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Nachrichten aus Deutschland: Biber fällt Bäume an Autobahn - Polizei muss Fahrbahn freiräumen

Wittlich: Betrunken mit Traktor zur Führerschein-Behörde +++ Mannheim: Traktorfahrer verliert acht Tonnen Karotten +++ Wiesbaden: 85-Jähriger stirbt bei schwerem Busunfall – 23 weitere Verletze +++ Nachrichten aus Deutschland.

Nachrichten aus Deutschland

In Baden-Württemberg hat ein Biber einen Baum gefällt, der dann auf die Autobahn stürzte (Symbolbild)

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Bad Dürrheim: Biber fällt Bäume an Autobahn - Polizei muss Fahrbahn freiräumen 

Ein emsiger Biber hat an der Autobahn 81 in Baden-Württemberg nachts Bäume gefällt und damit der Polizei Arbeit beschert. Wie die Beamten am Freitag mitteilten, ragte der Stamm eines umgenagten Baums ein Stück weit in die Fahrbahn bei Bad Dürrheim. Der Biber habe mehrere Bäume umgelegt und "offensichtlich bei einem die Fallrichtung falsch eingeschätzt." Der etwa sieben Meter lange und 20 Zentimeter dicke Stamm sei daraufhin in Richtung Autobahn gestürzt. Ein Autofahrer bemerkte den Stamm und meldete sich bei der Polizei. Die Beamten konnten den umgestürzten Baum hinter die Leitplanke schieben. Verletzt wurde niemand.

Quelle: DPA

Kaiserslautern: Kleinwagen nimmt bei Unfall SUV auf die Motorhaube

nachrichten deutschland - unfall kaiserslautern

Beide Fahrzeuge waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden

Relativ glimpflich ist am Donnerstagabend ein Verkehrsunfall zwischen einem Kleinwagen und einem größeren SUV in Kaiserslautern ausgegangen. Ziemlich ungewöhnlich war hingegen die Situation, die sich den Polizeibeamten am Unfallort bot. Anders als zu erwarten, hatte im Zuge der Kollision nämlich das kleinere Auto das große auf die Motorhaube genommen.

Wie die Polizei mitteilte, hatte die 42-jährige Fahrerin des SUV an einer Kreuzung die Vorfahrt der 21-jährigen Unfallgegnerin nicht beachtet und wurde von dieser im Anschluss seitlich gerammt. Der Aufprall war demnach so heftig, dass sich der Kleinwagen unter die Karosserie des SUV schob, sodass dieser schließlich auf der Motorhaube landete. Während beide Fahrzeuge nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit waren, zog sich der Beifahrer der 21-Jährigen glücklicherweise nur leichte Verletzungen zu. Auch die 42-Jährige kam vorsorglich in ein Krankenhaus. Der Schaden wird auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.

Quelle: Polizei Westpfalz

Wittlich: Betrunken mit Traktor zur Führerschein-Behörde

Ein Autofahrer, der wegen Trunkenheit am Steuer seinen Führerschein verlor, wollte diesen auf wenig clevere Art und Weise zurückerlangen: Er fuhr betrunken mit dem Traktor zur Behörde. Bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich (Rheinland-Pfalz) sei einer Mitarbeiterin Alkoholgeruch im Atem des 54-Jährigen aufgefallen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der Mann hatte im Sommer seinen Auto-Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer abgeben müssen. Ein Atemalkoholtest bestätigte die Vermutung der Mitarbeiterin – und eine Blutentnahme im Krankenhaus folgte. Der unbelehrbare Mann musste nun nach Angaben der Polizei auch den Führerschein für seinen Traktor abgeben.

Quelle: DPA

Mannheim: Traktorfahrer verliert acht Tonnen Karotten

Vom Anhänger eines Traktors sind am Donnerstagabend bei Mannheim-Seckenheim tonnenweise Karotten auf eine innerstädtische Straße gefallen. Aus zunächst unbekannten Gründen öffneten sich die Seitenwände des Anhängers, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Der 23-jährige Traktorfahrer bemerkte sein Missgeschick demnach erst nach mehreren hundert Metern, so dass letztlich eine Strecke von rund 500 Metern mit Karotten übersät war. "Zahlreiche nachfolgende Fahrzeuge fuhren über die rund acht Tonnen Karotten und machten diese zu Brei", hieß es im Polizeibericht. Mit der Reinigung der Fahrbahn musste eine Spezialfirma beauftragt werden.

Quelle: AFP

Wiesbaden: 85-Jähriger stirbt bei schwerem Busunfall – 23 weitere Verletze

Bei einem schweren Busunfall vor dem Hauptbahnhof in Wiesbaden ist ein 85-Jähriger ums Leben gekommen. 23 weitere Menschen wurden bei dem Unfall am Donnerstagnachmittag verletzt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Busfahrer hatte aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über den Linienbus verloren. 

Er rammte drei Fahrzeuge, überfuhr einen Grünstreifen und stieß mit drei weiteren Autos zusammen. Fünf Fahrer wurden leicht, eine Fahrerin schwer verletzt. Im Anschluss prallte der Bus auf einen an einer Haltestelle stehenden Linienbus. Durch den Aufprall wurde der Fahrer des stehenden Busses schwer und neun Fahrgäste leicht verletzt. 

Schließlich erfasste der Bus noch zwei an der Haltestelle wartende Passanten. Einer der beiden, ein 85-jähriger Wiesbadener, wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er später seinen Verletzungen erlag. Die zweite Passantin wurde nur leicht verletzt.

