autobahnen in Grenzen zu halten und den Hotels eine gleichmäßige Auslastung zu verschaffen, haben sich die Länder bei den Ferien auf ein sogenanntes rollierendes System verständigt. Es teilt die Länder in Gruppen ein, die nacheinander in die Sommerferien starten und sich mit frühem und späterem Ferienbeginn abwechseln. Nur Bayern und Baden-Württemberg beteiligen sich bisher nicht an diesem Wechsel, für sie ist der letzte Sommerferientermin reserviert.


 Nachrichten von Dienstag, den 26. November 

Vipperow: Schlachtbank droht – Kuh springt in die Müritz

Eine Kuh in Vipperow an der Müritz hat wohl geahnt, wohin ihre letzte Reise gehen sollte – in den Schlachthof nämlich. Als ein Landwirt sie am Montagmorgen auf den Hänger treiben wollte, brach "Hanna" aus, rannte zum See und ward von den Verfolgern nicht mehr gesehen, wie der Landwirt der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Am Nachmittag hörten Spaziergänger bei Rechlin am anderen Seeufer ein klägliches Muhen und riefen die Feuerwehr zu Hilfe. 

"Als wir vor Ort eintrafen, steckte die Kuh fast bis zum Hals im Schlamm. Sie konnte sich von allein weder bewegen noch selbst befreien", sagte Rechlins Wehrführer Marcel Schüler dem "Nordkurier". Mit Hilfe von Seilen und einem Radlader wurde das Rind aus dem Schlamm gezogen. Es war immerhin etwa einen Kilometer über die Kleine Müritz ans andere Ufer geschwommen. Das laut Schulz etwa anderthalb Jahre alte Tier überlebte das Abenteuer unterkühlt. Der Ausbruch brachte Hanna zumindest einen Aufschub.

Quelle: DPA

Mengerskirchen: Zwei Mädchen sterben bei Hausbrand

Zwei vier und zehn Jahre alte Schwestern sind beim Brand ihres Elternhauses im mittelhessischen Mengerskirchen ums Leben gekommen. Einsatzkräfte konnten die Zehnjährige noch aus dem brennenden Einfamilienhaus holen, sie starb aber trotz Reanimationsversuchen noch vor Ort, wie die Polizei am Dienstag berichte. Die Vierjährige galt zunächst als vermisst, ihre Leiche wurde später aus dem Haus geborgen. Die Eltern und der fünfjährige Bruder hatten sich selbst retten können. Die drei kamen zur Untersuchung ins Krankenhaus und wurden psychologisch betreut.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte der Junge am Dienstagmorgen das Feuer bemerkt und seine Eltern alarmiert. Wo der Brand genau ausgebrochen ist und warum, war zunächst unklar. Die Löscharbeiten der mehr als 100 Einsatzkräfte dauerten mehrere Stunden. Große Hitze, Rauch und eine mögliche Einsturzgefahr des Gebäudes erschwerten nach Angaben eines Feuerwehrsprechers die Suche nach dem vermissten Mädchen erschwert.

Giengen: Ampel stürzt nach Unfall um und erschlägt Jungen

Im baden-württembergischen Giengen ist ein 13-Jähriger von einer umstürzenden Ampel getroffen und tödlich verletzt worden. Zuvor hatte ein 18 Jahre alter Autofahrer beim Abbiegen die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Er kam nach rechts von der Straße ab und prallte gegen den Ampelmast, wie die Polizei mitteilte. Der 13-Jährige stand neben der Ampel und wartete, um die Straße zu überqueren, als das Unglück passierte. Rettungskräfte brachten ihn am Dienstagmorgen in ein Krankenhaus, wo er kurze Zeit später seinen Verletzungen erlag. Um die genaue Unfallursache zu klären, hat die Staatsanwaltschaft Ellwangen ein Gutachten angeordnet.

Quelle: DPA

"Gorch Fock": Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen im Fall Böken wieder ein

Zum rätselhaften Tod der "Gorch Fock"-Kadettin Jenny Böken hat die Kieler Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen wieder eingestellt. "Wir glauben den Angaben einer Zeugin nicht", sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Michael Bimler am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet. 

Im Juni hatte die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren wieder aufgenommen. Hintergrund waren Aussagen der Zeugin. Diese beruhten laut der Behörde im Wesentlichen auf Hörensagen. Die Zeugin sei im Jahr 2008 bei der Bundeswehr gewesen, habe aber weder zur Marine noch zur Besatzung der "Gorch Fock" gehört. Laut Anwalt der Familie habe sie von mehreren Männern, darunter Marineangehörigen, erfahren, dass die junge Frau erdrosselt worden sei.

