HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Bilderklau: In Boston warten zehn Millionen Dollar als Belohnung, die niemand haben will

Slowenien übernimmt im Grenzstreit mit Kroatien Bucht +++ China will gegen illegale Öllieferungen an Nordkorea vorgehen +++ Zwölf Tote: Schlimmster Brand seit Jahrzehnten in New York +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Museum Boston Bilder

Leerer Bilderrahmen im Gardner-Museum in Boston. Der Bilderklau von vor 27 Jahren gilt bis heute als größtes Eigentumsdelikt in den USA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Zehn Millionen Dollar Belohnung - und keiner, der sie sich abholt (19.20 Uhr)
  • Slowenien übernimmt im Grenzstreit mit Kroatien Bucht (19.04 Uhr)
  • Noch ein Gefangener aus JVA Berlin-Plötzensee verschwunden (12.20 Uhr)
  • 82-jähriger New Yorker Mafioso zu acht Jahren Gefängnis verurteilt (11.39 Uhr)
  • Schlimmster Brand seit Jahrzehnten: Zwölf Tote in New York (7.29 Uhr)

Nachrichten des Tages:

+++ 21.49 Uhr: Nach Hurrikan "Maria": Fast die Hälfte Puerto Ricos noch ohne Strom +++

Auch rund 100 Tage nach dem verheerenden Wirbelsturm "Maria" haben fast die Hälfte der Puerto Ricaner noch immer keinen Strom. Erst 55 Prozent der Haushalte seien wieder an das Elektrizitätsnetz angeschlossen, teilte der Direktor des Stromversorgers AEE, Justo González, mit. Eine Ortschaft ist demnach noch immer ganz ohne Strom und keine einzige Gemeinde des US-Außengebiets wird vollständig mit Elektrizität versorgt.

Es war das erste Mal, dass AEE Angaben zu den ans Stromnetz angeschlossenen Kunden machte. Bislang hatte das Unternehmen immer nur über die Kapazität zur Stromerzeugung informiert, die derzeit bei rund 70 Prozent liegt. Allerdings werden Krankenhäuser, Einkaufszentren und Fabriken bevorzugt mit Energie versorgt.

Hurrikan-Opfer in Puerto Rico: Peinlicher Auftritt: Trump wirft Hilfsgüter wie Basketbälle und spielt Schäden herunter

 

+++ 21.32 Uhr: Regierung von Mali überraschend zurückgetreten +++

Die Regierung im westafrikanischen Mali ist überraschend und ohne Angabe von Gründen zurückgetreten. Präsident Ibrahim Boubacar Keita teilte mit, er habe den Rücktritt von Premierminister Abdopulaye Idrissa Maiga und seines Kabinetts angenommen. Der Präsident dankte Maiga in seiner Mitteilung für "seine Loyalität und sein großes Pflichtbewusstsein". Er werde bald einen Nachfolger sowie eine neue Regierung ernennen, sagte er weiter.

Einige Beobachter sehen den plötzlichen Rücktritt als Vorbereitung auf die von Keita geplante Bildung einer nationalen Einheitsregierung. Das Land ist instabil, seit der Norden 2012 nach einem Militärputsch vorübergehend in die Hände islamistischer und anderer Rebellengruppen geraten war. 

+++ 20.47 Uhr: Polizeiauto in Malmö explodiert +++

Im südschwedischen Malmö ist ein direkt vor einer Polizeiwache geparktes Polizeiauto explodiert. Verletzt wurde dabei niemand, wie die Polizei mitteilte. Sie sucht nun allerdings einen Verdächtigen. Augenzeugen sollen gesehen haben wie jemand vom Tatort weggelaufen sei. Kriminaltechniker untersuchten am Abend das Auto, auch das nationale Bombenkommando sei im Einsatz. Zu einem möglichen Motiv machte die Polizei keine Angaben. 

+++ 20.31 Uhr: Irland meldet Rekord bei Ausstellung neuer Pässe angesichts des Brexit +++

Angesichts des bevorstehenden EU-Austritts von Großbritannien hat die Republik Irland dieses Jahr eine Rekordzahl an neuen Pässen ausgestellt. 2017 seien insgesamt 779.184 irische Pässe ausgestellt worden, teilte das Außenministerium des EU-Landes mit. Dies sei ein Anstieg um mehr als sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr und um 15 Prozent im Laufe der vergangenen zwei Jahre. Fast ein Fünftel der Anträge sei in Großbritannien gestellt worden.

