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News des Tages: Iran führt Strafe für Verkauf "unislamischer" Mäntel ein

Zwei Jugendliche aus Gaza bei israelischen Luftangriff getötet +++ Festnahme nach Tod von Filmemacher auf Mallorca +++ Nancy Sinatra gestorben +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

So sieht ein korrekt-islamischer Mantel für ein iranische Beamtin aus

So sieht ein korrekt-islamischer Mantel für ein iranische Beamtin aus

DPA

Das Wichtigste im Kurz-Überblick:

  • Iran führt Strafe für Verkauf "unislamischer" Mäntel ein (17.40 Uhr)

  • 42 Verletzte bei Stierhatz in Pamplona (16.32 Uhr)

  • Israel fliegt Luftangriffe auf Gaza (15.29 Uhr)

  • Riesen-Eisberg bedroht Dorf in Grönland (12.14 Uhr)

  • Nancy Sinatra gestorben (9.35 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 21.51 Uhr: Conte einigt sich mit Frankreich und Malta über Aufnahme von Flüchtlingen +++

Italien hat sich mit dem harten Kurs in der Migrationsfrage Gehör bei den EU-Partnern verschafft. Ministerpräsident Giuseppe Conte teilte am Samstagabend auf Facebook mit, Malta und Frankreich hätten sich bereiterklärt, jeweils 50 der insgesamt 450 geretteten Migranten aufzunehmen, die seit Stunden auf zwei Militärschiffen im Mittelmeer festsitzen. Sie waren mit einem Holzboot bis vor die Küsten italienischer Inseln gefahren. 

Italien hatte sich geweigert, das Boot an einen Hafen einlaufen zu lassen, ordnete aber die Rettung der Migranten an. Conte schrieb, er habe seine Kollegen an die Errungenschaften des EU-Gipfels Ende Juni erinnert, bei dem Italien darauf gedrungen hatte, dass die übrigen Mitgliedsländer dem Land an der Außengrenze Europas mehr Flüchtlinge abnehmen und sich an der Aufnahme aus Seenot geretteter Menschen beteiligt.

+++ 18.58 Uhr: Zwei Tote bei Angriff auf in Kirche verschanzter Studenten in Nicaragua +++

In Nicaragua sind bei Angriffen von Regierungstruppen auf Studenten, die sich in einer Kirche verschanzt hatten, zwei Menschen getötet und etwa 20 weitere verletzt worden. Kirchenvertreter gaben an, Polizei und paramilitärische Gruppen hätten die Divina-Misericordia-Kirche in der Hauptstadt Managua stundenlang heftig beschossen, bevor die Jugendlichen die Kirche hätten verlassen können.

+++ 18.32 Uhr: Zwei Jugendliche aus Gaza bei israelischen Luftangriff getötet +++

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben zwei Jugendliche getötet worden. 14 weitere Menschen seien bei dem Angriff auf ein Gebäude der im Gazastreifen herrschenden Hamas verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Bei den Toten handelte es sich den Angaben zufolge um einen 15-Jährigen und einen 16-Jährigen aus Gaza. Sie seien bei dem Angriff im Westen der Stadt Gaza von Granatsplittern tödlich verletzt worden, hieß es. Nach Angaben von Augenzeugen hielten sie sich in der Nähe des Gebäudes auf.

+++ 17.48 Uhr: Möglicherweise weitere Gegenstände mit Nowitschok kontaminiert +++

Die britische Polizei hält es für möglich, dass neben einer kleinen Flasche weitere Gegenstände aus dem Haus eines Nowitschok-Opfers in Amesbury mit dem Nervengift kontaminiert sein könnten. Das teilte Scotland Yard am mit.

Am Freitag war bekannt geworden, dass eine inzwischen gestorbene 44-jährige Frau und ein 45-jähriger Mann durch eine kleine Flasche mit dem Nervengift in Kontakt gekommen waren. Die Flasche gehörte zu etwa 400 Beweisstücken, die von den Ermittlern in der Wohnung des Mannes in Amesbury sichergestellt wurden. Eine erhebliche Zahl davon könnten mit Nowitschok kontaminiert sein, sie würden nun auf das Gift untersucht, teilte die Polizei mit. Unklar war zunächst, wie die Flasche in die Hände des britischen Paars gelangte.

