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+++ Ticker +++

News des Tages: Autoangeber mit 400-PS-Wagen demoliert diverse Fahrzeuge

Türkische Soldaten beantragen Asyl in Deutschland +++ Trump verhängt Einreisestopp für viele Muslime +++ Kampagne zur Abspaltung Kaliforniens von den USA offiziell gestartet +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Der Unfallort in Mannheim: Statt eines coolen Eindrucks blieben demolierte Autos zurück.

Der Unfallort in Mannheim: Statt eines coolen Eindrucks blieben demolierte Autos zurück.

+++ 15.40 Uhr: Nach Trump-Dekret erste Flüchtlinge auf Flughäfen gestoppt +++

Nur kurz nach dem von Präsident Donald Trump verhängten Einreisestopp sind erste Flüchtlinge auf US-Flughäfen gestoppt und in Gewahrsam genommen worden. Wie die "New York Times" weiter berichtete, zählen dazu zwei Iraker, die auf dem New Yorker Kennedy Airport festgehalten wurden. Anwälte dieser beiden Männer hätten inzwischen bei einem Gericht in der Stadt einen Antrag auf sofortige Freilassung gestellt.

Demnach hat einer der Festgehaltenen, Hamid Chalid Darwisch, in der Vergangenheit zehn Jahre lang im Irak für die US-Regierung gearbeitet. Der zweite, Haider Samir Abdulchalek Alschawi, sei in die USA geflogen, um bei seiner Frau und seinem Sohn zu sein. Die Ehefrau habe für eine US-Vertragsfirma gearbeitet. Die Anwälte hätten nach eigenen Angaben nicht mit ihren Klienten zusammentreffen dürfen. Einer der US-Grenzbeamten auf dem Flughafen habe gesagt: "Ruft Mr. Trump an."

+++ 14.39 Uhr: AfD-Bundesvize Gauland verteidigt Höcke und fordert Einigkeit +++

Brandenburgs AfD-Landeschef Alexander Gauland hat an die Einigkeit der Partei appelliert und den Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke verteidigt. "Er hat nichts gesagt, wofür er sich schämen müsste", sagte Gauland vor rund 200 AfD-Mitgliedern in Rangsdorf südlich von Berlin. "Auch ich hätte mir manches in Ton und Inhalt anders gewünscht. Aber, liebe Freunde, wenn die Granaten einschlagen, steht man zusammen", sagte Gauland und erhielt dafür viel Applaus. Höcke hatte mit seiner Forderung nach einer 180-Grad-Wende im Umgang mit der deutschen Vergangenheit bundesweit für Empörung gesorgt.

+++ 12.01 Uhr: Petry warnt AfD vor zu hohen Erwartungen +++

Angesichts aktueller Umfrageergebnisse für die Bundestagswahl hat AfD-Chefin Frauke Petry ihre Partei vor zu hohen Erwartungen gewarnt. "Davon lassen wir uns nicht kirre machen", sagte sie am Samstag in Klipphausen bei Meißen auf einem Landesparteitag der sächsischen AfD. Derzeit werde die Partei bei 15 bis 16 Prozent gesehen. Im jüngsten ZDF-"Politbarometer" verschlechterte sich die AfD sogar um zwei Punkte auf 11 Prozent.

Obwohl die Regierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ihrer Partei "eine Steilvorlage nach der anderen" liefere, sei "das Potenzial nach oben trotzdem begrenzt", sagte Petry. Für die Bundestagswahl dürfe man zwar "ein sicheres zweistelliges Ergebnis" erwarten. "Dieses zweistellige Ergebnis wird aber - das sage ich ganz bewusst - mit Sicherheit nicht 51 Prozent bei der Bundestagswahl heißen." Die AfD wolle aber "stärkste Oppositionspartei" werden, sagte Petry. Anders als andere, teils Jahrzehnte alte rechtspopulistische Parteien in Europa müsse die AfD "sehr schnell, im Zeitraffer" ihre Ziele erreichen, sagte Petry. Bei der Bundestagswahl 2021 werde die AfD aber "hoffentlich mehrheitsfähig" sein.

+++ 11.38 Uhr: Schlägerduo greift junge Männer in Berliner U-Bahnhof an +++

Ein Schlägerduo hat in einem U-Bahnhof in Berlin drei junge Männer angegriffen. Am späten Freitagabend gingen die Angreifer auf einer Rolltreppe am Bahnhof Gesundbrunnen auf ihre Opfer los, wie die Polizei mitteilte. Sie hätten diese geschlagen, getreten und einen der jungen Männer gewürgt. Zwei Opfer wurden der Polizei zufolge leicht verletzt. Die Schläger konnten unerkannt flüchten. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.
Hinweise auf die Täter erhoffen sich die Ermittler von der Auswertung des Videomaterials der Überwachungskameras.