+++ 20.04 Uhr: Israel kündigt formell Austritt aus der Unesco zum 31. Dezember 2018 an +++

Israel hat der Unesco formell seinen Austritt aus der UN-Kulturorganisation angekündigt. Unesco-Chefin Audrey Azoulay teilte in Paris in einer Erklärung mit, sie sei offiziell über den israelischen Austritt zum 31. Dezember 2018 informiert worden. Dies bedauere sie "zutiefst".
Die USA und Israel hatten im Oktober ihren Austritt aus der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur angekündigt. Die US-Regierung hatte ihren Austritt damit begründet, dass die Unesco in zunehmendem Maße anti-israelische Positionen vertrete. Dem schloss sich Israel an.

Unesco-Orte in Deutschland: Das sind die ungewöhnlichsten Welterbestätten

+++ 19.20 Uhr: Zehn Millionen Dollar Belohnung - und keiner, der sie sich abholt +++

Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um die zehn Millionen Dollar (8,4 Millionen Euro) Belohnung für die Wiederbeschaffung einiger unschätzbar wertvoller Gemälde aus einem Museum in der US-Ostküstenmetropole Boston einzustreichen. Denn die Offerte, die das Bostoner Gardner Museum nach einem dreisten Diebstahl im Jahr 1990 gemacht hatte, läuft zum Jahresende aus. Mehrere Täter hatten die Meisterwerke am 18. März 1990 aus dem Museum gestohlen. Damals wurde schnell eine Belohnung in Höhe von einer Million Dollar für den entscheidenden Hinweis auf den Verbleib der Bilder ausgesetzt. 1997 wurde die Belohnung auf fünf Millionen Dollar erhöht, auch dieses Mal ohne Erfolg. 2013 verkündete die US-Bundespolizei FBI schließlich, dass sie die Einbrecher identifiziert habe, sie aber wegen Verjährung der Tat nicht mehr belangt werden konnten. Das Museum erhöhte die Belohnung schließlich auf zehn Millionen Dollar und begrenzte diese Zusage auf Ende 2017.


+++ 19.04 Uhr: Slowenien übernimmt im Grenzstreit mit Kroatien Bucht von Piran +++

Im jahrzehntelangen Grenzstreit zwischen den EU-Mitgliedern Slowenien und Kroatien geraten die beiden Nachbarn aneinander. Slowenien übernimmt am Samstag die weitgehende Kontrolle über die umstrittene Bucht von Piran an der nördlichen Adria, nachdem ein internationales Schiedsgericht so entschieden hatte. Kroatien zieht die Grenze aber weiter in der Mitte der Meeresbucht. Beide Seiten wollen ihre gegensätzliche Position mit Polizei durchsetzen, so dass auch gewaltsame Auseinandersetzungen in beiden Ländern nicht ausgeschlossen werden.

+++ 18.10 Uhr: Mehr als 50 Palästinenser an neuem "Tag des Zorns" verletzt +++

Bei Protesten gegen die Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump sind im Gazastreifen und im besetzten Westjordanland mindestens 56 Palästinenser durch Schüsse israelischer Soldaten verletzt worden. Die radikalislamischen Palästinenserorganisationen Hamas und Islamischer Dschihad hatten für Freitag einen weiteren "Tag des Zorns" mit Protesten ausgerufen. Die israelische Armee griff nach dem Abschuss von Raketen auf den Süden Israels zwei Posten der Hamas im Gazastreifen an. Die israelische Armee teilte zudem mit, zwei von drei Raketen abgefangen zu haben, die von militanten Palästinensern abgefeuert worden seien. Eine dritte Rakete traf israelischen Angaben zufolge bewohntes Gebiet, richtete aber nur Sachschaden an.

