HOME

Keine Bomben gefunden: Militär erklärt möglichen Fundort von Nazi-Zug für sicher

Tagelang suchten polnische Soldaten ein Areal nach Bomben ab, auf dem sich der angebliche Nazi-Goldzug befinden soll. Da sie nichts fanden, gilt das Gebiet als sicher. Jetzt muss das Innenministerium entscheiden.

Ein polnischer Soldat untersucht den angeblichen Fundort des Nazi-Goldzugs

Ein polnischer Soldat untersucht den angeblichen Fundort des sagenumworbenen Nazi-Goldzugs auf mögliche Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg

Nach mehrtägigen Untersuchungen des angeblichen Fundortes eines sagenumwobenen Nazi-Zugs in Schlesien hat die polnische Armee das Gebiet für sicher erklärt. Die Arbeiten auf dem Gelände, bei dem unter anderem nach möglichen Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht wurde, seien beendet, erklärte am Freitag ein Sprecher der Stadtverwaltung von Walbrzych (Waldenburg). Es sei aber noch nicht entschieden, was nun auf dem Gelände geschehen solle. Dafür müsse unter anderem zunächst das Innenministerium kontaktiert werden. In Polen halten sich seit Jahrzehnten hartnäckig Gerüchte um zwei verschwundene Nazi-Züge voller Gold, Schmuck und Kunstwerke. 

Der Pole Piotr Koper und der Deutsche Andreas Richter waren im August mit der Nachricht an die Öffentlichkeit gegangen, sie hätten einen 98 Meter langen Zug gefunden. Er soll sich acht bis neun Meter tief vergraben in der Gegend um Walbrzych (Waldenburg) befinden. Seitdem herrscht große Aufregung, zahllose Schatzsucher und Neugierige kamen in die Gegend, um nach dem Zug zu suchen.

Der polnische Vizekulturminister Piotr Zuchowski zeigte sich Ende August "zu 99 Prozent" sicher, dass tatsächlich ein Nazi-Zug gefunden worden sei. Er habe auf Radarfotos einen gepanzerten Zug gesehen, der unter Erde begraben sei, sagte Zuchowski. "Die Tatsache, dass es ein gepanzerter Zug ist, legt nahe, dass es in seinem Inneren Objekte von Wert geben kann."


mod / AFP