Die ursprünglichen Ermittlungen im Fall Böken waren 2009 eingestellt worden. Die damals 18-Jährige war in der Nacht zum 4. September 2008 während einer Ausbildungsfahrt des Segelschulschiffs der Marine bei einer Wache über Bord gegangen. Die Todesumstände blieben ungeklärt. Der Leichnam wurde erst nach elf Tagen aus der Nordsee geborgen. Die Ermittler hielten ein Unglück bisher für am wahrscheinlichsten.

Quelle: DPA

Jenny Böken war 2008 aus ungeklärten Gründen nachts von Bord des Segelschulschiffs gestürzt. Ihre Familie erhebt jetzt neue Vorwürfe gegen die Ermittler, die von einem Unfalltod ausgegangen waren und die Akten 2009 geschlossen hatten. 

Mühlheim-Kärlich: Polizei sucht nach Student

Die Polizei Rheinland-Pfalz sucht nach einem Studenten aus der Uni Koblenz, der seit rund drei Wochen vermisst wird. Wie die Beamten berichteten, soll der 23-jährige Mohammed I.A. Asous aus Mülheim-Kärlich zuletzt am 7. November gegen 18 Uhr an seiner Wohnadresse an der Bachstraße gesehen. Die Polizei bittet um Hinweise. Der junge Mann wird wie folgt beschrieben:

  • schlanke Figur
  • arabisches Aussehen
  • mittellanges, meist hochgestyltes, dunkles Haar

Er trug zuletzt einen schwarzen Anorak, eine blaue Jeans und hatte einen gemusterten Rucksack bei sich. Wer Hinweise auf den Verbleib des jungen Mannes geben kann, soll sich bei der Kripo Koblenz unter der Telefonnummer 0261/1032690 melden. 

Quelle: Polizei Koblenz

Hamm: Männer attackieren Polizisten bei Verkehrskontrolle

In Hamm haben zwei Männer Polizisten attackiert und beleidigt. Wie die Beamten am Dienstagmorgen berichteten, wollten zwei Polizisten am Sonntagabend die beiden Insassen eines Mercedes kontrollieren, nachdem sei mit dem Wagen eine Reihe von Verkehrsverstößen begangen hatten. Nachdem der 26-jähriger Fahrer ausstieg, stieß er einen der Beamten gewaltsam zur Seite. Dann öffnete er seine Hose und urinierte vor sein Fahrzeug. Als die Beamten ihn aufforderten, das zu lassen, beleidigte er sie "mit obszönen und verunglimpfenden Vokabeln". Als sich der 20-jährige Beifahrer weigerte, seine Personalien preiszugeben und ebenfalls die Beamten beleidigte, drohte der Fahrer den Polizisten Gewalt an. Bei der anschließenden Ingewahrsamnahme versuchte der 26-jährige Unruhestifter, den 20-Jährigen gewaltsam zu befreien. Sogar brennende Zigarettenstummel schnippten sie in den Lüftungsschacht des Streifenwagens. Die Beamten mussten Unterstützung anfordern. Schließlich kamen zwei weitere Männer hinzu, die versuchten, die Polizisten bei ihrer Arbeit zu behindern. Die Beamten setzten schließlich Pfefferspray gegen sie ein, während die alarmierten Kollegen die beiden Fahrzeuginsassen in Gewahrsam nahmen. Wegen des Verdachts des Fahrens unter dem Einfluss berauschender Mittel wurde dem Fahrer eine Blutprobe entnommen und die Autoschlüssel sichergestellt.

Quelle: Polizei Hamm

Rostock: Betrunkener Falschfahrer verursacht Unfall auf der A19

Auf der A19 bei Rostock hat ein Falschfahrer einen Unfall verursacht. Wie die Polizei am Dienstagmorgen berichtete, war der 67-Jährige gegen 23 Uhr mit seinem Opel zwischen den Anschlussstellen Rostock-Süd und Rostock Ost in falscher Richtung unterwegs. Ein VW Golf konnte ihm zwar noch ausweichen, dennoch stießen die beiden Fahrzeuge seitlich zusammen. Der VW Golf kippte zur Seite und blieb auf dem Dach liegen. Der 36-jährige Fahrer wurde verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Unfallfahrer blieb nach wenigen Metern an der Mittelschutzplanke stehen. Polizisten stellten bei dem Man deutlichen Alkoholgeruch fest, ein Atemalkoholtest war ihm jedoch vor Ort nicht möglich. Die Beamten ordneten daher eine Blutprobenentnahme an.