Die Sperrung des Unfallorts durch die Einsatzkräfte konnte nach Polizeiangaben erst nach zwölf Stunden gegen vier Uhr am Freitagmorgen aufgehoben werden. Ein Gutachter soll nun die Unfallursache ermitteln.

nachrichten deutschland - busunfall wiesbaden

Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei stehen am Wiesbadener Hauptbahnhof, wo sich am ein schwerer Busunfall mit einem Toten und mehreren Verletzten ereignet hat

DPA

Quelle: AFP

Bielefeld: 31-Jähriger transportiert Kleinlaster in Lkw

Eigentlich hatten sie den Lastwagenahrer auf der Autobahn 2 bei Bielefeld nur auf die verdeckten Rücklichter aufmerksam machen wollen. Doch dann machten selbst altgediente Autobahnpolizisten große Augen: In dem spärlich ausgeleuchteten 3,5-Tonner stand ein weiterer Kleinlaster. Dieser wiederum war nach Angaben der Polizei vom Freitagmorgen bis zum Dach mit Schrott und Altreifen gefüllt. "Zwei Lkw sind einer zuviel", teilten die Beamten mit. Zudem stellten sich die angebrachten Kurzzeitkennzeichen bei der Kontrolle als nicht gültig heraus. Beide Laster wurden abgeschleppt und sichergestellt. Den 31-jährigen Fahrer erwarte nun ein Verfahren wegen deutlicher Überladung, mangelnder Ladungssicherung, ungültiger Kennzeichen - und der verdeckten Beleuchtung. 

Quelle: DPA


Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, 20. November

München: 14-Jähriger muss nach sexuellem Missbrauch in Haft

Ein 14-Jähriger ist nach dem sexuellen Missbrauch einer 13-Jährigen in einem Schwimmbad in München zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Das berichtet unter anderem die "Abendzeitung". Der Jugendliche hatte das Mädchen den Ermittlungen zufolge im Sommer in eine Umkleidekabine gelockt und diese von innen verriegelt. Dann hätte er sie sexuell missbraucht, geschlagen und bedroht (die ganze Geschichte lesen Sie hier). 

Deswegen und wegen weiterer Delikte wurde der polizeibekannte Teenager nun in einem nichtöffentlichen Verfahren vom Amtsgericht München zu 28 Monaten Jugendhaft verurteilt. Mehr Informationen gab ein Gerichtssprecher dem Blatt zufolge wegen des Alters des Verurteilten nicht preis. 

Quelle: "Abendzeitung"

Bitburg: Mann gibt Geldbörse mit rund 1200 Euro ab

Ein ehrlicher Finder hat bei der Polizei im rheinland-pfälzischen Bitburg eine Geldbörse mit rund 1200 Euro abgegeben. Der 56-Jährige hatte das Portemonnaie im Eingangsbereich eines Supermarkts gefunden, wie die Polizei mitteilte. Nach ersten Ermittlungen stellten die Beamten fest, dass der 59 Jahre alte Mann, der die Brieftasche verloren hatte, mittlerweile wieder im Supermarkt war und nach der Geldbörse suchte. Der 56-Jährige kann nun mit einem Finderlohn rechnen. Der gesetzliche Finderlohn für genau 1200 Euro würde bei 46 Euro liegen.

Quellen: DPA, Polizeidirektion Wittlich

Rheurdt: Feuerwehr rettet mehrere Island-Ponys aus Schlammloch

Mit einem großen Aufgebot hat die Feuerwehr im nordrhein-westfälischen Rheurdt mehrere Pferde vor dem Ertrinken gerettet. Elf Tiere eines Islandpferdehofs waren am Nachmittag ausgebüxt und auf schlammigem Gelände eingebrochen. Während sich drei Tiere mit letzter Kraft aus dem Schlamm retten konnten, seien acht Pferde teils tief in den Boden eingesunken, teilte die Feuerwehr Rheurdt mit.

Bei Eintreffen der 22 Einsatzkräfte seien die Tiere bereits "sichtlich erschöpft" gewesen, teilte die Feuerwehr mit. Die ersten fünf Pferde hätten rasch gerettet werden können, drei weitere seien jedoch bereits fast bis zum Halseinsatz im Boden versunken gewesen. Die Feuerwehr sprach von einer "großen Herausforderung" für die Einsatzkräfte. Schließlich sei es jedoch gelungen, die Pferde mit Schläuchen und Rundschlingen zu sichern.

"Unter Einsatz von Muskelkraft und einem Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr schaffte man es, nach und nach die völlig erschöpften Pferde aus ihrer Zwangslage zu befreien", erklärte die Feuerwehr. Insgesamt habe der Einsatz unter Beteiligung von fünf Fahrzeugen etwa 90 Minuten gedauert.