+++ 17.40 Uhr: Iran führt Strafe für Verkauf "unislamischer" Mäntel ein +++

 Im Iran soll der Verkauf "unislamischer Mäntel" an Frauen demnächst harsch bestraft werden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna vom Samstag droht den Verkäufern ein einjähriges Arbeitsverbot - und genauso lange bleiben auch ihre Läden geschlossen. Als unislamisch gelten besonders die Mäntel, die vorne offen und knopflos sind, so der staatliche Textilverband.

Im Iran müssen alle Frauen - und Mädchen ab 9 Jahren - nach islamischen Vorschriften ein Kopftuch und einen langen weiten Mantel tragen, um Haare und Körperkonturen in der Öffentlichkeit zu verbergen. "Sünderinnen" droht die Verhaftung durch die Sittenpolizei, in manchen Fällen auch ein Strafverfahren und am Ende eine saftige Geldstrafe.

Die Gesetze und Strafmaßnahmen gibt es schon seit fast 40 Jahren, genauso lange haben sie nicht viel gebracht. Die Kopftücher werden immer kleiner und die Mäntel immer kürzer und enger - und seit kurzem sind sie auch vorne offen.

+++ 17.11 Uhr: Festnahme nach Tod von niederländischem Filmemacher auf Mallorca +++

Einen Tag nach dem gewaltsamen Tod eines niederländischen Filmemachers auf Mallorca hat die Polizei der spanischen Urlaubsinsel einen Tatverdächtigen festgenommen. Der Verdächtige sei ein junger Mann, teilte die Polizei mit. Man könne aber keine weiteren Informationen geben, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, hieß es. Nach Polizeiangaben handelt es sich beim Opfer um den Filmemacher Wouter Van Luijn, der mit Familienangehörigen Urlaub auf Mallorca gemacht habe.

Der 34 Jahre alte Niederländer wurde den Angaben zufolge am Freitag gegen 5.00 Uhr morgens im Bezirk Son Ferriol zwischen der Inselhauptstadt Palma und dem Flughafen von Mallorca zu Tode geprügelt. Die Umstände der Tat blieben zunächst  unbekannt. Die mallorquinische Polizei schließt nach eigenen Angaben vorerst "keine Möglichkeit" aus.

+++ 16.32 Uhr: 42 Verletzte bei Stierhatz in Pamplona +++

Beim traditionellen Stiertreiben von Pamplona sind in diesem Jahr 42 Menschen verletzt worden. Zwei von ihnen seien im Laufe des einwöchigen Festes in der nordspanischen Stadt vom Horn eines Stiers durchbohrt worden, teilte die Regionalregierung mit. Ein Mann wurde zudem in die Luft geschleudert, weil er auf sein Smartphone geschaut und den Stier hinter sich nicht bemerkt hatte.

+++ 15.51 Uhr: Tunesische Justiz will abgeschobenen Gefährder nicht zurückschicken +++

Die tunesische Justiz will den möglicherweise rechtswidrig aus Deutschland abgeschobenen Gefährder Sami A. erst einmal nicht in die Bundesrepublik zurückschicken. "Wir haben eine souveräne Justiz, die gegen ihn ermittelt", sagte der Sprecher der tunesischen Anti-Terror-Behörde, Sofiane Sliti, der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Diese Ermittlungen müssten abgewartet werden.

Der Ex-Leibwächter von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden war am Freitagmorgen nach Tunesien abgeschoben worden. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen erklärte diese Abschiebung später für "grob rechtswidrig" und forderte die deutschen Behörden auf, den 42-Jährigen zurückzuholen.

+++ 15.29 Uhr: Israel fliegt schwere Angriffe auf Gaza nach massiven Raketen-Angriffen +++

Der Schlagabtausch zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas ist erneut gefährlich eskaliert. Israels Luftwaffe flog am Samstag als Reaktion auf Attacken aus dem Küstenstreifen massive Luftangriffe auf Dutzende Hamas-Ziele. Es handele sich um "den größten Tageslicht-Angriff" seit dem Gaza-Krieg im Sommer 2014, sagte der israelische Armeesprecher Jonathan Conricus.