Quelle: Autobahn- und Verkehrspolizei Dummerstorf 


 Nachrichten von Montag, den 25. November 

Mönchengladbach: 15-Jähriger fährt mit Auto zur Schule

In Mönchengladbach ist ein 15-Jähriger am Freitag mit dem Auto zur Schule gefahren. Wie die Polizei berichtet, wollte der Junge "ein wenig länger schlafen". Demnach nahm er den Schlüssel zum Familienauto an sich, holte dann einen Freund ab und fuhr mit diesem anschließend zur Schule. "Dort fiel auf, wie der 15-Jährige zur Schule gekommen war und man informierte die Polizei", heißt es. 

Die Beamten übergaben den Teenager den Erziehungsberechtigten. Auf den jungen Fahrer kommt nun eine Anzeige wegen Fahrens ohne Führerschein zu. Obwohl der Jugendliche den Schlüssel soweit bekannt unbemerkt an sich nahm, wurde auch gegen den Halter des Wagens eine Anzeige gestellt - wegen Zulassens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis. 

Quelle: Polizei Mönchengladbach 

Göttingen: Brandanschlag auf Ausländerbehörde vor Maizière-Lesung

Ein Feuerwehrmann löscht im Inneren des brennenden Amtshauses.

Bei dem Feuer wurden Teile des Gebäudes zerstört, in dem auch die Ausländerbehörde und das Jobcenter der Stadtverwaltung untergebracht sind

DPA

In der Nacht zu Montag haben Unbekannte Feuer im Gebäude der Göttinger Ausländerbehörde gelegt. "Wir gehen von einem linksmotivierten Brandanschlag aus", sagte eine Polizeisprecherin. Zu den Umständen des Feuers und zur Schadenshöhe gab es zunächst keine konkreten Angaben. Die Ermittler in Niedersachsen hielten allerdings ein am Morgen im Internet veröffentlichtes Bekennerschreiben für authentisch, sagte die Sprecherin. Danach steht der Anschlag im Zusammenhang mit einer für Dienstag geplanten Lesung des früheren Bundesinnenministers Thomas de Maizière. Die anonymen Schreiber werfen dem CDU-Politiker vor, er sei mitverantwortlich für die deutsche Flüchtlingspolitik und die Abschiebepraxis der Ausländerbehörden.

Die ursprünglich bereits für den 21. Oktober im Rahmen des Göttinger Literaturherbstes geplante Lesung de Maizières aus seinem Buch "Regieren" war von linken Aktivisten verhindert worden.

Quelle: DPA

Biberach: Drei Männer wegen Vergewaltigung von 14-Jähriger verhaftet

Im baden-württembergischen Biberach sollen drei Männer eine 14-Jährige und ihre Freundin mit Alkohol und Drogen wehrlos gemacht und das ältere Mädchen vergewaltigt haben. Gegen die drei Männer wurden Haftbefehle erlassen, wie die Staatsanwaltschaft in Ravensburg am Montag mitteilte. Festgenommen wurden noch zwei weitere Männer. Diese wurden aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die beiden Mädchen - 13 und 14 Jahre alt - hatten sich nach den bisherigen Ermittlungen am späten Abend des 12. November mit drei Männern verabredet. Sie fuhren gemeinsam in eine Gemeinde im Kreis Biberach, wo sie in einer Garage auf zwei weitere Männer trafen. Von Alkohol betrunken gemacht und von Drogen berauscht wurde eines der beiden Mädchen missbraucht, wie die Ermittler mitteilten. Die 13-Jährige konnte sich wehren. Die Eltern erstatteten am nächsten Tag Anzeige.

Die Polizei durchsuchte daraufhin die Garage und fand dort sowie in den Wohnungen der Männer geringe Mengen Marihuana und Amphetamin. Gegen einen 32-Jährigen und zwei 20 und 19 Jahre alte Männer wurden Haftbefehle erlassen. Gegen einen 27- und einen 34-Jährigen wird ebenfalls ermittelt. Zu den Nationalitäten der Männer und zum genauen Tatort machten Staatsanwaltschaft und Polizei wegen des Alters der Mädchen keine Angaben.