Quelle: AFP

Mönchengladbach: Schienen mit Straße verwechselt

Nachrichten aus Deutschland

Das Auto wurde vom Zug mitgeschleift und zerstört

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In Mönchengladbach ist eine 81-Jährige mit ihrem Auto am Donnerstagmorgen auf die Schienen geraten. Ein herannahender Zug kam nicht mehr rechtzeitig zum Stehen und prallte auf das Fahrzeug. Zum Glück saß die Frau zu dem Zeitpunkt nicht mehr im Wagen. Wie "RP Online" mit Berufung auf die Polizei berichtet, hatte die Frau offenbar an einem beschrankten Bahnübergang Gleise und Straße verwechselt und sich dann festgefahren. Zeugen brachten sie demnach in Sicherheit. Der Lokführer eines herannahenden Zuges leitete noch eine Notbremsung ein, trotzdem prallte er auf das Auto, das in der Folge 400 Meter weit mitgeschleift wurde. Sieben der 200 Passagiere wurden leicht verletzt, der Zug evakuiert. Die Fahrerin des Autos blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock. Die Zugstrecke zwischen Aachen und Mönchengladbach war an der Unfallstelle stundenlang gesperrt.

Quelle: "RP Online"

Weimar: 36-Jähriger bespuckt Bild eines KZ-Überlebenden

Ein 36-Jähriger hat in Weimar gegen das Bild eines KZ-Überlebenden gespuckt, uriniert und getreten. Nun ermittelt die Polizei gegen den Mann wegen Volksverhetzung, Beleidigung und politisch motivierter Sachbeschädigung. Ein Zeuge habe den Angriff am Mittwochabend gemeldet, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der Angreifer sei stark betrunken gewesen und habe einen Platzverweis erhalten. Das Bild ist Teil einer Ausstellung unter freiem Himmel in der Innenstadt. Die dortigen Porträts erinnern an die Leiden der Häftlinge im einstigen nationalsozialistischen Konzentrationslager Buchenwald vor den Toren Weimars.

Quelle: DPA

Pulheim/Bielefeld: 15-Jähriger klaut aus Sehnsucht Firmenauto

Ein 15-jähriger Kölner hat am Samstag in Pulheim nahe der Domstadt ein Auto geklaut. Das Motiv: Sehnsucht. Wie die Polizei am Donnerstag berichtet, hatte der Teenager in der Nacht das Fenster eines Fahrradgeschäfts aufgehebelt. Anschließend fuhr er mit einem Firmenwagen davon, dessen Schlüssel er in dem Gebäude entwendet hatte. Die alarmierte Polizei kam zu spät.

Später in der Nacht hielten Polizisten das gestohlene Auto im fast 200 Kilometer entfernten Bielefeld an. Der 15-Jährige saß hinterm Steuer und gestand laut Polizei die Tat. Er gab demnach an, dass er eine Freundin in Bielefeld besuchen wollte. Die Polizisten stellten den Wagen sicher und übergaben den Jugendlichen seinem Erziehungsberechtigten. Ob das Paar sich zuvor sehen konnte, blieb unklar. Den Verliebten erwartet ein Strafverfahren.

Quelle: Polizei

Berlin: Judotrainer in Berlin soll mehrere Jungen sexuell missbraucht haben

Ein Berliner Judotrainer sitzt wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Jugendlicher in Untersuchungshaft. Dem 42-Jährigen werden mindestens 23 Taten an mindestens sechs Jungen zwischen 2006 und 2018 zur Last gelegt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag in der Hauptstadt mitteilten. Die Ermittlungen zu weiteren möglichen Taten und Opfern dauerten noch an.  

Der Mann war den Angaben zufolge seit 2007 als Vorsitzender eines von ihm gegründeten Judovereins im Stadtteil Tegel tätig. Dabei soll es im Training, bei Turnieren und im Rahmen angeblicher "erzieherischer Maßnahmen" zu den sexuellen Übergriffen gekommen sein. Die Opfer sollen zwischen zehn und 16 Jahre alt gewesen sein. Der Haftbefehl gegen den Verdächtigen wurde laut den Ermittlern bereits am Montag vollstreckt.

Quelle: AFP

Wiehl: Leitplanke stoppt Lastwagen vor Hauswand

Nachrichten aus Deutschland

Der Lkw blieb an der Leitplanke hängen

In Wiehl im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen hat am Mittwochmorgen eine Leitplanke verhindert, dass ein Lkw gegen eine Hauswand prallt. Wie die Polizei berichtet, hatte zuvor der 24-jährige Fahrer in einer Kurve die Kontrolle über den Lastwagen verloren. Er kam von der Fahrbahn ab und blieb an der Grenze zu einem Privatgrundstück an der besagten Leitplanke hängen – "andernfalls wäre er vermutlich gegen die Front des Hauses geprallt", schreiben die Beamten. Zur Bergung musste ein Kran anrücken, die Straße blieb in dem Bereich vorübergehend gesperrt. 

Quelle: Polizei

Leutkirch: Vier Verletzte nach Unfall auf Wasserrutsche

Bei einem Unfall auf einer Wasserrutsche in einem Freizeitpark im Allgäu sind zwei Erwachsene und zwei Kinder verletzt worden. Wie die Polizei in Baden-Württemberg am Mittwoch mitteilte, wurden zwei Jungen im Alter von drei und vier Jahren mit schweren Kopfverletzungen per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Eine 53 Jahre alte Frau und ein 49 Jahre alter Mann kamen ebenfalls in eine Klinik.

Die vier Beteiligten gehörten zu einer Gruppe von insgesamt sieben Besuchern des Freizeitparks in Leutkirch, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Sie seien am Dienstag alle gemeinsam mit drei Reifen auf der Rutsche gefahren – zwei davon seien im unteren Bereich der Rutsche zusammengeprallt. Wie genau es dazu kam und ob alle Vorschriften eingehalten wurden, werde derzeit noch ermittelt.