+++ 11.10 Uhr: Autoposer demoliert mehrere Fahrzeuge +++

Ein sogenannter Autoposer hat bei einem Unfall in der Innenstadt von Mannheim seinen Sportwagen und fünf weitere Autos beschädigt und einen Schaden von rund 100.000 Euro angerichtet. Der 22-Jährige sei in der Nacht zum Samstag zunächst an einer Kreuzung mit einem Auto kollidiert, teilte die Polizei mit. Dadurch sei er mit seinem 400 PS starken Wagen von der Fahrbahn abgekommen, habe vier geparkte Autos beschädigt und sei nach rund 40 Metern vor einem Baum zum Stehen gekommen. Der 22-Jährige und der Beifahrer des zuerst gestreiften Wagens wurden leicht verletzt. An zwei der geparkten Wagen entstand Totalschaden.

Bei seiner Fahrt in der 30er-Zone sei der Autoposer wahrscheinlich deutlich zu schnell unterwegs gewesen, erklärte ein Polizeisprecher. Der aus Heidelberg stammende junge Mann, der im vergangenen Jahr mehrfach bei Kontrollen der Verkehrspolizei mit seinem Sportwagen aufgefallen war, war zudem ohne Führerschein unterwegs. Den hatte ihm die Verkehrsbehörde entzogen.

+++ 10.21 Uhr: Mindestens elf Tote in Peru nach Erdrutschen und Überschwemmungen +++

Durch sintflutartige Regenfälle ausgelöste Erdrutsche und Überschwemmungen haben in Peru zum Tod von mindestens elf Menschen geführt. Wie die Behörden mitteilten, erlitten mehr als 11.000 Familien Schäden. In der Region Arequipa, etwa tausend Kilometer südlich der Hauptstadt Lima, kamen den Angaben zufolge fünf Menschen durch Lawinen aus Schlamm und Geröll ums Leben.

+++ 9 Uhr: Türkische Soldaten beantragen Asyl in Deutschland +++

Dutzende in Nato-Einrichtungen stationierte türkische Soldaten haben Medienberichten zufolge in Deutschland beantragt. Dabei handelt es sich nach Informationen des "Spiegel" und des ARD-Magazins "Report Mainz" um etwa 40 zumeist hochrangige Militärs. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie das Bundesinnenministerium betonten dem "Spiegel" zufolge, der Fall der Offiziere werden behandelt wie andere Asylfälle auch.

"Es gibt keinen Zweifel, dass wir diese Soldaten nicht in die Türkei zurückschicken können", zitiert der "Spiegel" den CSU-Innenpolitiker Stephan Mayer. "Sie würden dort sofort im Gefängnis landen." Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen, sagte: "Das Asylverfahren ist rein rechtlich, politische Erwägungen dürfen dabei keine Rolle spielen und werden es auch nicht."

+++ 8.19 Uhr: Auto schleudert bei Glätte gegen Mauer - Fahrer stirbt +++

Durch einen Glätteunfall auf der Bundesstraße 107 in Sandau (Sachsen-Anhalt) ist ein 49 Jahre alter Autofahrer in der Nacht gestorben. Sein Wagen war nach Angaben der bei Reifglätte von der Straße abgekommen und frontal gegen eine Granitmauer geprallt. Ein Streifenwagen entdeckte den Unfallwagen in der Nacht. Der 49-jährige Fahrer wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort aber seinen schweren Verletzungen. Laut Polizei war der Mann nicht angeschnallt und besaß auch keinen Führerschein.

+++ 7.44 Uhr: Kampagne zur Abspaltung Kaliforniens von den USA offiziell gestartet +++

Nach dem Brexit in Großbritannien wünschen sich einige Kalifornier nun den Calexit: Die Kampagne zur Abspaltung des Bundesstaats vom Rest der USA darf ab sofort Unterschriften sammeln. Kaliforniens Innenminister gab dafür am Donnerstag offiziell grünes Licht. Bis Ende Juli muss die Yes-California-Kampagne nun 585.407 Unterschriften zusammenbekommen - acht Prozent der in dem Westküstenstaat registrierten Wähler.

+++ 4.20 Uhr: Trump verhängt Einreisestopp für viele Muslime +++

US-Präsident hat massive Einreisebeschränkungen verfügt, um "radikale islamische Terroristen" aus dem Land fernzuhalten. Sein Dekret ist aber so breit gefasst, dass vor allem massenhaft Unschuldige aus den Vereinigten Staaten ausgesperrt bleiben. Betroffen sind vorerst alle Flüchtlinge und viele Menschen aus muslimischen Ländern. Ziel sei es, durch neue gründliche Überprüfungsmechanismen sicherzustellen, dass keine Landesfeinde in die USA gelangten, sagte Trump. Er wolle nur jene zulassen, die "unser Land unterstützen und zutiefst lieben".

Im einzelnen ordnete Trump an, dass aus Syrien bis auf weiteres gar nicht mehr ins Land gelassen werden. Zudem wird das gesamte Regierungsprogramm zur Aufnahme von Flüchtlingen auch aus anderen Ländern für 120 Tage ausgesetzt.


ivi / AFP / DPA
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