Quelle: DPA

Köln: Rentner von Rigipsplatten erschlagen

In einem Kölner Baumarkt hat sich am Montagmorgen ein tödlicher Unfall ereignet. Wie die Polizei berichtete, wurde ein 69-jähriger Mann von umstürzenden Rigipsplatten getroffen und tödlich verletzt. Ein sofort alarmierter Notarzt versuchte demnach vergeblich, den Mann wiederzubeleben. Kriminalbeamte befinden sich derzeit am Unfallort, sichern Spuren und befragen Zeugen. Ein Sachverständiger ist beauftragt, die Sicherungsvorkehrungen in dem Ausgabebereich zu begutachten. Ersten Erkenntnissen zufolge soll der Rentner zusammen mit seinen Begleitern Rigipsplatten aus dem Warenlager in sein Fahrzeug geladen haben. Dabei soll ein Palettenturm umgestürzt sein. Der Rentner habe es nicht mehr geschafft auszuweichen und wäre von der schweren Last der Baustoffe getroffen worden, heißt es. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Quelle: Polizei Köln

Rostock: Mann rastet an einem Tag mehrfach in Zügen aus

Ein Mann ist an einem Tag mehrfach in diversen Zügen ausgerastet. Wie die Polizei am Montagmorgen berichtet, ereignete sich der Vorfall bereits am Samstag. Zunächst beleidigte der 53-Jährige in einem Regionalzug auf dem Weg von Hamburg nach Rostock einen weiblichen Fahrgast, verlangte von ihr, dass sie ihr Handy weglegte. Als sie nicht reagierte, zerrte er ihr an ihren Ohrhörern und zeriss diese. Anschließend zog er die Notbremse, und schlug mit dem Nothammer die Scheibe ein. Als die Zugbegleiterin versuchte, den Mann festzuhalten und zu beruhigen, ging er zur Tür, betätigte die Notverriegelung und verließ den Zug am Bahnhof Schwarzenbek in unbekannte Richtung. Keine fünf Stunden später meldete sich eine weitere Frau, die in einem anderen Regionalzug von demselben Mann belästigt wurde. Auch er soll die Frau auf die Schädigung seiner Gesundheit durch Handystrahlen hingewiesen und sie mit Verschwörungstheorien behelligt haben. Er griff ihre Tasche, um sie woanders hinzustellen. Als er sah, wie verängstigt sie war, ging er weg. In Schwerin wurde er von der Bundespolizei in Empfang genommen, die ihm eine Weiterfahrt untersagte. Zwei Stunden später riss er einem Fahrgast im IC 2116 von  Hamburg nach Rostock das Handy ohne Vorwarnung aus der Hand und warf es aus dem Zugfenster. Anschließend setzte er sich wieder wortlos auf seinen Sitzplatz. Am Bahnhof Rostock leitete die Bundespolizei ein weiteres Strafverfahren gegen den Mann ein. 

Quelle: Bundespolizei Rostock

Düsseldorf: Tumult in Uniklinik nach Schlägerei vor Club

In der Notaufnahme der Düsseldorfer Universitätsklinik haben mehrere Männer am Wochenende die Arbeit der Mitarbeiter behindert und eine Krankenschwester verletzt. Zwei Verletzte im Alter von 19 und 22 Jahren seien teils blutüberströmt aufgetaucht und hätten lautstark eine sofortige Behandlung gefordert, sagte ein Sprecher der Polizei am Montagmorgen. Einer der Männer soll die Krankenschwester geschlagen und leicht am Arm verletzt haben. Zuvor hatte die "Bild" über den Vorfall in der Nacht zu Sonntag berichtet. Bei einem der Männer soll es sich um ein Mitglied des libanesischen Al-Zein-Clans gehandelt haben, der Unterstützung dabei hatte.

Die Mitarbeiter hätten die Polizei informiert, die mit zwei Streifenwagen anrückte und die Situation beruhigte, so der Sprecher. Zu diesem Zeitpunkt seien die Männern mit drei Begleitern in der Notaufnahme gewesen. Als die Beamten wieder weg waren, sollen nach Aussagen des Krankenhauspersonals weitere 15 Menschen - offenbar Angehörige des 19-Jährigen - erschienen sein und sich lautstark sowie einschüchternd verhalten haben. Sie seien anschließend von einer Ärztin aus dem Krankenhaus verwiesen worden.