Quelle: DPA

Bochum: Einbrecher stehlen Currywurstschneidegerät 

Mit beträchtlichem Aufwand haben unbekannte Diebe im Ruhrgebiet ein Schneidegerät für Currywurst geklaut. Die Einbrecher knackten drei Schlösser auf einem Sportplatz in Wanne-Eickel und verschafften sich auf diese Weise Zutritt zu einem Grillraum, wie die Polizei am Donnerstag in Bochum mitteilte. Mit dem dort abgestellten Currywurstschneidegerät suchten sie anschließend das Weite. Die Kripo sucht nun Zeugen des Einbruchs. "Wer andern eine Currywurst brät, der braucht ein Currywurstschneidegerät", dichteten die Beamten in der Pressemitteilung fast schon poetisch. 

Quellen: DPA, Polizei

Obersülzen: Mann hupt jeden Morgen Nachbarn wach

Seit Anfang des Jahres reißt ein Anwohner im rheinland-pfälzischen Obersülzen morgens seine Nachbarn aus dem Schlaf. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, drückt der 56-Jährige jeden Morgen gegen fünf Uhr auf die Hupe seines Autos. Weil sich Anwohner nun beschwerten, nahmen sich Polizisten dem Störenfried an. Der gab demnach an wegen eine Katze gehupt zu haben – verstrickte sich danach aber in Widersprüche. Auf den Mann wartet nun ein Bußgeld. Seine Nachbarn können nun zumindest in der Adventszeit wieder ausschlafen.

Quelle: DPA 

Methler: Unfall nach missglücktem Fahrerwechsel 

Drei Menschen sind bei einem missglückten Fahrerwechsel bei voller Fahrt teils schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war das Trio mit dem Auto in Methler bei Unna bei dem Versuch, einer Kontrolle zu entkommen, gegen einen parkenden Wagen geprallt. Zuvor konnte nach Polizeiangaben beobachtet werden, "wie offenbar während der Fahrt ein Fahrerwechsel versucht wurde". Der 18-jährige Fahrer sei nicht im Besitz eines Führerscheins gewesen. Die Polizei hatte den Wagen am Mittwoch eigentlich nur wegen eingeschalteter Nebelschlussleuchten kontrollieren wollen.

Quelle: DPA

Neukloster: Pinkelpause kostet Bremer Führerschein

Eine Pinkelpause auf der Standspur der Autobahn hat einen betrunkenen Autofahrer aus Bremen den Führerschein gekostet. Polizisten sahen den Wagen des 44-Jährigen am Mittwochmorgen auf der Standspur der Autobahn 20 bei Neukloster in Mecklenburg-Vorpommern, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte. Die Beamten sicherten das Auto und bemerkten Alkoholgeruch bei dem Fahrer. Dieser gab an, er habe ganz nötig gemusst. Ein Atemalkoholtest ergab 1,8 Promille. Der Mann wurde für eine Blutprobe in eine Klinik mitgenommen.

Quelle: DPA

Rüssingen: Spiel nach Angriff auf Linienrichter abgebrochen 

Erneut ist ein Unparteiischer bei einem Fußballspiel angegriffen worden. Bei der Verbandspokalpartie TuS Rüssingen gegen Alemannia Waldalgesheim in Rheinland-Pfalz schlug ein Spieler der Heimmannschaft einem Linienrichter ins Gesicht. Daraufhin brach der Schiedsrichter das Spiel nach 38 Minuten ab, wie Waldalgesheims Trainer Aydin Ay am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der Polizei war der Vorfall auf Anfrage zunächst nicht bekannt. Zuvor hatte die "Allgemeine Zeitung" (Online) über den Angriff berichtet.

Vor der Attacke hatte der Rüssinger Spieler wegen eines Fouls die Rote Karte bekommen. Rüssingen spielte bereits wegen einer gelb-roten Karte in Unterzahl, führte aber in dem Halbfinale mit 1:0.

Quelle: DPA


Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, 20. November

Konstanz: 17-Jähriger bestellt 40 Kälber im Internet

Ein 17-Jähriger aus Konstanz hat offenbar 40 Kälber im Internet bestellt und diese am Samstag an einen leerstehenden Aussiedlerhof in einem Teilort der Stadt liefern lassen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft berichten, erstand der Jugendliche die Tiere bei einem Kleinanzeigenportal für 1500 Euro. Nachdem sich laut Ermittler das Transportfahrzeug im morastigen Boden festgefahren hatte und man in der Nachbarschaft um Hilfe gesucht hätte, wurden dem Bericht zufolge Zeugen auf die Tiere aufmerksam und stellten fest, dass diese ohne Wasser, Milch und Futter "in einer völlig unzureichenden Stallung" untergebracht waren. Die alarmierte Polizei fand daraufhin auf dem alten Hof zwei tote Tiere. Die restlichen Kälber waren demnach unterversorgt und teilweise in einem sehr schlechten Zustand. Acht Kälber mussten mittlerweile vom hinzugezogenen Veterinäramt eingeschläfert werden. Die Tiere stammten aus Norddeutschland.

Die verbleibenden Jungrinder werden derzeit aufgepäppelt und sollen im Anschluss durch das Veterinäramt verkauft werden. Der Erlös soll zur Deckung der entstandenen Kosten verwendet werden, den Rest will der Landkreis dem Verursacher in Rechnung stellen. 

Warum der Jugendliche die Tiere überhaupt bestellte und wie er sie halten wollte, ist noch unklar. Gegen ihn wird ebenso wie gegen den Spediteur und den mutmaßlichen Händler wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. 