Militante Palästinenser feuerten den Angaben zufolge 20 Mörsergranaten und Raketen auf israelisches Gebiet ab, zusätzlich zu 35 Geschossen in der Nacht. Hamas-Sprecher Fausi Barhum sagte, man wolle damit eine "klare Botschaft senden" und "den Feind dazu zwingen, die Eskalation zu stoppen".

Am Freitag war bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der israelischen Armee an der Gaza-Grenze ein palästinensischer Jugendlicher getötet worden. Mehr als zwei Dutzend Menschen wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Gaza verletzt. Ein 20-Jähriger erlag den Angaben zufolge am Samstag seinen Verletzungen. 

+++ 15.15 Uhr: Leberkäse-Verbot in Wiener U-Bahn geplant +++

Starkriechende Speisen wie Leberkäse, Kebab, Pizza, Käsekrainer und Nudelgerichte will die Stadt Wien in der U-Bahn verbieten. Derartige Gerichte sollen von September an zunächst auf der Linie U6 nicht mehr erlaubt sein. "Das Thema Essen ist seit Jahren ein viel diskutiertes, mit Appellen sind wir da nicht wirklich weitergekommen und daher werden wir nun erstmals den Schritt eines Verbots gehen", teilte die zuständige Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) mit. "Die Fahrtdauer in der U-Bahn liegt im Durchschnitt bei rund zehn Minuten." Es sei daher zumutbar, "die wenigen Minuten ohne starkriechende Speisen auszukommen". Mit der Maßnahme soll auch der Reinigungsaufwand in den Zügen reduziert werden.

+++ 14.20 Uhr: In Bonn angegriffener jüdischer Professor erhebt schwere Vorwürfe gegen Polizei +++

Der jüdische Hochschulprofessor, der in Bonn nach einer antisemitischen Attacke versehentlich von Beamten geschlagen wurde, hat schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. "Die Polizisten kamen auf mich zu, und plötzlich, in nur einer Sekunde, waren zwei vor mir, zwei hinter mir, zusammen warfen sie mich zu Boden", sagte Yithzak Melamed den "Funke"-Zeitungen. "Einer nach dem anderen sprang auf mich, ich war geschockt, und ich rief: Ich bin die falsche Person.

Der Professor aus Baltimore in den USA war vergangene Woche unweit der Bonner Universität von einem Deutschen mit palästinensischen Wurzeln attackiert worden. Der 20-jährige Angreifer sprach den Hochschullehrer zunächst auf dessen jüdische Kopfbedeckung an. Nach zunächst verbalen Beleidigungen schlug der Täter dem 50-Jährigen mehrfach die Kippa vom Kopf, schubste und schlug ihn gegen die Schulter und sagte unter anderem "Kein Jude in Deutschland".

+++ 14.05 Uhr: Frau des Bundespräsidenten muss nach Sturz Termine absagen +++

Elke Büdenbender, die Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, hat sich bei einem Sturz leicht verletzt. Es sei nichts Ernstes, aber Büdenbender (56) müsse in den kommenden Tagen einige Termine absagen, sagte eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes. Sie sei am Freitag auf dem Flughafen Münster/Osnabrück beim Verlassen des Flugzeugs auf der Treppe ausgerutscht. Zunächst hatte die "Bild" von dem Vorfall berichtet. Demnach wurde Büdenbender mit einem Krankenwagen zur Untersuchung in die Unfall-Chirurgie Münster gebracht. Steinmeiers Wagenkolonne sei dem Krankenwagen hinterhergefahren.