+++ 18.04 Uhr: Katalonienkonflikt: Oettinger bringt deutsches Modell ins Spiel +++

Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger sieht Lösungsmöglichkeiten für den Streit zwischen der spanischen Zentralregierung und den Separatisten in der Region Katalonien. "Aus deutscher Sicht kann ich nur in aller Bescheidenheit den Rat geben, sich diejenigen Regierungssysteme in Europa anzusehen, in denen die Regionen eine eigene Verfassung und ein großes Maß an Eigenverantwortung haben, für den Haushalt etwa, die Justiz oder das Schulwesen", sagte der CDU-Politiker dem "Spiegel". In Deutschland oder Österreich habe man "mit starken Ländern und einer kooperativen Demokratie gute Erfahrungen gemacht." Er sei sich sicher, dass dieses Vorbild bei einer konstruktiven Debatte weiterhelfen könne, sagte Oettinger. 

+++ 17.22 Uhr: Granate in kolumbianische Disko geschleudert – Dutzende Verletzte +++

Bei einem Anschlag auf eine Diskothek im Nordwesten von Kolumbien sind 32 Menschen verletzt worden. Ein Mann und eine Frau schleuderten in der Nacht auf Freitag (Ortszeit) eine Granate in den Nachtclub in der Ortschaft Caucasia im Department Antioquia, wie Bürgermeister Óscar Suárez dem Radiosender RCN sagte. Die Verdächtigen wurden festgenommen. Drei Schwerverletzte wurden in Krankenhäuser gebracht.

Ersten Ermittlungen zufolge war das Verbrechersyndikat Golf-Clan für den Anschlag verantwortlich. Offenbar habe sich der Disco-Besitzer geweigert, Schutzgeld an die Bande zu zahlen, sagte der örtliche Polizeichef, Oberst Carlos Sierra Niño. Der Golf-Clan ist das mächtigste Verbrechersyndikat in Kolumbien. Die Bande ist aus rechtsgerichteten Paramilitärs hervorgegangen und in Drogenschmuggel, illegalen Bergbau und Schutzgelderpressung verwickelt. 

+++ 17.06 Uhr: Bürgermeister und Abgeordneter in Mexiko getötet +++

Ein halbes Jahr vor den Wahlen sind in Mexiko zwei Lokalpolitiker getötet worden. Am Donnerstagabend (Ortszeit) erschoss ein Angreifer den Bürgermeister von Petatlán in der Unruheregion Guerrero in einem Restaurant, wie die Behörden mitteilten. Arturo Gómez Pérez von der linken Partei PRD wollte sich bei der Wahl im Juli 2018 im Amt bestätigen lassen.

Kurz zuvor war im Bundesstaat Jalisco der Abgeordnete Saúl Galindo getötet worden. Der PRD-Politiker wollte sich bei den kommenden Wahlen um das Bürgermeisteramt in der Ortschaft Tomatlán bewerben. Die Partei PRD rief die Behörden auf, die Sicherheit der Kandidaten zu gewährleisten. 

+++ 16.50 Uhr: Polizistin bei Kollision getötet: Lastwagenfahrer erinnert sich nicht +++

Nach dem schweren Lkw-Unfall mit einer getöteten Polizistin am Niederrhein beruft sich der Lastwagenfahrer auf Erinnerungslücken. Der zum Zeitpunkt der Kollision betrunkene 48-Jährige habe ausgesagt, sich nicht an den Unfall auf der Autobahn 61 bei Viersen erinnern zu können, sagte eine Sprecherin der Polizei Mönchengladbach.

Der ukrainische Lastwagenfahrer sitzt in Untersuchungshaft. Er hatte am Mittwochabend ein auf dem Standstreifen der A61 wartendes Polizeiauto gerammt und den Wagen 200 Meter weitergeschoben. Im Wrack des Dienstwagens starb eine 23-jährige Polizistin auf der Rückbank. Ihre 48 Jahre alte Kollegin am Steuer erlitt lebensgefährliche, der 22-jährige Beifahrer schwere Verletzungen. Ein Alkoholtest bei dem Lkw-Fahrer ergab nach Polizeiangaben einen Wert von mehr als zwei Promille.

+++ 14.22 Uhr: Elf Polizisten auf Philippinen nach Todesschüssen suspendiert +++

Zehn Polizisten und ihr Chef sind auf den Philippinen nach einem verpfuschten Einsatz mit zwei Toten vom Dienst suspendiert worden. Die Beamten hatten gestern Abend in Mandaluyong nahe der Hauptstadt Manila auf ein Auto geschossen, weil sie in dem Wagen Bewaffnete vermuteten, die an einer Schießerei beteiligt gewesen waren, wie Manilas Polizeichef Oscar Albayalde sagte. In dem Auto befand sich aber unter anderem eine Frau, die Opfer der Schießerei gewesen war und ins Krankenhaus gebracht werden sollte.