Quellen: Staatsanwaltschaft Konstanz und Polizeipräsidium Konstanz (Meldung I, Meldung II)

Schwerin: Polizistin in Freizeit attackiert

Eine Schweriner Polizistin ist in ihrer Freizeit Opfer eines tätlichen Angriffs geworden. Wie die Polizei am Mittwoch berichtet, hatte die Frau gerade ihre Tochter in einer Kita abgegeben, als sie laute Schreie von der gegenüberliegenden Straßenseite hörte. Diese stammten von einer polizeibekannten Frau, die die Polizistin aus vergangenen polizeilichen Einsätzen wiedererkannte. Die Schreiende "bewegte sich mit einer Bierflasche in der Hand zügig auf die Geschädigte zu und beleidigte sie aufs Übelste", heißt es in der Mitteilung.

Die junge Mutter stieg in ihr Auto und wollte losfahren. Daraufhin begann die andere Frau zunächst an der Fahrertür zu reißen, riss dann die Beifahrertür auf und holte mit ihrer Bierflasche aus. Die Polizistin in Zivil fuhr vor einem möglichen Schlag los und informierte ihre Kollegen, die die Angreiferin festnahmen. Bei der Frau, die gemäß gerichtlicher Auflagen keinen Alkohol trinken darf, wurde ein Atemalkoholwert von 1,96 Promille festgestellt. Sie wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. 

Quelle: Polizei Schwerin

Bergisch Gladbach: Weitere Festnahme im Kindesmissbrauchsfall von Bergisch Gladbach

Im Zuge der Ermittlungen um den massenhaften Missbrauch von Kindern hat die Polizei einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Der 32-Jährige aus Bergisch Gladbach sitze in Untersuchungshaft, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Er soll zwei Kinder missbraucht und kinderpornografisches Material verbreitet haben. Sein Wohnsitz werde durchsucht, hieß es. 

Es ist die zehnte Festnahme in dem Missbrauchsfall. In dem aufgedeckten Netzwerk sollen Täter Fotos und Videos vom Missbrauch in Chat-Gruppen mit bis zu 1800 Mitgliedern verbreitet haben. Die Ermittler arbeiten sich durch riesige Mengen von Daten mit belastendem Material und gehen von weiteren Tätern und Opfern aus

Quelle: DPA

Neumünster: Bewährungsstrafe nach tödlicher Patientenverwechslung

Für eine tödliche Patientenverwechslung ist eine Altenpflegerin vom Amtsgericht Neumünster zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Die 52-Jährige, die unter Tränen die Patientenverwechslung am Mittwoch zugab, muss wegen fahrlässiger Tötung zugleich 2400 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Richter Tees Bremer hielt es für erwiesen, dass die examinierte Pflegekraft am 29. April 2017 durch die Verabreichung von 100 Milliliter Polamidon - einem Methadonersatz - den Tod einer 67-jährigen Patientin in Neumünster fahrlässig verursachte.

Die Angeklagte hatte der Frau das Schmerzmittel gegeben, obwohl diese und ihr Ehemann sie darauf hinwiesen, dass für sie nur ein Wechsel der Kompressionsstrümpfe vorgesehen sei, stellte der Richter fest. Da hätten bei der Angeklagten "alle Alarmglocken schrillen" und sie hätte die Verordnung genau prüfen müssen.

Das Gericht folgte mit dem Urteil weitgehend der Forderung der Staatsanwältin. Sie hatte wegen fahrlässiger Tötung auf eine Bewährungsstrafe von neun Monaten und einen Geldbetrag von 2500 Euro plädiert. Der Verteidiger sprach sich für eine Geldstrafe von unter 90 Tagessätzen aus, damit die Strafe nicht im Führungszeugnis eingetragen werde. Er kündigte Berufung an.

Quelle: DPA

Gelsenkirchen: 13-Jährige bleibt bei ihrer Geschichte

In der vergangenen Woche machte der Fall einer 13-Jährigen, die angeblich auf einem Parkplatz in Gelsenkirchen von einem Unbekannten überfallen und mit einer Spritze verletzt wurde, bundesweit Schlagzeilen (lesen Sie hier mehr). Im Verlauf der Ermittlungen gewann die Polizei die Erkenntnis, dass das Mädchen sich den Angriff ausgedacht hätte. Unter anderem, weil ein Gutachter festgestellt hätte, dass sie sich die Verletzungen selbst beigebracht hat. Wie RTL nun mit Berufung auf die Polizei berichtet, bleibe die 13-Jährige bei ihrer Geschichte. "Sie ist bei ihren Angaben zum angeblichen Tatgeschehen geblieben. Sie sei Opfer einer Straftat geworden", wird ein Sprecher zitiert. Derzeit werde geprüft, ob der Jugendlichen die Kosten die Ermittlungen in Rechnung gestellt werden. 

Eine stern-Anfrage zu den möglichen rechtlichen Konsequenzen beantwortete der Hamburger Rechtsanwalt Florian Steinmüller wie folgt: Die von dem Mädchen behaupteten Handlungsweisen des Täters seien strafrechtlich relevant. So seien die Verwirklichung des Tatbestandes der Nötigung und der gefährlichen Körperverletzung konkret behauptet worden. Bei einer wahrheitswidrigen Behauptung des 13-jährigen Mädchens, sie sei von einer fremden Person angegriffen und verletzt worden, handele es sich demnach um das Vortäuschen einer Straftat. Allerdings sei das Mädchen noch keine 14 Jahre alt und damit nicht strafmündig. Die Einleitung eines Strafverfahrens gegen ein Kind sei unzulässig. 