+++ 13.20 Uhr: Berichte: Erdogan fordert von Merkel gründliche Untersuchung des NSU +++

Nach dem Ende des NSU-Prozesses hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan die Urteile als "nicht zufriedenstellend" bezeichnet und weitere Ermittlungen gefordert. Er habe Bundeskanzlerin Angela Merkel um eine gründliche Untersuchung des "Nationalsozialischen Untergrundes" gebeten, sagte Erdogan türkischen Medienberichten zufolge auf seinem Rückflug vom Nato-Gipfel in Brüssel. Erdogan sagte demnach, die NSU-Morde seien möglicherweise mehr als "gewöhnliche Vorfälle". Der türkische Präsident kündigte zugleich an, ein geplanter Berlin-Besuch könnte im August stattfinden.

+++ 12.55 Uhr: Tunesische Justiz betont eigene Zuständigkeit für abgeschobenen Sami A. +++

Nach dem Gelsenkirchener Gerichtsurteil zur Rückholung des mutmaßlichen Islamisten Sami A. hat die tunesische Justiz die Zuständigkeit für den Abgeschobenen für sich reklamiert. A. sei tunesischer Staatsbürger und seit Januar 2018 wegen Terrorverdachts in Tunesien zur Fahndung ausgeschrieben, sagte der Sprecher der Anti-Terror-Staatsanwaltschaft, Sofiène Sliti, der Nachrichtenagentur AFP in Tunis. "Dieser Fall betrifft die Justiz Tunesiens, das ein souveräner Staat ist", betonte er.

A. sei nach seiner Abschiebung aus Deutschland am Freitag in Untersuchungshaft genommen worden und werde von Anti-Terror-Richtern vernommen, erklärte der Sprecher weiter. Er sei in Tunesien bereits aktenkundig. Der Sprecher betonte, dass seine Äußerungen allein die juristische Seite des Falls beträfen. Zur politischen Frage einer möglichen Rückholung A.s nach Deutschland wollte er sich nicht äußern.

+++ 12.14 Uhr: Riesen-Eisberg bedroht Dorf in Grönland  +++

Ein kleines Dorf im Westen Grönlands wird von einem großen Eisberg bedroht. "Man fürchtet, dass der Eisberg kalben und eine Flutwelle auf das Dorf senden könnte", sagte eine zuständige grönländische Polizistin dem dänischen Rundfunk. Wenn Eisberge kalben, brechen große Teile der Eismassen ab und fallen ins Meer. Die Häuser nah an der Küste seien deshalb am Freitag evakuiert worden. Der Eisberg ist direkt vor dem Dorf Innaarsuit mit 169 Bewohnern auf Grund gelaufen. Nach Einschätzung der Behörden kann das fatale Konsequenzen haben. Im vergangenen Jahr war ein anderes Dorf von einer Flutwelle getroffen worden. Mehrere Menschen starben, Häuser wurden ins Meer gespült. Inzwischen ist das Dorf nicht mehr bewohnt.

+++ 11.35 Uhr: 31 Verletzte bei den diesjährigen Stierrennen in Pamplona +++

Bei den diesjährigen Stierrennen des traditionsreichen Sanfermines-Festes sind in Spanien insgesamt 31 Läufer ins Krankenhaus gekommen. Bei der achten und letzten Stierhatz in Pamplona im Norden des Landes seien sieben Verletzte ins Krankenhaus gebracht worden, teilte das Rote Kreuz mit.

Besonders bange Momente gab es zum Abschluss der Stiertreiben, als ein Franzose von einem Bullen am Halstuch erwischt und mehrere Meter mitgezerrt wurde. Der 27-Jährige und die sechs weiteren Verletzten seien alle in Krankenhäuser gebracht worden, so das Rote Kreuz. Kein Läufer sei aber schwer verletzt worden, die meisten hätten nur Prellungen erlitten, hieß es.

+++ 10.55 Uhr: Mann verteidigt Schwangere und wird mit Schlagstock verletzt +++

Ein 26 Jahre alter Mann hat während eines Streits im rheinland-pfälzischen Bingen eine schwangere Frau verteidigt und ist selbst angegriffen worden. Zwischen der Gruppe war es am Freitagabend in der Innenstadt zu Streitigkeiten gekommen, wie die Polizei mitteilte. Demnach ging ein 56-jähriger Mann die 19 Jahre alte Schwangere verbal an. Der 26-Jährige ergriff Partei für die junge Frau. Er wurde daraufhin von dem Angreifer mit einem Schlagstock auf den Kopf geschlagen und erlitt eine Platzwunde. Gegen den Beschuldigten, der Alkohol getrunken hatte, wird wegen gefährtlicher Körperverletzung ermittelt.