Zwei der sieben Insassen wurden demnach tödlich getroffen, darunter die zuvor verletzte Frau. Zwei weitere wurden verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Ermittlungen sollen nun das Vorgehen der Beamten aufklären.

+++ 13.54 Uhr: Israel greift nach Raketenabschuss Hamas-Posten im Gazastreifen an +++

Die israelische Armee hat nach dem Abschuss von Raketen auf den Süden Israels zwei Posten der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen angegriffen. Militante Palästinenser hätten drei Raketen abgefeuert, von denen zwei abgefangen worden seien, teilte die Armee mit. Eine dritte Rakete traf nach Polizeiangaben eine israelische Ortschaft in der Nähe des Gazastreifens, ohne dass es Opfer oder Schäden gegeben habe.

+++ 13.26 Uhr: Angreifer tötet mindestens neun Menschen vor Kirche in Ägypten +++

In Ägypten sollen bei einem Angriff nahe einer Kirche südlich von Kairo mindestens neun Menschen getötet worden sein. Zwei Angreifer hätten demnach versucht, mit Waffengewalt in eine koptische Kirche in dem rund 25 Kilometer von der ägyptischen Hauptstadt entfernten Ort Helwan einzudringen. Sie hätten das Feuer auf Sicherheitskräfte eröffnet und dabei drei Polizisten und einen Zivilisten getötet, hieß es am Freitag aus ägyptischen Sicherheitskreisen. Die Polizei habe anschließend einen der Angreifer getötet. Ein zweiter Angreifer habe fliehen können.

Ein Video, das lokale Nachrichtenseiten im Internet teilten, zeigt einen Mann, der gefesselt und durch mehrere Schüsse verletzt auf einer Straße liegt, während Sicherheitskräfte umherlaufen. Es soll einen der mutmaßlichen Angreifer zeigen. Offizielle Angaben zu dem Zwischenfall gab es zunächst nicht.

+++ 13.17 Uhr: Australiens Premier kassiert Knöllchen wegen fehlender Schwimmweste +++

Australiens Premierminister Malcolm Turnbull muss ein Bußgeld von umgerechnet rund 163 Euro zahlen, weil er während einer Ein-Mann-Spritztour auf seinem Schlauchboot in Sydney keine Schwimmweste getragen hat. Dies teilte der Chef der Verkehrsbehörde des Bundesstaats New South Wales, Angus Mitchell, mit.

Ein Paparazzo hatte der 63-Jährigen am Mittwoch in der Nähe von dessen Haus auf frischer Tat ertappt, als er in rund 20 Meter Entfernung von einem Steg in seinem Gefährt unterwegs war. Das Foto erschien dann einen Tag später in der Tageszeitung "The Australian". 

+++ 12.25 Uhr: Schweizer Verbraucherschützer reichen für 6000 Autobesitzer Klage gegen VW ein +++

Im VW-Dieselskandal haben Schweizer Verbraucherschützer kurz vor der Verjährung möglicher Ansprüche eine Schadenersatzklage für 6000 Autobesitzer eingereicht. Die Stiftung Konsumentenschutz (SKS) erklärte, sie gehe von einem durchschnittlichen Schaden von 15 Prozent des Neuwertes der betroffenen Autos aus. Sie reichte daher beim Handelsgericht Zürich Klage gegen Volkswagen und gegen den VW-Händler-Verband Amag ein.

"Die beim Verkauf als umweltfreundlich gepriesenen Autos waren von vornherein überteuert", erklärte die SKS. Wegen der von VW eingeräumten Manipulationen der Abgasvorrichtungen hätten die Wagen zudem an Wiederverkaufswert eingebüßt.


+++ 12.20 Uhr: Noch ein Gefangener aus JVA Berlin-Plötzensee verschwunden +++

Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Berlin-Plötzensee vermisst nach der spektakulären Flucht von vier Insassen einen weiteren Gefangenen. Der 30-Jährige aus dem offenen Vollzug meldete sich gestern Abend nicht zurück, wie ein Sprecher der Berliner Justizverwaltung heute mitteilte. Nach bisherigen Erkenntnissen habe der Fall aber nichts mit dem Gefängnisausbruch am Donnerstagmorgen zu tun, fügte er hinzu.