Hinsichtlich etwaiger zivilrechtlicher Ansprüche, die einem Dritten aufgrund der Vortäuschung einer Straftat erwachsen sein könnten, würden Steinmüller zufolge hingegen andere Grundsätze gelten: "Ein Schadensersatzanspruch könnte sich hier z.B. aus §§ 823, 828 BGB ergeben. Gemäß § 828 III BGB wäre eine 13 Jahre alte Person zivilrechtlich nur dann nicht verantwortlich, wenn sie bei der Begehung der schädigenden Handlung nicht die zur Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderliche Einsicht hat. Die Einsichtsfähigkeit wird hierbei jedoch indiziert."

Quelle: RTL

Wernigerode: Schwefelsäure läuft in Fluss – Fische verenden

In Wernigerode (Sachsen-Anhalt) sind womöglich mehr als 1000 Fische einem Chemieunfall zum Opfer gefallen. Wie die "Volksstimme" berichtet, gelangte hochprozentige Schwefelsäure aus einem Chemiewerk bereits am vergangenen Mittwoch in den angrenzenden Fluss Holtemme. In der Folge verendeten bislang mindestens 1200 Bachforellen in dem Gewässer. Mitarbeiter des Werks hätten die Havarie bemerkt und die Feuerwehr verständigt. Die Ursachen für den Austritt blieben zunächst unklar. Außerdem sei nicht final geklärt, ob die Säure die Ursache für das Fischsterben ist.

Quelle: "Volksstimme"

Frankfurt: Mann fällt ins Koma – Identität unklar

In Frankfurt am Main ist ein bislang unbekannter Mann bereits am 27. März in einer Straßenbahn bewusstlos zusammengebrochen. Er wurde in ein Krankenhaus und später in eine Pflegeeinrichtung gebracht. Das Bewusstsein erlangte er bislang nicht wieder wie die Polizei am Montag mitteilte. Er liege im Wachkoma. Da die Identität des Mannes bisher nicht ermittelt werden konnte, wandten sich die Beamten nun hilfesuchend an die Öffentlichkeit.  

Der Vorfall ereignete sich am 27. März 2019 in der Straßenbahnlinie 17 an der Haltestelle Mannheimer Straße. Der Mann wird als 45 bis 60 Jahre alt beschrieben, ist etwa 1,80 Meter groß hat dunkle Haare, blaue Augen und laut Polizei eine "normale Statur". Weitere Details zu seinem Aussehen und den mitgeführten Gegenständen finden sich hier. Wer den Mann erkennt oder etwas beitragen kann, kann sich an die Vermisstenstelle der Polizei in Frankfurt unter Telefon 069 / 755 51199 wenden.

Quelle: Polizei

Bremen: Rechtsextremistischer Verein "Phalanx 18" verboten

Das Land Bremen hat den rechtsextremistischen Verein "Phalanx 18" verboten. Drei Wohnungen in der Hansestadt und eine Wohnung in Niedersachsen wurden am Mittwochmorgen durchsucht, wie die Innenbehörde mitteilte. Der Verein sei aufgelöst worden, weil er sich "gegen die verfassungsmäßige Ordnung und gegen den Gedanken der Völkerverständigung" richte.    

"Phalanx 18" sei der nationalsozialistischen Ideologie verhaftet und habe versucht, sie mit aggressiv-kämpferischen Mitteln durchzusetzen, erklärte die Behörde. Der Verein sei unter anderem an gezielten Provokationen beteiligt gewesen. Er habe umfangreich für rechtsextremistische Musik und verbotene Veranstaltungen geworben. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt.

Quelle: AFP


Nachrichten aus Deutschland von Dienstag, 19. November

Berlin: Mann ersticht Sohn des früheren Bundespräsidenten von Weizsäcker

In einer Berliner Privatklinik ist der Chefarzt Fritz von Weizsäcker, Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, während eines Vortrags erstochen worden. Laut einer Polizeisprecherin wurde er am Dienstagabend plötzlich von einem Mann angegriffen. Zu dem Vortrag waren etwa 20 Zuschauer gekommen. Ein Mann aus dem Zuschauerraum - es soll sich um einen Polizisten gehandelt haben, der privat dort war - soll dazwischen gegangen und dabei selbst schwer verletzt worden sein. Der 59-jährige von Weizsäcker starb noch vor Ort. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.

+++ Mehr Informationen zu dem Attentat finden Sie hier +++

News im Video: Tödliche Attacke auf Weizsäcker-Sohn – Polizei ermittelt

Quelle: DPA

Lüneburg: Wildschwein greift Jägerin an

Ein in die Enge getriebenes Wildschwein hat am Dienstag im niedersächsischen Dahlenburg eine Jägerin schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei folgte die 33-Jährige während einer Jagd ihrem Hund in einen dichten Tannenwald, nachdem dieser das Schwein "verbellt" hatte. Dort habe das Wildtier plötzlich angegriffen und die Frau schwer an einer Schlagader verletzt. Wie die Beamten in Lüneburg mitteilten, war unter anderem ein Rettungshubschrauber im Einsatz, um die Jägerin aus dem Wald zu bringen. Das Tier entkam.