+++ 10.45 Uhr: Schüsse vor Sportstudio - Tatverdächtiger kommt vor Haftrichter +++

Nach den tödlichen Schüssen auf einen 26-Jährigen vor einem Fitnessstudio in Hamburg soll der Tatverdächtige im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. Das sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der 23 Jahre alte Deutsch-Afghane war am Freitag kurz nach der Tat auf der Flucht festgenommen worden. Er soll den 26-Jährigen auf dem Parkplatz des Sportstudios mit mehreren Schüssen getötet haben. Der 26-jährige Afghane starb noch am Tatort. Die Polizei vermutet die Hintergründe der Tat in der organisierten Kriminalität.

+++ 10.10 Uhr: Mehr als 450 Kinder aus Honduras in den USA von Eltern getrennt +++

459 Kinder aus dem zentralamerikanischen Honduras sind an der US-Grenze zu Mexiko von ihren Eltern getrennt worden. Das teilte das honduranische Außenministerium in der Hauptstadt Tegucigalpa mit. Überdies seien mindestens 289 Mütter und Väter aus dem Land in den USA ohne ihre Kinder inhaftiert worden, erklärte das Ministerium.

Das Ministerium habe sich bereits an US-Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen gewandt und ihr zunächst dafür gedankt, dass US-Präsident Donald Trump die Familientrennungen gestoppt hat. Zudem forderte die honduranische Regierung eine offizielle Liste der US-Behörden zu den getrennten Familien. 

+++ 9.35 Uhr: Nancy Sinatra im Alter von 101 Jahren gestorben +++

Nancy Sinatra, die erste Frau von Frank Sinatra, ist am Freitag im Alter von 101 Jahren gestorben. Ihre Tochter bestätigte die Nachricht auf Twitter. "Meine Mutter ist heute Nacht friedlich verstorben. Sie war ein Segen und das Licht meines Lebens. Danke für alles", schrieb die Tochter, die ebenfalls Nancy Sinatra heißt. 

Nancy und Frank Sinatra heirateten 1939, sie haben drei gemeinsame Kinder. In den 50er Jahren trennte sich das Paar, nachdem öffentlich wurde, dass der Sänger eine Affäre mit der Schauspielerin Ava Gardner hatte.

+++ 9.30 Uhr: Zwillinge fallen mehrere Meter tief aus Haus - Hubschraubereinsatz +++

Ein 20 Monate altes Zwillingspaar ist in Baden-Württemberg aus einem Haus mehrere Meter in die Tiefe gestürzt. Die Kinder waren nach dem Sturz in Filderstadt bei Stuttgart ansprechbar, wurden allerdings mit Rettungshubschraubern ins Krankenhaus gebracht. Wie schwer die Kleinkinder verletzt wurden, war zunächst unklar. Fremdverschulden schließt die Polizei nach ersten Erkenntnissen aus. Wo die Eltern zum Zeitpunkt des Sturzes waren, welches Geschlecht die Zwillinge haben und ob sie aus einem Fenster oder von einem Balkon gefallen sind, konnte ein Polizeisprecher zunächst nicht sagen.

+++ 9.10 Uhr: Nach Selbstmordanschlag in Pakistan: Zahl der Toten steigt auf 140 +++

Nach dem verheerenden Selbstmordanschlag in Pakistan ist die Zahl der Toten bis Samstag nach offiziellen Angaben auf mindestens 140 gestiegen. Weitere 200 Menschen seien verletzt worden, als sich ein Selbstmordattentäter am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Region Mastung in der Südprovinz Baluchistan in die Luft sprengte. Ein Vertreter des Krankenhauses in der Provinzhauptstadt Quetta sagte, man befürchte, dass die Zahl der Toten noch weiter steigen könnte, weil sich viele der Verletzten in einem kritischen Zustand befänden.