Bei dem spektakulären Ausbruch am Donnerstag hatten sich vier Häftlinge mittels Trennschleifer und einem schweren Hammer den Weg in die Freiheit gebahnt. Sie konnten durch eine Lüftungsöffnung in einer Außenmauer der Anstalt entkommen. Sie waren am Freitag laut Polizei und Justizverwaltung trotz Großfahndung weiter auf der Flucht.

+++ 11.39 Uhr: 82-jähriger New Yorker Mafioso zu acht Jahren Gefängnis verurteilt +++

Jahrzehntelang ist der New Yorker Mafioso Vincent Asaro den Fängen der US-Justiz entkommen, nun muss er wegen eines Wutanfalls der besonderen Art für acht Jahre hinter Gitter. Eine Bundesrichterin in Brooklyn befand den 82-Jährigen am Donnerstag (Ortszeit) für schuldig, 2012 drei Männern das Anzünden eines Fahrzeugs befohlen zu haben, nachdem dessen Fahrer ihm die Vorfahrt genommen hatte.

Neben der Haftstrafe verurteilte die Richterin Allyne Ross den Angeklagten zur Zahlung von rund 21.000 Dollar (rund 17.800 Euro) Entschädigung. Die Staatsanwältin Bridget Rohde erklärte, Asaro sei auch für "ein Leben voller gewalttätiger krimineller Aktivitäten" verurteilt worden.

+++ 10.24 Uhr: Indonesischer Vulkan Sinabung spuckt Rekordmenge an Asche und Gas aus +++

Bei seinem stärksten Ausbruch in diesem Jahr hat der indonesische Vulkan  Sinabung Wolken von Gas und heißer Asche ausgespuckt. Tausende Menschen seien von dem Ausbruch auf der Insel Sumatra am Mittwoch betroffen gewesen, sagte der örtliche Chef der Katastrophenschutzbehörde heute. Weil die Gefahrenzone aber rechtzeitig evakuiert worden sei, wurde nach Behördenangaben niemand schwer verletzt.

Allerdings verteilte sich die vulkanische Asche auf den Hängen des Sinabung und zerstörte Saaten von hunderten Bauern. Auch heute stieß der Sinabung wieder heiße Asche in einer Höhe von bis zu vier Kilometern aus.

+++ 10.14 Uhr: Thailändische Polizei nimmt Frau mit 1,2 Kilo Kokain im Magen fest +++

Die Polizei im thailändischen Phuket hat eine Frau mit mehr als 1,2 Kilogramm Kokain im Magen festgenommen. Die 27-Jährige aus der Elfenbeinküste habe 64 Päckchen mit der Droge geschluckt, teilten die Behörden mit. Demnach wurden die Sicherheitsbeamten am Flughafen von Phuket auf die junge Frau aufmerksam, weil sie so nervös war.

Eine Röntgenaufnahme machte dann die Drogenpäckchen im Bauch der Drogenschmugglerin sichtbar, die in der Nacht aus Doha eingereist war. Das Kokain sei vermutlich für reiche Konsumenten in Bangkok gedacht gewesen, sagte Sirinya Sitdhichai von der Antidrogenabteilung des Justizministeriums.

+++ 9.56 UhrChina will scharf gegen illegale Öllieferungen an Nordkorea vorgehen +++

Chinas Regierung will scharf gegen illegale Öllieferungen an Nordkorea von Schiff zu Schiff vorgehen. "Wir werden es untersuchen und bestrafen, wenn wir es herausfinden", sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Hua Chunying, am Freitag vor der Presse in Peking. China erfülle die Sanktionen des Sicherheitsrates gegen Nordkorea "strikt und umfassend". Nach den jüngsten Berichten über solche Schiffsverladungen habe China eine Reihe von Ermittlungen eingeleitet. Die Vorwürfe "entsprechen nicht den Fakten". In einem Fall habe ein genanntes Schiff seit August keinen chinesischen Hafen mehr angelaufen habe. Ob es woanders gewesen sei, wisse China nicht.