Quelle: AFP

Halle: Fahrgast bespritzt Zugebegleiterin mit Cola

Eine Gruppe Heranwachsende hat am Montagabend in einer Regionalbahn Richtung Dessau (Sachsen-Anhalt) die Bundespolizei auf den Plan gerufen. Wie die Polizei berichtete, waren die Jugendlichen zunächst dadurch aufgefallen, dass lautstark johlend in den Zug einstiegen. In der Bahn soll ein 20-Jähriger eine Zugbegleiterin mit Cola bespritzt haben. Als diese ihn nicht weiter befördern wollte, weigerte sich der junge Mann auszusteigen. Bundespolizisten brachten ihn schließlich unter heftigem Widerstand aus dem Zug. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,74 Promille.

Quelle: Polizei Magdeburg

Köln: Touristin klebt Kardashian-Bild in ihren Pass

Mit fremden Federn schmücken, wollte sich eine Touristin in Köln. Wie eine Sprecherin der Bundespolizei am Montag mitteilte, war die Frau Mitarbeitern einer Reisebank aufgefallen, als sie sich nach einer neuen Pre-Paid-Karte erkundigte. Die wurden stutzig, weil die Frau auf dem Foto im Reisepass der Besitzerin so gar nicht ähnlich sah. Demnach hatte sich die 29-Jährige ein Foto von Reality-Star Kim Kardashian in ihren Pass geklebt. Beamte der Bundespolizei nahmen die Frau wegen des Verdachts der Urkundenfälschung vorläufig fest. Nachdem ihre korrekten Personalien aufgenommen waren, durfte sie die Wache wieder verlassen.

Quelle: Bundespolizei St. Augustin 

Hessen: Private Busfahrer streiken

In Hessen stehen Pendlern vielerorts chaotische Stunden, möglicherweise sogar Tage bevor. Fahrer privater Busunternehmen sind am frühen Dienstagmorgen in einen unbefristeten Streik getreten. "Es ist alles wie geplant angelaufen", sagte eine Sprecherin der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Seit 2.30 Uhr beteiligen sich Busfahrer in 20 bis 25 hessischen Städten an dem Ausstand, etwa in Frankfurt, Hanau, Fulda und Offenbach, wie Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel sagte. In Frankfurt wurden 56 von 64 Buslinien bestreikt.

Der Streik könnte Fahrgäste besonders hart treffen, weil die Gewerkschaft dieses Mal auch Fahrer kleinerer Unternehmen dazu aufrufen will, die Arbeit niederzulegen. Mindestens 3000 Busfahrer würden demnach streiken. Verdi verlangt für die rund 4400 privaten Busfahrer kräftige Lohnsteigerungen sowie mehr bezahlte Pausen und Urlaub. So soll das Grundgehalt nach dem Willen der Gewerkschaft von jetzt 13,50 Euro auf 16,60 Euro die Stunde erhöht werden.

Quelle: DPA

Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg, Berlin und Baden-Württemberg: Durchsuchungen wegen verbotenen Millionentransfers

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf und das Landeskriminalamt (LKA) Nordrhein-Westfalen sind am Dienstagmorgen gegen eine "international agierende kriminelle Vereinigung" vorgegangen. Die 27 Beschuldigten im Alter zwischen 23 und 61 Jahren sollen im großen Stil Bargeld aus Deutschland ins Ausland transferiert haben, wie das LKA Nordrhein-Westfalen mitteilte. Demnach würden zurzeit etwa 60 Wohnungen und Firmen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg, Berlin und Baden-Württemberg durchsucht. Zudem würden sechs Haftbefehle vollstreckt. Zuerst hatten die "Süddeutsche Zeitung", der WDR und der NDR berichtet. 

Die Verdächtigen sollen für ihre Transaktionen das sogenannte Hawala-Banksystem verwendet haben. Dabei wird Bargeld an einer Annahmestelle in Deutschland eingezahlt und in einem anderen Land wieder ausgezahlt. "Auf diesem Wege wurde mutmaßlich illegal erworbenes Vermögen in Höhe von mehreren Millionen Euro am legalen Bankensystem vorbei in andere Staaten transferiert", teilte das LKA mit.

Quelle: DPA


 Nachrichten aus Deutschland von Montag, den 18. November

Saarbrücken: Autofahrer lässt schwer verletztes Kind am Straßenrand liegen

Ein Autofahrer hat in Saarbrücken einen Jungen mit seinem Wagen erfasst und schwer verletzt am Straßenrand liegen gelassen. Nach Zeugenaussagen stieg der Mann nach dem Unfall am Montag aus seinem Wagen, ging zu dem Sechsjährigen und beschimpfte das Kind, teilte die Polizei mit. Er habe sich danach vom Unfallort entfernt, ohne dem verletzten Jungen zu helfen. Dieser musste stationär in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei sucht nun nach Zeugen für den Unfall - zunächst war nur bekannt, dass es sich um ein grünes Auto handelte.

Quelle: DPA

Lüneburg: Spielende Kinder finden Pistole      

Durch ihren umsichtigen Umgang mit einem brisanten Fundstück haben sich drei Jungen aus Niedersachsen ein dickes Lob der Polizei verdient. Wie die Beamten am Montag in Lüneburg mitteilten, fanden die Acht- bis Zehnjährigen am Sonntag in der Gemeinde Amt Neuhaus beim Spielen an einem Graben eine Pistole. "Die drei Kinder handelten super, fassten die Waffe nicht an, ließen sie liegen und alarmierten die Polizei", berichteten die Einsatzkräfte.    