+++ 8.50 Uhr: Kritik an Seehofer wächst in den eigenen Reihen +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gerät wegen seines Kurses in der Migrationspolitik in den eigenen Reihen weiter unter Druck. "Sein Agieren verwundert und befremdet mittlerweile viele", sagte Seehofers Vorgänger als CSU-Chef, Erwin Huber, dem "Spiegel". "Im Landtag ist bei der CSU die anfänglich volle inhaltliche Zustimmung zu Seehofers Asylpolitik einem Ratespiel gewichen." Er werde von vielen gefragt, ob Seehofer die Landtagswahl und damit den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) belasten wolle oder das billigend in Kauf nehme, sagte Huber. Mit Blick auf Seehofers Tendenz, einsame Entscheidungen zu fällen, fügt Huber hinzu: "Man kann eine Volkspartei nicht vom Raumschiff aus steuern."

+++ 7.20 Uhr: Ratingagentur Fitch stuft Kreditwürdigkeit der Türkei herunter +++

Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit der Türkei herabgestuft und die Bonität des Landes mit "BB" bewertet. Jüngste Aktionen von Präsident Recep Tayyip Erdogan könnten die Unabhängigkeit der türkischen Zentralbank schwächen, begründete Fitch den Schritt in einer Mitteilung. Das derzeitige Umfeld würde es erschweren, "eine weiche Landung für die Wirtschaft" zu garantieren.

Im Mai hatte bereits die Ratingagentur S&P die Kreditwürdigkeit der Türkei aus Sorge um die verschlechterte Finanzlage und die schwächelnde Währung herabgesetzt. Laut Fitch gibt der Blick in die Zukunft wenig Grund zur Hoffnung. Die Inflation sei mit 15,4 Prozent so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr und die türkische Lira habe in diesem Jahr bereits 27 Prozent an Wert verloren. 

+++ 6.04 Uhr: Berichte: Israels Luftwaffe beschießt Hamas-Ziele im Gazastreifen +++

Kampfjets und bewaffnete Drohnen der israelischen Luftwaffe haben in der Nacht mehrere Raketenangriffe auf Ziele im Gazastreifen geflogen. Örtlichen Medienberichten und Sicherheitskreisen zufolge wurden militärische Einrichtungen der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas getroffen. Angaben zu etwaigen Opfern gab es zunächst nicht. Praktisch zeitgleich seien drei selbstgebastelte Raketen aus dem Gazastreifen auf Ziele im Süden Israels abgefeuert worden, hieß es in den Medienberichten.

+++ 4.20 Uhr: Flughäfen spüren Air-Berlin-Lücke noch immer +++

Die Pleite der Air Berlin hat Lücken im deutschen Flugplan hinterlassen. Die Flughäfen haben im ersten Halbjahr 2018 vor allem auf innerdeutschen Verbindungen weniger Passagiere gezählt, wie der Flughafenverband ADV der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Vor allem der stark gewachsene Europaverkehr hat aber dafür gesorgt, dass unter dem Strich doch noch mehr Menschen an den deutschen Flughäfen abgefertigt wurden. 

+++ 2.10 Uhr: Ferienflieger unterbricht Flug: Etwa 30 Passagiere in Klinik +++

Ein Ferienflieger aus Irland ist aufgrund gesundheitlicher Probleme bei etlichen Passagieren sicherheitshalber auf dem Flughafen Frankfurt-Hahn zwischengelandet. "Etwa 30 Fluggäste kamen ins Krankenhaus", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Ryanair-Maschine war am Freitagabend auf dem Flug von Dublin zum kroatischen Küstenort Zadar, als der Kapitän um die Erlaubnis zur Landung in Hahn bat. "Etliche Menschen an Bord klagten über gesundheitliche Probleme und wurden von Ärzten und Sanitätern betreut", sagte der Sprecher. Woran die Passagiere litten, konnte er nicht sagen. Ursache sei wohl ein Defekt an Bord. Mehr Details zu dem Vorfall waren zunächst nicht bekannt.

vit / DPA / AFP