+++ 9.29 Uhr: Südkorea beschlagnahmt Schiff wegen Öl-Handels mit Nordkorea +++

Südkorea hält ein Schiff aus Hongkong wegen des Vorwurfs fest, heimlich Mineralölprodukte auf ein nordkoreanisches Schiff umgeladen zu haben. Eine UN-Resolution verbietet den Handel mit Nordkorea von Schiff zu Schiff. Die "Lighthouse Winmore" sei beschlagnahmt und inspiziert worden, als sie am 24. November erneut den Hafen von Yeosu in Südkorea angefahren habe, berichteten südkoreanische Sender am Freitag. Im Oktober seien von dem Schiff schätzungsweise 600 Tonnen Mineralölerzeugnisse auf ein Schiff aus Nordkorea umgeladen worden. Ein Sprecher des Außenministeriums in Seoul bestätigte die Berichte. 


+++ 9.27 Uhr: Aufregung nach neuem Busunfall in Moskau - drei Verletzte +++

Zum zweiten Mal binnen weniger Tage ist ein Linienbus in Moskau in eine Menschenmenge gefahren. Der Vorfall am Freitag hat in der russischen Hauptstadt große Aufregung auslöst. Drei Menschen wurden nach Angaben der Verkehrspolizei verletzt, als der Bus an einer Haltestelle auf den Fußweg geriet. Das meldete die Agentur Interfax.

Der Busfahrer habe einem anderen Fahrzeug ausweichen wollen und sei deshalb über den Bordstein gefahren, sagte ein Polizeisprecher. Erste Berichte über zwei Tote bei dem Unfall im Nordwesten der Stadt wurden dementiert. Unter Moskauer Internetnutzern hatte sich die Falschmeldung von Todesopfern rasend schnell verbreitet. 

+++ 8.45 Uhr: Nach Freilassung kehrt 45-Jähriger aus Türkei nach Hessen zurück +++

Nach seiner Freilassung aus türkischer Haft wird ein 45-jähriger Mann aus Hessen voraussichtlich innerhalb der nächsten Tage nach Deutschland zurückreisen. Das sagte die hessische Landtagsabgeordnete Handan Özgüven am Freitagmorgen der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Die SPD-Politikerin und Rechtsanwältin hatte den Mann nach eigenen Angaben während der monatelangen Haft unterstützt. Zunächst hatte die "Oberhessische Presse" über die Freilassung berichtet.


+++ 8.04 Uhr: DGB-Chef dringt auf grundlegende Modernisierung des Landes +++

DGB-Chef Reiner Hoffmann verlangt von einer neuen Bundesregierung eine grundlegende Modernisierung des Landes. "Das Land hat dringenden Modernisierungsbedarf, vom gesamten Bereich der Bildung über die digitale Infrastruktur bis hin zu Verkehrswegen", sagte Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Statt Versicherungen und Banken müssen Schulen und Berufsschulen die Leuchttürme in diesem Land werden."

Union und SPD rief Hoffmann dazu auf, in einer neuen Koalition die Aufgaben bald anzugehen. "Eine neue große Koalition böte die Chance, dass die großen gesellschaftlichen Herausforderungen im Interesse von Arbeitnehmern und Arbeitgebern angepackt werden", sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

+++ 8.01 Uhr: Dick Van Dyke Show"-Star Rose Marie mit 94 Jahren gestorben +++

 Los Angeles (dpa) - Die aus der US-Sitcom "The Dick Van Dyke Show" bekannte Schauspielerin Rose Marie ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Das teilte ihr Management am Donnerstag (Ortszeit) auf ihrer Homepage mit. "Der Himmel ist gerade sehr viel lustiger geworden", hieß es dort. Die US-Bürgerin, die mit bürgerlichem Namen Rose Marie Mazetta hieß, spielte in den 60er Jahren die Autorin Sally Rogers in der Fernsehserie um Komiker Dick Van Dyke. Darin ging es um die Produktion einer fiktiven Fernsehshow.


+++ 7.50 Uhr: Aus Berlin verschwundenem Vietnamesen droht zweite Todesstrafe +++

Einem mutmaßlich vom vietnamesischen Geheimdienst aus Berlin entführten Ex-Funktionär droht in seiner Heimat ein zweites Mal die Todesstrafe. Die obersten Ankläger Vietnams erließen eine zweite Korruptionsanklage gegen ihn, wie das staatliche Nachrichtenportal VN-Express am Freitag berichtete.