Es sei "klasse, dass die Jungen so umsichtig gehandelt haben". Was es mit dem Pistolenfund auf sich hat, muss noch ermittelt werden. Die Waffe war bereits sehr stark verrostet. Die Einsatzkräfte, die die Pistole sicherten, konnten deshalb zunächst auch nicht sicher klären, ob es sich um eine scharfe Waffe handelt und ob sie geladen war.

Quelle: AFP

Balve: Polizei blitzt Mutter mit Kinderwagen

Glück für einen Autofahrer im Sauerland: Genau in dem Moment, als er mit Tempo 61 in einer 50er-Zone geblitzt wurde, schob eine Frau einen Kinderwagen durchs Bild. Das Foto, das die Polizei am Montagmorgen veröffentlichte, zeigt Mutter und Kind im Buggy – Kennzeichen und Fahrer des Autos im Hintergrund sind verdeckt. In diesem Fall werde es für den Autofahrer "wohl keine Post nach Hause geben", notierte die Polizei zu dem ungewöhnlichen Foto, das bereits vor einer Woche in Balve (Brandenburg) entstanden sei. Der Fahrer des Wagens kann sich bei der Frau bedanken: 15 Euro Verwarnungsgeld hätte ihn das Blitzerfoto wohl gekostet.

Nachrichten aus Deutschland: Eine Frau läuft mit einem Buggy auf dem Fußweg, hinter ihr fährt ein PKW

Womöglich das kurioseste Blitzerfoto des Jahres. Mit 61 km/h knipst die Polizei einen Autofahrer in Balve (Brandenburg). Eine Frau mit Buggy crasht das Bild.

Quelle: Polizei Märkischer Kreis

Ulm: Diebe klauen neun Paletten Parfüm aus LKW

Neun Paletten Parfüm haben Unbekannte in Baden-Württemberg aus einem Lastwagen gestohlen, während der Fahrer schlief. Wie die Polizei in Ulm am Montag mitteilte, parkte der Sattelzug in der Nacht zum Samstag im Stadtgebiet. Als der Fahrer am Morgen aufwachte, stellte er den Großdiebstahl von der Ladefläche fest. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter "eine gewisse Zeit für den Abtransport der Ware benötigten und mit einem größeren Fahrzeug da gewesen sein müssen". Die Beamten hoffen auf Zeugen.

Quelle: Polizeipräsidium Ulm

Magdeburg: 20-jähriger Fußgänger im Nebel überrollt

Ein 20-Jähriger ist bei einem Unfall auf der Autobahn 2 bei Hohe Börde (Sachsen-Anhalt) ums Leben gekommen. Der Mann habe die Fahrbahn am späten Sonntagabend zu Fuß überquert, teilte die Polizei am Montag mit. Der 61 Jahre alte Fahrer eines Kleintransporters konnte nicht mehr bremsen, erfasste den Fußgänger, der auf die linke Fahrspur geschleudert wurde. Dort sei er von zwei Autos überrollt worden, hieß es. Der 20-Jährige erlag noch vor Ort seinen schwerem Verletzungen. Zum Zeitpunkt des Unfall herrschte in der Region dichter Nebel. Weitere Verletzte gab es laut Polizei nicht. Warum der Mann die Autobahn zu Fuß betreten hatte, wird nun ermittelt.

Quelle: DPA

Gelsenkirchen: 80 Weihnachtsbäume geklaut

Mehr als 80 Weihnachtsbäume auf einen Schlag haben Unbekannte im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen gestohlen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden die Tannenbäume einer Werbegemeinschaft örtlicher Geschäfte im Gesamtwert von über tausend Euro zwischen Samstagabend und Sonntagvormittag im Stadtteil Buer entwendet. Sie lagerten demnach vor einem leer stehenden Kaufhaus.    

Wie die Baumdiebe ihre Beute abtransportierten, war laut Polizei zunächst unklar. Die Beamten baten mögliche Zeugen um Hinweise.

Quelle: DPA

Löningen: Wolf auf Bundesstraße überfahren

Ein Wolf ist auf der Bundesstraße 213 in Niedersachsen von einem Auto überfahren worden. Das Tier versuchte am Sonntagabend, die Straße zwischen Lastrup und Löningen (Landkreis Cloppenburg) zu überqueren, wie ein Polizeisprecher in der Nacht sagte. Eine 50-jährige Fahrerin habe das Tier mit ihrem Auto überfahren. Der Wolf starb, die Fahrerin blieb unverletzt. Der Kleinwagen der Frau musste allerdings abgeschleppt werden. Die Polizei bezifferte den Schaden auf mindestens 7000 Euro.

Quelle: DPA

Waldburg: 18-Jähriger stirbt bei Frontalcrash mit Familie

Bei einem Verkehrsunfall in Waldburg in Baden-Württemberg ist ein 18-Jähriger ums Leben gekommen, zwei Kinder und deren Eltern wurden schwer verletzt. Der 18-Jährige geriet am Sonntag mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn, wie die Polizei am frühen Montagmorgen mitteilte. Dort kollidierte sein Auto frontal mit dem Wagen der vierköpfigen Familie. Der 18-Jährige starb an der Unfallstelle. Die vier Insassen des anderen Autos, zwei Erwachsene und ihre zehn- und zwölfjährigen Kinder, wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. 

Quelle: DPA

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