Dem Vorfall soll eine Schlägerei vor einem Club in Düsseldorf vorausgegangen sein, bei der einer der beiden jungen Männer eine Flasche gegen den Kopf bekommen haben soll. Laut Polizei gab es zwei Anzeigen der Verletzten wegen der Auseinandersetzung vor dem Club sowie eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs in der Klinik.

Quelle: DPA

Anklam: Tanzabend endet in Massenschlägerei

In Mecklenburg-Vorpommern hat ein in Chaos ausgearteter Paartanzabend mit Schlägereien und mehreren Verletzten einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Mit 18 Streifenwagen angerückte Beamte brachten in Anklam mithilfe eines Polizeihunds mehr als eine Stunde damit zu, die aufeinander losgehenden Gruppen zu trennen und zu beruhigen. "Die Gemüter waren sehr erhitzt", sagte ein Polizeisprecher nach dem Einsatz in der Nacht zum Sonntag.

Nachdem sich zunächst ein 23-Jähriger und ein 33-Jähriger in der dortigen Mehrzweckhalle geprügelt hatten, verlagerte sich das Geschehen anschließend nach draußen. Warum die Stimmung sich am Ende so aufheizte und knapp 200 Menschen sich anschrien und körperlich angriffen, blieb zunächst unklar. Die Polizei sprach mehrere Platzverweise aus. Die beiden Streithähne wurden jeweils mit Gesichtsverletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Quelle: DPA

Dresden: Spektakulärer Einbruch in Grünes Gewölbe: Diebe stellten Alarmanlage den Strom ab

Dresden: Einbruch in Schatzkammer Grünes Gewölbe

In Dresdens Schatzkammer Grünes Gewölbe ist am frühen Montagmorgen eingebrochen worden. Der Einbruch betrifft den historischen Teil der wertvollen Sammlung. Die Schadenshöhe ist noch unklar, wie die Polizei mitteilte. Details wollen die Ermittler im Laufe des Tages bekanntgeben.

Quelle: DPA

Bergisch Gladbach: Missbrauchsfall laut LKA-Direktor wohl größer als Fall Lügde

Experten des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes (LKA) gehen davon aus, dass der Missbrauchsfall Bergisch Gladbach größer ist als der Fall Lügde. "Wenn so viele Chatteilnehmer und Gruppen da sind, kann man davon ausgehen, dass das sichergestellte Datenmaterial größer ist als im Fall Lügde. Das sind immense Datenmengen", sagte LKA-Direktor Frank Hoever der "Rheinischen Post" (Montag).

Hoever und der Leiter des Cybercrime-Kompetenzzentrums beim LKA, Sven Schneider, machen sich dafür stark, künftig computergeneriert Fakebilder von Kindern verwenden zu dürfen, um in die Chats der Täter aufgenommen zu werden. Hoever sagte: "Ich würde das sehr begrüßen. Das wäre die Eintrittskarte in Straftäterkreise. ... Wenn wir selber Material einbringen könnten in die Chats, würden deutlich mehr Fälle ans Licht kommen."

Insbesondere durch die Beschlagnahmung eines Handys in Bergisch Gladbach war der massenhafte Missbrauch von Kindern durch Mitglieder eines Chat-Netzwerkes aufgedeckt worden. Mit der Festnahme eines Verdächtigen im Oktober hatten die Ermittlungen den Anfang genommen. Inzwischen gab es zehn Festnahmen. 

Quelle: DPA

Hamburg: Umweltdienst muss zu Streit unter Nachbarn ausrücken

Ein Nachbarschaftsstreit hat in der Nacht Polizei und Feuerwehr in Hamburg in Atem gehalten. Wie die "Hamburger Morgenpost" berichtete, hatte ein Mann seinem Nachbarn weißes Pulver an dessen Wohnungstür geworfen. Die Polizei alarmierte demnach den Umweltdienst. Der stellte fest, dass es sich bei der Substanz um Rohrreiniger handelte. Er soll die Antwort auf fliegende Tiefkühlkost gewesen sein. Die Polizei soll während des Einsatzes einen betrunkenen Mann aus dem Gebäude geführt haben. Der Auslöser für den Streit ist laut Bericht noch unklar. 

Quelle: "Hamburger Morgenpost"

Nachrichten aus Deutschland aus der Woche vom 18. bis 24. November lesen Sie hier.


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