Der im Juli aus Berlin verschwundene und später in vietnamesischer Haft aufgetauchte Trinh Xuan Thanh war Anfang der Woche bereits wegen Veruntreuung von umgerechnet mehr als 100 Millionen Euro angeklagt worden. Er soll im Dienst des staatlichen vietnamesischen Ölkonzerns Anteile eines Bauprojekts unter Wert verkauft haben.

Nun fügten die Ankläger den Vorwurf hinzu, Thanh habe für den Verkauf zum verminderten Preis ein Schmiergeld von umgerechnet rund 500.000 Euro angenommen. Auf beide Vorwürfe steht die Todesstrafe. Der Prozess gegen ihn und weitere Ex-Funktionäre soll am 8. Januar beginnen, wie es weiter hieß.

+++ 7.29 Uhr: Schlimmster Brand seit Jahrzehnten: Zwölf Tote in New York +++

Bei einem Brand in einem New Yorker Wohnhaus sind zwölf Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen ein Baby. Das teilte die New Yorker Feuerwehr am späten Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Der Brand in der Bronx habe vier weitere Menschen lebensgefährlich verletzt. Die Todesopfer seien zwischen einem und mehr als 50 Jahren alt, hieß es.

"Wir haben heute Abend eine der schlimmsten Brandtragödien in mindestens einem Vierteljahrhundert gesehen", sagte Bürgermeister Bill de Blasio nach einer Besichtigung des Brandorts. "Es ist eine entsetzliche Tragödie und Familien sind entzweit worden."

Der Brand war der schlimmste in New York seit 1990, als in einem nur zehn Autominuten entfernten Club 87 Menschen ums Leben kamen. 2007 hatte das überhitzte Kabel eines Heizgeräts ebenfalls in der Bronx ein Feuer verursacht, das zehn Menschen tötete, unter ihnen neun Kinder.

+++ 7.26 Uhr: Nato will mehr mit Russland sprechen +++ 

Die Nato will sich im kommenden Jahr um einen intensiveren Dialog mit Russland bemühen. "Ich gehe davon aus, dass wir mehr Treffen haben werden und dass wir auch die militärischen Kommunikationskanäle mehr nutzen werden", sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg zum Jahreswechsel in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. In beiden Bereichen gebe es Bewegung und das gesamte Bündnis stehe dahinter. Dialog sei neben Abschreckung der zweite Pfeiler der Russlandpolitik des Bündnisses, sagte Stoltenberg.

+++ 7.14 Uhr: Ausbrecher aus Berlin-Plötzensee weiter auf der Flucht +++

Nach ihrer spektakulären Flucht aus der Justizvollzugsanstalt Berlin-Plötzensee sind vier Häftlinge weiter auf der Flucht. "Es gibt noch keine Festnahmen und keinen neuen Stand", sagte eine Sprecherin der Polizei in Berlin am Freitagmorgen.
Auch die Polizei in Brandenburg fahndete in der Nacht nach Angaben eines Sprechers des Lagezentrums im brandenburgischen Innenministerium nach den Entflohenen. Dies sei jedoch wegen der Nähe zu Berlin nicht ungewöhnlich, hieß es.

Die Polizei hat eine Großfahndung nach den 27 bis 38 Jahre alten Männer ausgelöst, die seit diesem Jahr in der JVA wegen Straftaten wie Diebstahl, räuberischer Erpressung oder schwerer Körperverletzung einsaßen. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) kündigte eine Überprüfung aller Sicherheitsmaßnahmen in der Vollzugsanstalt an. "Zudem werden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, bis alles aufgeklärt ist."

+++ 7.10 Uhr: Berliner rechtfertigt Drogenplantage: Davon ernähre ich meine Familie +++

Ein Mann in Berlin hat eine Drogenplantage in seiner Wohnung mit einem guten Zweck rechtfertigen wollen. Er brauche die Pflanzen, um seine Familie zu ernähren, sagte der 31-Jährige am Donnerstagabend der Polizei. Die Polizisten entdeckten bei ihm 150 Pflanzen, wie am Freitag mitgeteilt wurde.

Nachbarn hatten zuvor die Beamten in die Wohnung im Stadtteil Gesundbrunnen gerufen, weil dort zu laut Musik gespielt wurde. Als die Polizisten eintrafen, stand die Wohnungstür offen. Im Wohnzimmer trafen sie auf den 31-jährigen Mieter der Wohnung und einen weiteren 35-jährigen Mann. Beide nahmen verschiedene Drogen.  

+++ 7.02 Uhr: Fettleibige Kinder: WHO verlangt Werbe-Einschränkung in Deutschland +++

In Deutschland hat die Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen alarmierende Ausmaße angenommen. Das Problem muss nach Auffassung einer Expertin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rigoroser bekämpft werden. Vor allem die Werbung für Süßwaren, Junk-Food oder Bier müsse stärker eingeschränkt werden. "Es reicht nicht, bei Werbung auf eine freiwillige Selbstkontrolle durch die Hersteller von Junk Food zu setzen", sagt Ernährungswissenschaftlerin Juana Willumsen, WHO-Expertin für Fettleibigkeit bei Kindern, der Deutschen Presse-Agentur. "Die Werbung muss klar reguliert sein, die Einhaltung muss überwacht werden und es muss Strafen bei Verstößen geben."

+++ 6.55 Uhr: Knobloch: Jüdisches Leben in Deutschland nur noch unter Polizeischutz möglich +++

Die ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, sieht öffentliches jüdisches Leben in Deutschland zunehmend bedroht. "Jüdisches Leben kann in der Öffentlichkeit nur unter Polizeischutz und schärfsten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden - oder es muss aus Sicherheitsgründen ganz abgesagt werden", sagte Knobloch der "Heilbronner Stimme". "Aggressiver Antisemitismus, von verbalen Anfeindungen im Internet und in der analogen Welt über Schändungen und Zerstörungen bis hin zu physischen Angriffen sind in Deutschland an der Tagesordnung."

+++ 5.52 Uhr: CSU strebt deutliche Erhöhung des Wehretats an +++

Die CSU macht sich für eine deutliche Erhöhung des Verteidigungsetats stark und positioniert sich damit klar gegen den möglichen Koalitionspartner SPD. Dabei orientiere sich die CSU "am Nato-Ziel von zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" aus einer Beschlussvorlage, die die CSU-Bundestagsabgeordneten Anfang Januar auf ihrer Winterklausur in Kloster Seeon verabschieden wollen. Die Nato-Staaten hatten sich 2014 eine Zielmarke von zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes gesetzt, die sie bis 2024 erreichen wollen. Deutschland liegt mit 1,2 Prozent derzeit deutlich unter diesem Wert. SPD-Chef Martin Schulz und Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) haben sich vehement gegen das Ziel ausgesprochen. Die Sondierungsgespräche von Union und SPD für eine Regierungsbildung sollen am 7. Januar beginnen. 

+++ 5.34 Uhr: NRW-Innenminister gibt Frauen für Silvester väterlichen Tipp +++

Nach den Ereignissen in der Kölner Silvesternacht vor zwei Jahren hat Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (65) für feiernde Frauen einen Tipp aus väterlicher Sicht parat. "Meinen drei Töchtern würde ich sagen: Geht nach Möglichkeit nicht allein, sondern in Gruppen", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn es anfängt brenzlig zu werden, macht euch lautstark bemerkbar und wenn das alles nicht hilft, möglichst schnell die 110 anrufen - lieber einmal zuviel als zu wenig." Er tue sich jedoch schwer mit "Rundum-Sorglos-Tipps", sagte Reul.

5.07 Uhr : Kretschmann plädiert für Ende des Flügelproporzes bei Grünen +++ 

Die Grünen sollten nach Ansicht von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann den Flügelproporz bei der Besetzung von Spitzenämtern hinter sich lassen.
"Die Bevölkerung interessiert sich nicht für unsere Flügel, die interessiert sich für unser Programm und für glaubwürdige Personen, die das vertreten", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. "Es sollte eine Bestenauswahl geben, keine Flügelauswahl."

+++ 0.06 Uhr: Sechs ägyptische Soldaten durch Explosion auf Sinai-Halbinsel getötet +++

Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Terroristen sind in der nordägyptischen Unruhe-Provinz Sinai sechs Soldaten durch eine Explosion getötet worden. Nach Angaben eines Armeesprechers vom Donnerstag wurde das Fahrzeug, in dem die Soldaten unterwegs waren, durch einen Sprengsatz zerstört. 

tis/fs / DPA / AFP